Ade zur guten Nacht

Horch

 

Lyrik

 

Mitteldeutsches Volkslied um 1850

 
     
 

Ade zur guten Nacht! Jetzt wird der Schluß gemacht,

 
  daß ich muß scheiden.  
  Im Sommer da wächst der Klee  
  im Winter da schnei´s den Schnee dann komm ich wieder.  
     
  Es trauern Berg und Tal wo ich vieltausendmal  
  bin drüber gangen.  
  Das hat deine Schönheit gemacht,  
  hat mich zum Lieben gebracht  mit großem Verlangen.  
     
  Das Brünnlein rinnt und rauscht, wohl unter dem Holderstrauch,  
  wo wir gesessen.  
  Wie manchen Glockenschlag, da Herz bei Herzen lag,  
  das hast du vergessen.  
     
  Die Mädchen auf der Welt sind falscher als das Geld  
  mit ihrem Lieben.  
  Ade zur guten Nacht, jetzt wird der Schluß gemacht,  
  daß ich muß scheiden.  

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.