Aus den Ketten

Zöllner

Lyrik

Komp. Dirk Zöllner / Thomas Herzberg

Text: Werner Karma

 
Du, sei doch nicht ungeduldig,
ich bin so verrückt nach dir.
Nur noch ein paar tage,
dann kann dich nichts mehr trennen von mir.
Ich muss nur noch paar Raten zahlen,
die Kinder sind auch schon fast groß.
Meine Frau hat bloß eben Migräne,
versteh doch, da kann ich nicht los.
 

Doch ich hunger mich aus den Ketten,

wir werden ein Paar, glaub es mir.
Noch bin ich zu fett,
mein Haus zu verlassen,
noch pass ich nicht durch die Tür.
 

Ich mag deine Studentenbude,

die Nachmittagspausen bei dir.
Bunte Flecken im Grau meiner Tage,
deine Bücher, dein Bett und wir.
Wir packen es an miteinander,
ich muß nur noch rasch zum Notar,
und noch nächste Woche die Party,
mit Gattin - wie jedes Jahr.
 

Doch ich hunger mich aus den Ketten,

wir werden ein Paar, glaub es mir.
Noch bin ich zu fett,
mein Haus zu verlassen,
noch pass ich nicht durch die Tür.
 

Mach mir kurz vorm Glück keine Panik,

halte durch, ich bin schon fast frei.
Nur noch der Crash-Kurs in Frankfurt
und `ne Woche in die Türkei.
Meine Frau hat gebucht, versteh doch,
ich flieg mit, sonst erholt sie sich nicht.
Doch das muss sie, weil:
wenn ich dann weggeh,
das sie uns nicht zusammenbricht.
 

Doch ich hunger mich aus den Ketten,

wir werden ein Paar, glaub es mir.
Noch bin ich zu fett,
mein Haus zu verlassen,
noch pass ich nicht durch die Tür.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.