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Zum Neubeginn der Gruppe
Babylon gehörte auch die intensive Zusammenarbeit mit dem Berliner
Haus für Kulturarbeit, an das sich die fünf Musiker mit der Bitte um
Unterstützung wandten. Bereits im September `75 konnte ein
Förderungsvertrag abgeschlossen werden. Wolfgang Friedrich,
kulturpolitisch - künstlerischer Mitarbeiter, wollte damit ein Modell
für die Förderung auf bezirklicher Ebene im Amateurbereich schaffen.
Und das ist ihm auch mit
Hilfe des Gitarristen Fred Baumert vom Günther-Fischer-Quintett als
musikalischer Betreuer gelungen. Beweise dafür gibt es genug. Schon im
November `75 gelang es Babylon beim Ausscheid der Berliner
Amateurgruppen, sich für den 7. Zentralen Leistungsvergleich in Aue
1976 zu qualifizieren. Dort erhielt die Band den Titel "Hervorragendes
Amateurtanzorchester der DDR" und eine Fahrkarte zu den
Arbeiterfestspielen. Das ihr dortiges Auftreten mit einer Goldmedaille
ausgezeichnet wurde, gehört zu den größten Erfolgen der Gruppe.
Ein weiterer Höhepunkt
war die Teilnahme an der III. FDJ Werkstattwoche der Jugendtanzmusik
in Suhl. Inzwischen sind die ersten Rundfunkproduktionen entstanden.
Typisch für die Titel von Babylon sind der zweistimmige Gesang und die
Melodiepassagen der beiden Gitarren. In diese Richtung gehören
"Gestern kamst du", "Ich singe gerne Lieder" und "Jeder Abend". Aber
auch härtere Sachen, wie z.B. die "Tshigiten Legende", hat Babylon
anzubieten; besonders originell ist hier die Verwendung eines
orientalisch anmutenden Themas.
Das ihre Erfolge auf eine
fundierte musikalische Ausbildung zurückzuführen sind, liegt auf der
Hand. Und die erhielten sie - wie bereits zahlreiche Musiker vor ihnen
- an der Musikschule Berlin - Friedrichshain, deren Spezialklasse die
Babylon Musiker mit guten Ergebnissen absolvierte. |