EKG

Silly

Lyrik

Komp. Silly

Text: Werner Karma

Und wieder häng ich an den Drähten

und die Maschine kritzelt kühl

den Suff, den Qualm, die harten Feten

und jedes heimliche Gefühl.

Mein Leben läuft in Zickzackbahnen

über das raschelnde Papier.

Die Ärzte tuscheln so als ahnen sie

die Defekte tief in mir.

 

Ich möchte abhaun, kann nicht mehr,

die scheiß Maschine säuft mich leer.

Die weißen Kittel sagen nein,

schaun in mich rein wie Frankenstein.

 

Und wieder häng ich an den Drähten

wie ein verirrtes böses Kind

und fahle wie mir ungebeten

die Seele aus dem Leibe rinnt.

Was wissen die denn schon von Liebe,

was wissen die denn schon von Haß,

vom Netz der Träume und der Triebe,

durch dessen Maschen ich nicht paß.

 

Ich möchte abhaun, kann nicht mehr,

die scheiß Maschine säuft mich leer.

Die weißen Kittel sagen nein,

 schaun in mich rein wie Frankenstein.

 

Und wieder häng ich an den Drähten,

 wie eine Bombe tickt mein Herz.

Die Zeit läuft ab, sie wird mich töten,

 ich fühl es ohne jeden Schmerz.

Ihr braucht die Stirnen nicht zu runzeln,

ihr weißen Kittel nehmt es leicht.

Das Öl in euern Lebensfunzeln

reicht auch nicht weiter als es reicht.

 

ich möchte abhaun ...

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.