Sächsische Zeitung  08.10.2005

A. Mann

Ich bin die neue alte Schachtel

Irmela Hennig

 

Konzert: Angelika Mann kommt am Sonnabend nach Kamenz. Mit neuen Liedern und neuem musikalischem Partner.

Was erwartet die Besucher, die sich ihr neues Programm „Hier kommt zusammen, was zusammengehört" anschauen?

Vor allem Spaß. Wir wollen mit den Menschen lachen. Es ist ein sehr lustiges Programm, ohne seicht zu sein.

Das „Wir" signalisiert, sie kommen nicht allein. Mit dabei der Musiker und Komponist Frank Golischewski. Stellen Sie den doch mal kurz vor.

Frank Golischewski ist sehr vielseitig, hat schon Musicals geschrieben. Bekannt geworden ist er vor allem durch sein Programm „Drei alte Schachteln", unter anderem mit Brigitte Mira. Ich bin jetzt seine neue Schachtel.

Wie haben sie beide denn zueinander gefunden?

Ich hab Frank Golischewski in Berlin gehört und gleich gemerkt, dass dieser Mann für mich schreiben kann. Und zwar wirklich tolle Lieder. Dann haben wir unser Programm auf die Beine gestellt.

„Hier kommt zusammen, was zusammengehört" ist das Thema. Das klingt sehr nach Osten trifft Westen?

Das stimmt auch. Ich komme ja ursprünglich aus Ostdeutschland, Frank Golischewski ist im Westen aufgewachsen. Da treffen zwei Erfahrungswelten zusammen. Und das auf humorvolle Art, wir wollen da nicht mit dem erhobenen Zeigefinger arbeiten.

Im Publikum in Kamenz werden sicher auch Menschen sitzen, die Lütte kennen und mit bestimmten Vorstellungen in den Abend gehen. Haben sie selbst auch Erwartungen an ihre Gäste?

Sie sollen sich amüsieren, ganz einfach. Und ich wünsche mir, dass sie bereit sind Kultur zu konsumieren und eben nicht nur vor dem Fernseher sitzen. Aber ich weiß, ich habe ein intelligentes Publikum.

Neue Lieder braucht das Land - mit diesem Slogan wird für die gemeinsame Show geworben. Welche Lieder meinen sie?

Fröhlich vor allem, es ist ja schon schwer genug heutzutage. Und wir wollen die Leute in unserem Programm nicht noch niederdrücken.