Bernsteinhexe

Transit

Lyrik

Komp. Siegfried Scholz

Text: Siegfried Scholz

Sechzehnhundertdreißig war `s,

es trug sich zu dort oben am Meer
kaum glaubhaft, was damals geschah
und es bewegte die Menschen sehr.
Krieg ging um und Not war im Land,
Intrigen und auch Hexenwahn.
Ein Mädchen sollt` brennen lichterloh,
es hatte nichts Böses getan.
 

Maria war ein schönes Kind,

sie hatte heimlich `nen Liebsten,
doch da war noch ein Anderer
der wollte sie auch besitzen.
Sie sagte nein und aus Rache dann
ließ schlechten Leumund er über sie kommen.
Als Hexe war sie bald verschrien
das Unheil hat seinen Lauf genommen.
 

Der Bernstein, den sie trug auf der Brust

war für die Leute ein Grund.
Sie glaubten er gebe ihr wohl die Macht
zu steh `n mit dem Teufel im Bund.
 

Die wurde gequält und sollte gestehn`,

als Hexe wollt` man sie sterben sehn`.
So fuhr man sie auf `nem Leiterwagen
zum Richtplatz, da sollten es alle sehn.
Plötzlich war ihr Geliebter da
und mit ihm kamen noch zwanzig Mann.
Entriss sie dem Henker mit starker Hand
bevor noch das Schauspiel begann.
 

Der Bernstein, den sie trug auf der Brust

war für die Leute ein Grund.
Sie glaubten er gebe ihr wohl die Macht
zu steh `n mit dem Teufel im Bund.
 

Der Bernstein, den sie trug auf der Brust

war für die Leute ein Grund.
Sie glaubten er gebe ihr wohl die Macht
zu steh `n mit dem Teufel im Bund.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.