Bei Erwin

J.Walter

Lyrik

Komp. Arndt Bause

Text: Gisela Steineckert

An `nem selten freien Abend

kann es sein, dass da nichts mehr läuft
nun bin ich nicht so’n Typ, der
sich allein besäuft
natürlich könnt ich lesen
der Krimi kommt frei Haus
doch innerlich die Lampen
gehn nacheinander aus
Ich geh zu Erwin bei mir um die Ecke
das ist ein Wirt, der geht nie an die Decke
da komm ich rein, und er sagt: na wie jehts dir
wat denn, schlecht? na trink erstma’n Bier
eß erst ma’n Jullasch, denn kommste zu dir
 

Ich hab zwei, drei gute Freunde

da stimmts, da ist alles im Lot
da find ich drei Uhr morgens
noch ein Dach und Rat und Brot
doch manchmal merk ich deutlich
die haben mit sich zu tun
und woll’n trotzdem für mich da sein
dann steig ich nicht aus den Schuh’n
 

Ich geh zu Erwin bei mir um die Ecke

auch wenn ich nicht wunder da was entdecke
ich komm da rein, und er sagt: setz dir hierher
nimma’n Bier oder erst ma’n Kottlett
ne nimm ma’n zwee, weil Kottlett
macht nicht fett!
 

Neues Glück und neue Liebe

da führ ich mich auf wie’n Narr
ich find erstmal alles herrlich
und das meiste wunderbar
ich gebe, was ich habe
und bin ganz bestimmt nicht klug
denn immer kommt dann so’n Abend
na det sagt wohl schon genug
 

Ich geh zu Erwin bei mir um die Ecke

es hilft schon, dass ich den Kummer verstecke
ich komm da rein, und er sagt: zwee Bouletten
oda Sekt, ick hab een, der dir schmeckt
nee, lass man stehn, det is ooch bloß Konfekt
 

Das ist der Erwin bei mir um die Ecke

da geh ich hin und berooch ihm die Decke
da komm ich rein und er sagt: na, wie jehts dir
wat denn schlecht, na, denn trink erst ma’n Bier
eß erst ma’n Jullasch, denn kommste zu dir.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.