Am Kap von Sao Vicente

Transit

Lyrik

Komp. Egon Linde

Text:  Hartmut Hecht

Träume schwimmen mit der Flut aufs offne Meer hinaus
weit bis an den Rand der alten Welt.
Letztes Sonnenlicht wie Rouge auf rauer Wellenhaut
Make up, das nur für Minuten hält.
 
Schaumgekrönte Riesen schlagen sich die Köpfe ein
Go West bekommt hier seinen wahren Sinn,
Phantasiegestalten huschen über Felsgestein
unentwegter Schluß und Neubeginn.
 
Nie gesehne Farben ziehn am Horizont entlang,
hier geht unser Kontinent zu Ende
wie ein stilles Feuerwerk der Sonnenuntergang
am Kap von Sao Vicente.
 
Lebenshungrig krallt der Tag sich in den Wellen fest
unaufhaltsam zieht es ihn zu Grund
rot vor Freude gibt der Abendhimmel ihm den Rest
Leuchtturmfeuer machen blass die Runde.
 
Hier wo die Entdeckungsfahrt einst ihren Anfang nahm
fang ich an das Fernweh zu verstehn
jedem, der hier steht sieht man die große Sehnsucht an
Worte sagen nichts, du musst es sehn.
 
Nie gesehne Farben ziehn am Horizont entlang,
hier geht unser Kontinent zu Ende
wie ein stilles Feuerwerk der Sonnenuntergang
am Kap von Sao Vicente.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.