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Ballade vom grausamen Tod des Hermann Schmatzki |
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MTS |
Lyrik |
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Komp. Frank Engelhardt |
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Text: Thomas Schmitt |
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| Hermann Schmatzki kauft sich einen Trabant, |
| der ist der schönste weit und breit im ganzen Land. |
| Da hat er investiert und die Wohnung ausgeräumt |
| und jetzt hat er, wovon er geträumt: |
| Einen Trabi sechshundert-eins, |
| von der Nachbarschaft beneidet und bewundert. |
| Die ganze Woche wäscht und putzt man den Trabi |
| und am Sonntag dann besteigt ihn der Papi. |
| Ganze acht Jahr hat er darauf gewartet, |
| auf den Augenblick, in dem er ihn startet: |
| Zündung, Kupplung, Gang rein, Gas – |
| da hat das Leben Sinn, da macht es Spaß! |
| Und dann fährt er eine ganze volle Stunde |
| um den Häuserblock Runde für Runde. |
| Er glaubt alle Leute werden neidisch blicken, |
| nur nach seinem neuen Wagen, seinem schicken! |
| Plötzlich aber macht er heftig halt, |
| indem er an die alte Linde knallt. |
| Wozu hat er investiert und im Haushalt so gespart? |
| Jetzt sind seine Kinder Waisen, auch die Gattin trifft es hart. |
| Die Polizei versucht nun zu ergründen, |
| warum Schmatzki diesen frühen Tod muss finden. |
| Das Ergebnis ist erschütternd und es mahnt. |
| Die Volkspolizei gab bekannt: |
| Also Schmatzki fiel beim Fahren in Ohnmacht. |
| Doch hätte es selbst da noch nicht gekracht, |
| hätte der Tod nicht in der Linde gelungert, |
| er wäre Stunden später sowieso verhungert! |
| Viel zu geschwächt hat er am Steuer gesessen, |
| er hat seit 48 Stunden nichts gegessen, |
| so war's! |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.