Besucherpost

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Trotzdem es die Möglichkeit eines Gästebucheintrages gibt, machen viele Besucher lieber von einer Mailantwort Gebrauch. Ich habe mich entschlossen, die interessantesten Mails zu veröffentlichen, da sie letztendlich die Homepage ergänzen und persönliche Sichten schildern. Schließlich habe ich die Seiten nicht für mich, sondern für euch gemacht, und ich freue mich echt über die rege Resonanz. Deshalb an dieser Stelle auch Dank an alle die reagiert haben.

Frank per Mail 17.10.2011

Hallo Peter,

mit großem Interesse habe ich gestern den Bericht über Deine Seite im Radio gehört, und auch schon ein wenig auf der Seite gelesen.

Ich selber bin 50, gehöre also in etwa Deiner Altersklasse an, und bin „Wessie mit Ostbezug“. Meine Eltern sind 1958 dem Chef meines Vaters „hinterher geflohen“, gelandet sind wir im Ruhrgebiet. Meine halbe Familie wohnte und wohnt in Ostdeutschland, 1970 sind wir nach der großen Amnestie für ehemalige Republikflüchtlinge das erste Mal wieder „drüben“ gewesen, danach bis zur Wende jedes Jahr mindestens einmal, in der Regel zwei bis drei mal. In den achtziger Jahren habe ich die Tradition der „Westbesuche“ fortgesetzt. 

Bis jetzt habe ich nur die Einleitung Deiner Webseite gelesen – die wenigen Sätze machen mir wieder einmal deutlich, wo die Ost/West-Kluft bis heute langläuft. 

Du schreibst, dass Du Dich in den Medien nicht mehr wieder findest, und beziehst das implizit darauf, dass die westliche Medienkultur Deine und Eure Wurzeln „gefressen“ hat. Ich kann Dich beruhigen, die Medien im Westen haben auch vor der Wende wenig gebracht, womit sich der intelligente Hörer identifizieren konnte. Wenn ich die siebziger und achtziger Jahre Revue passieren lasse, und die von uns gehörte Musik mit der vergleiche, die bis heute als zeittypisch im Radio gedudelt wird, dann könnte ich auf die Idee kommen, eine Seite www.westmusik.de aufzumachen. Ein Paradebeispiel für die Diskrepanz zwischen Radio und Wirklichkeit sind für mich immer wieder die Pink-Floyd-Alben ‚Dark Side Of The Moon‘ und ‚Wish You Were Here‘. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein ganzes Stück von einem dieser Alben im Radio gehört zu haben, damals nicht und heute auch nicht. Dark Side Of The Moon verkaufte sich bis heute über 300 Millionen mal, und war von 1973 bis 1988 durchgehend in den britischen Album-Charts, man kann also nicht sagen, dass die Musik niemand hören wollte. Wir hatten beim Westdeutschen Rundfunk Moderatoren wie Winfried Trenkler oder Professor Bob, beide wurden trotz großer Popularität immer weiter an den Rand geschoben und am Ende geschasst – sie haben riesige Lücken hinterlassen. 

Ich würde an Deiner Stelle versuchen, die Haltung des Kleinen, der böse auf die Großen ist, abzulegen. Die Medienlandschaft steht vor einem totalen Umbruch, und viele, die sich heute noch für furchtbar groß halten, stehen in Wirklichkeit schon am Abgrund, und halten sich nur noch an ihren Pfründen fest. Das Internet bietet absolut demokratische Möglichkeiten, die Vielfalt wieder herzustellen, ohne vorher an den Gralshütern von Rundfunk und Plattenindustrie vorbei zu müssen. Wieso versucht Ihr z.B. nicht, die alten Ost-Alben als mp3-Download bei Amazon zu vertreiben ? Oder Ihr eröffnet einen Webradio-Sender, der sich z.B. darüber finanziert, dass die angespielten Alben auch beworben und vertrieben werden. 

Du hast doch bereits eine wirklich beeindruckende Webseite realisiert und erfolgreich gemacht. Werd doch einfach selber groß, statt Dich über die anderen Großen zu ärgern. Und vor allem, gebe die Trennung zu denen auf, deren Gefühle an vergessener Westmusik hängen – das Herz dieser Leute sitzt nämlich genau da, wo Deins auch sitzt. Ich besitze eine Musiksammlung von weit über 1000 Alben, und wäre trotzdem nicht in der Lage, damit eine Party mit Ballermann-Bumm-Bumm zu versorgen. 

Abschließend noch ein Wort zu den Texten – wir Wessies verstehen die Texte manchmal einfach nicht, sie hören sich oft an wie in Metaphern gesprochen, nur dass wir den Sinn dieser Metaphern nicht kennen. 

Gruß Frank .........

Frank per Mail am 09.September 2011

Hi Peter!

Ich stöbere nun schon seit Jahren hier durch Deine HP, aber heute hab ich mir endlich mal die Zeit genommen den Abschnitt "Philosophie" zu lesen *schäm. Du sprichst mir da aus dem Herzen.

Es scheint tatsächlich so, als wäre die "Ostmusik" im kommerziellen Radio oder TV ein heißes Eisen (kommt mir irgendwie bekannt vor). Allenfalls mal Anna Loos und Silly. Ein wirklich beeindruckendes Album, keine Frage, aber eben nicht Maßstab aller Dinge.

Oder immer wieder "Am Fenster", "Der blaue Planet", "Alt wie ein Baum" und das war's dann schon. Wunderschöne Musik, und zeitlos, aber mittlerweile zu oft gehört. Selbst auf CD immer wieder die gleichen Titel. Nur in jeweils anderen Reihenfolgen. Sorry für den Ausdruck, aber es ist einfach ätzend. Mittlerweile habe ich mir selbst einen Fundus von ca. 3000 Titeln zugelegt. Aber auch hier bemerke ich, dass ich damit nur an der Oberfläche kratze, die der "Ostmusik"- Markt hergeben könnte/müsste/sollte. Ist das, weil wir gelernten DDR Bürger es ja gewohnt sein sollten unsere Wünsche und Bedürfnisse aufs Wesentliche zu konzentrieren (Arbeiten und mit 65 friedlich einschlafen)?, oder weil die Moderatoren im Radio viel zu jung sind, um mit dieser Musik was anfangen zu können?, oder ist das Sprachrohr der "Ostalgie" nur zu leise?

Ich bin selbst Modi bei einem kleinen Webradio. Und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, in unregelmäßigen Abständen, sogenannte (N)Ostalgiesendungen zu machen. Die "Hörerschaft" besteht zu 80% aus "Wessis" (ja, ich hasse diesen Ausdruck auch, aber "Bürger aus den alten Bundesländern" klingt genau so bescheuert), die kannten auch nur Puhdys, Silly und Karat. Mittlerweile wünschen sie sich auch Musik von Monokel, Joco-Dev, Uve Schikora oder Lift, da sie gemerkt haben wie vielschichtig doch eigentlich die DDR Musik war und noch immer ist. So leiste ich meinen bescheidenen Teil die "Ostmusik" am Leben zu erhalten. Und Deine HP ist eine Offenbarung für alle, die die DDR Musik kennen, oder kennen lernen möchten. Vielen Dank dafür!

Gruß aus Halle.....Frank

Michael per Mail am 04.Mai 2010

Hallo Peter,

Bei mir war es Mitte der 70ger wie bei vielen. Geschätzt wurde nur was Englisch war. Höre ich auch heute noch gern, aber als ich dann die Texte
verstanden habe, Brrrr.
 
So mit 16 kriegte ich dann mit, das die Ostbands ja über meine Problem und mein Lebensgefühl sangen. Die anfangs als störendes Beiwerk bei DT-64, Hallo, Notenbude usw. empfundene DDR-Musik, wenn man auf irgendeinen Westtitel zur Aufnahme lauerte, hat sich dann doch im Hirn verhakt.
 
Na ja und dann bei der Asche mit der verordneten Senderwahl wurde ja automatisch viel DDR gehört und manche Bands kamen ja auch in die Kasernen.
 
In der Studienzeit habe ich dann viele DDR-Bands live gesehen und meine vermutlich durch sächsischer Herkunft angeborenes Puhdys-Gen hat sich komplett aufgelöst, wenn ich auch den sächsischen Bands treu blieb. Ab Mitte 80er habe ich mich dann weniger für Rockmusik interessiert, vor allem nicht mehr für das Neue.
 
Nach der Wende, als alles an Westmusik quasi über Nacht erreichbar wurde und die Platten in die Ecke flogen, fehlte irgendwann was.
 
Initialzündung für die N(ost)algie war dann eines der ersten Konzerte von Sachsendreier. Selbst meine Frau, die nicht so sehr auf die langhaarigen Gitarren-und Bluesungeheuer stand, entdeckte wieder einiges längst vergessenes. Und im Freundeskreis hieß es immer häufiger weißt du noch, kennst du noch.
 
Westkollegen sind auch immer wieder erstaunt, wenn man ihnen Texte und Musik aus dem Osten vorspielt. Für mich trifft's  der Magdeburg-Titel "Alte Bänder wiedergefunden" ziemlich genau.
 
Obiges musste ich mal loswerden. Nochmals vielen Dank.
 
Viele Grüße Micha
Bernd per Mail am 21.11.2009

hallo!

Ich bin ja auch voll mit der ddr beatmusik aufgewachsen - ich werd im januar 49,jahrgang 61.
bei uns zu hause lief fast ständig nur das radio und habe da schon mehr oder weniger bewußt solch gruppen wie team4 bzw. thomas natschinski & gruppe, sputniks, theo schumann usw.gehört. natürlich wußte ich da noch nicht deren namen, aber gefallen hat mir diese musik.
ende 60er/anfang 70er kamen ja dann immer mehr gruppen dazu - modern septett,nautiks, electra combo, joco dev sextett,panta rhei,college formation, peter holten septett usw...
mit ich glaub, so 10 jahren hab ich franks beatkiste gehört-das muß so 71 gewesen sein. später dann beatkiste, notenbude....
das kam alles zwar erst abends,aber mein onkel (der mit im haus wohnte) hatte verständnis und ich durfte abends ab und zu heimlich sein kleines kofferradio mit ins bett nehmen. von monat zu monat und jahr zu jahr hab ich mehr und intensiver unsere musik gehört und erlebt.
am meisten habe ich mich auf die nachmittagssendung im radio ddr1 gefreut - da kam montags bis freitags von 15:05 bis 16:00 musik für junge leute mit dem titel ,,espresso´´ (titel von 67/68) von den berolinas als einleitung.
was mir auch sehr gefallen hat, waren auch gruppen unserer ,,sozialistischen bruderländer´´wie skaldowie, rote gitarren, skorpio, omega, hungaria,breakout,blue effect usw.

leider wird es diese ganzen titel in ca.20-30 jahren nicht mehr geben bzw. eher leider keinen mehr interessieren.
das sind nur noch wir in den 40er,50er,60ern,damit aufgewachsen sind.
paar einzelne gruppen oder titel wie das ,,ewige´´ am fenster, jugendliebe,der eine oder andere von karat, puhdys...wird VIELLEICHT dann noch ab und zu gespielt- aber selbst das glaub ich nicht.
in 20-30 jahren sind wir selbst ende 60 bis ende 70 und die jüngeren hören/kennen garantiert nicht mehr diese gruppen,
geschweige denn diese GANZ alten wie joco dev, holten, panta rhei usw....kennt ja heut kaum noch jemand der jüngeren generation.
ach mann, das ist alles so schade....seufz....
lieben gruß, bernd

 

Wolfgang per Mail am 17.09.2009

Hallo Peter, 

wie der Zufall es wollte, und nach einer wieder mal vergeblichen Suche von Songs der Rockgruppe Bürkholz, bin ich dann auf Deine Website gestoßen.

Ich muss schon sagen, ich war angenehm überrascht und gleichzeitig erfreut, dass sich jemand so intensiv mit dem DDR-Rock auseinandersetzt und gleichzeitig alle anderen daran teilnehmen lässt.

Ostrock war ja, oder besser gesagt, ist ein Teil meines Lebens, auch wenn dies etwas albern klingen sollte.

Ich war Anfang der 70er Jahre drei Jahre in einem Internat untergebracht, um dann für meine Eltern (und letztendlich auch für mich) das Abitur abzulegen, was im Übrigen auch gelungen war.

Im Internat herrschten strenge Regeln, Westradio war verpönt und auch untersagt, wurde trotzdem heimlich gehört, sodass DT 64 zum Alltag gehörte. So bin ich als Jugendlicher mit dem Ostrock zwangsläufig aufgewachsen. Natürlich gehörten auch LPs von Amiga und diversen Ost-Labels dazu, und die Sammlung wurde recht groß. Renft, Lift, Sterncombo Meißen, Karussell und Electra waren und sind meine großen Favoriten.  

Mit freundlichen Grüßen  Wolfgang

Ines und Gerhard per Mail am 25. & 27.02.2009
Hallo, Peter
 
zu meiner Schande muss ich, obwohl ich mich durchaus im Ostrock ein bisschen auszukennen glaubte eingestehen, dass ich nur ein lausiger Amateur bin. Zumindest im Vergleich zu Dir. Oder zumindest, was Deinen Fundus betrifft. In der Wendezeit hab ich alles, was irgendwie verramscht wurde in Massen gekauft, niemand wollte das haben. Ich hab jetzt etwa 680 Titel aus allen Sparten.
Ich teile Deine Auffassungen von Politik im allgemeinen und, was den Umgang mit DDR-Musik betrifft im besonderen, völlig. Ich gehe allerdings noch einen Schritt weiter: Ich glaube, dass damit unserer Generation,
der man im Westen nie so recht traut und trauen wird, das letzte Stück unserer Erinnerung genommen werden soll. Dass es mit dem Totschweigen noch nie so richtig geklappt hat, begreift man leider nicht.
Wenn ich allerdings die "Entwicklung" richtig einschätze, wird man in unserer Enkelgeneration damit Erfolg haben. Das wird unter anderem aber auch ein bisschen an Leuten wie Dir und mir liegen. Ich hab 3 Mädchen, die u.a. "Das Buch" a capella ohne Stockung von vorn bis hinten durchsingen können. Mein Enkelkind steht auf "LaFee".... mach was... :-)
Ich bin gebürtiger und bekennender Thüringer, habe aber auch 20 Jahre in Meckpomm gewohnt und arbeite jetzt in Luxembourg. Meine gesamte Verwandtschaft wohnt noch in der Erfurter Gegend, die Sippe meiner Frau in Demmin/Neustrelitz und Umgegend. Meine Familie ist mir noch anderthalb Jahren Solistendasein in Schweich/Mosel nachgezogen, aber, um der Frage zuvorzukommen, beerdigt werde ich hier nicht.
Wenn ich Deiner Meinung bezüglich des Umgangs mit Ostmusik, so wie wir sie verstehen zustimme, dann tue ich das aus Überzeugung.
Was unsere (Musik)Helden unter den nicht immer einfachen Bedingungen in der DDR geleistet haben (und leisten) kann nur unsere Generation
richtig bewerten. Es wird die Aufgabe solcher Menschen wie Du und, sicherlich im kleineren Rahmen auch ich bleiben, den Leuten die Musik unseres
Lebens in der DDR nahezubringen und zu bewahren. "Lernen ist wie schwimmen gegen den Strom, wenn Du damit aufhörst, treibst Du zurück." Ich weiß nicht mehr, wem das Zitat zuzuordnen ist, aber nichts ist so wahr, wie dieser Spruch.

Im übertragenen Sinne meine ich damit, dass es immer notwendig ist, die Meinung Anderer zu hören, darüber nachzudenken und die eigene Position zu überprüfen. Darauf in dieser Gesellschaft zu hoffen, halte ich für verlorene Liebesmüh, und, was ich besonders bedaure, auch wenn ich damals auf der anderen Seite stand: Die Rufe "Wir sind das Volk !" sind verstummt.

Lass uns wenigstens mit unseren Mitteln dafür sorgen, dass "unsere" Musik nicht verloren geht. Es ist und bleibt eine kraftvolle, lebendige Musik, die eine ganzes Volk mitgeprägt hat, also etwas, was ich der heutigen Musikszene nur in sehr beschränktem Maße zugestehe. Sie war gleichzeitig Ausdruck der Realität, der Kritikfähigkeit und der Sehnsucht der Menschen. Das meine ich mit lebendig und kraftvoll. 

Liebe Grüsse

 
Gerhard und Ines Linke
Arvid am 19.12.2008 per Mail
Hallo Peter,
 
Vorerst meine Anerkennung für Deine vortreffliche Homepage, die sicher eine Wahnsinnsarbeit gemacht hat,
und weiterhin macht, und die in diesen Zeiten auch mehr als dringend nötig ist.
So froh ich auch war, als 1989 die Mauer fiel, und die Genossen aus Wandlitz abtreten mussten,
so bin ich doch nicht bereit, mir das Gegenwärtige als Demokratie aufzuhübchen.
Die realen Macht und Herrschaftverhältnisse von heute mögen anderer Natur als vor 1989 sein, Sie sind allerdings
nicht weniger ekelerregend.
 
Zurück zur Kultur, dem Eigentlichem. So selten wie ich zu DDR Zeiten auch Ostrock gehört habe, so sehr vermisse ich Ihn heute.
Und da macht es froh und glücklich, wenn sich Leute wie Du finden, die sich so außerordentlich engagieren, um zu bewahren, was des Bewahrens auf jeden Fall wert ist.
Ansonsten mach weiter so, Dein Engagement wird gebraucht.
  
Viele liebe Grüße aus Oranienburg 
von Arvid Loerke 
Silke am 29.10.2008
 
Liebe fanatische Musikliebhaber,
 
ich hatte heute Morgen wieder etwas Zeit, somit konnte ich bei Euch schmökern. Da ich selbst sehr viel Konzerte besuche lese ich aber auch gern andere Berichte. So war ich auch beim Stern akustik Konzert....
Ich kann mich einfach vielen Berichten (ohne Worte) anschließen.
Da ich einige Musiker persönlich kenne, weiß ich, "die" schmökern auch bei Euch umher und machen sich schlau, lesen stolz Konzertberichte. (Micha Behm hat geschmunzelt, hat sich richtig gefreut!)
Ich bin sehr glücklich und dankbar über diese Seite, über fanatische Leute wie Du und andere und über Fans die einfach da sind.
Nur die Fans geben uns Kraft und Mut, einfach weiter zu machen, immer wieder aufzustehen, egal wie... 
Ich denke an Cäsar und es tut mir in der Seele weh, wie hat er als Mensch gerungen und immer wieder gekämpft. Wie oft ist er "gefallen" und wie oft ist er wieder aufgestanden.  Er wußte seine Fans warten.
Klaus Renft, Prüfer Heinz, Cäsar...Musiker mit Kraft und Power und Wille. Ohne Fans geht gar nichts!!! Deshalb Danke ich Euch für Eure Zeit und Mühe. Herzlich Silke
Frank am 02.09.2008
 

Hallo, Peter !

Zu dieser Seite bin ich gekommen wie die berühmte Jungfrau zum noch berühmteren Kinde.

Zunächst beglückwünsche ich Dich zu dieser Homepage und stimme ein in den positivenTenor bzgl. der Ostmusik im Allgemeinen und dem Ost-Rock im Speziellen. Ich will mich nicht des Langen und des Breiten über bereits vielfach Dargelegtes auslassen. Was Du machst ist absolut ok.

Ich bin Sachse, Baujahr '50 und sehe in meinem Alter vieles sehr viel nüchterner als zu Jungspund-Zeiten, da ich selber noch Musik machte. Seit ich in B.-W. (Muschterländle) leben muß - der Arbeit wegen - kommt schleichend zunehmend eine gewisse Wehmütigkeit über mich ob des Verlorenen. Man möge mich jetzt wieder mit der gegenwärtig bevorzugten Stink-konservativ-Polemik der angeblichen "DDR-Verklärung" zeihen - sei's drum: Nicht alles in der DDR war schlecht. Und wenn mich 'n Wessi fragt "Was denn z.B. ?", sage ich: Die Musik ! Die Leute, die in der DDR Musik machten, hatten 'ne Ausbildung ... und das hört man heute noch.

Wenn sich im Westen ein P. Maffay (Mann, hab' ich den gefressen) eine Lederjacke auf den nackten Oberkörper zieht, bildet der sich ein, er wär 'n Rocker. Dessen "Über sieben Brücken...." ist eine einzige Hinrichtung des Karat-Titels ... schwammiger, schnulziger, schmachtfetziger geht's nicht. Gut, meine Meinung.

Es gab eine Gruppe "Scirocco" - für mich nicht unbedingt der Kracher - aber die Jungs hatten mal in einem Lied eine interessante Textzeile eingebracht. Es ging um etwas Fehlendes, das sie so umschrieben: "... so wie die Bassgitarre, die manche dann nur hören, wenn sie auf einmal nicht mehr klingt ...". Einfach formuliert, aber absolut zutreffend. Genau so ist das mit der DDR-Musik (ich schließe den Schlager einfach mal mit ein). Und so erklärt sich halt vieles, was sich ein gelernter Ossi gernzurückwünscht, weil es ihm einfach fehlt. Und so stehen mir halt die Haare zu Berge, wenn man mir aus Westsicht die DDR über einen Sch....-Film wie "Die Frau vom Checkpoint Charly" erklären will. Ich gebe zu, ich bin jetzt in der anderen Rubrik gelandet.

Zurück zur Musik. Die sog. U-Musik in der DDR war gehandicapt durch die Betonköpfe, die in der Unterhaltungsbranche das Sagen hatten. So auch bei der Auswahl der Titel, die auf Platte gepresst wurden. Das Resultat ist bekannt - viele Lieder sind über den Jordan gegangen oder vergammeln auf Bändern in irgend einer Ecke. Leider, leider, leider haben aber auch heute wieder bei der Auswahl von neu aufzulegenden DDR-Materialien teilweise (!!!) Leute zu bestimmen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

So sucht man eben immer noch vergebens nach Titeln, die, wie es woanders schon lange gang und gäbe ist, so genannte Eintagsfliegen darstellen.

Man wird mich nach Beispielen fragen - gerne. Ich brauche nur das Alphabet durchzugehen.

Also: A - Alexanders, B - Berolinas, F. Bartzsch, C - Centric, D - Dresden-Sextett, Dobberschütz, F - Franke-Echo, G - G.-Stein-Combo,H - Horst & Benno und, und und. Wo ist Henry Kotowski, wo die Sieghart-Schubert-Formation mit Holger Biege ... den Titel mit der Textzeile "... mein Schädel brummt mir wie ein Bienenhaus ... " suche ich immer noch (keine Ahnung, wie der genau heißt).

Tja, eine solche Aufarbeitung der Musik-Geschichte würde vielen DDR-Musikfreunden was bringen. Stattdessen arbeitet man andere Dinge auf - wie ich heute wieder im Video-Text las: DDR-Sportgeschichte. Und ansonsten das leidige Thema Stasi - will das eigentlich noch jemand wissen ? Millionen gehen an Frau Birthler .... wie viel Musik könnte man dafür zu geringen Preisen pressen.

Peter, was Du tust ist aller Ehren wert. Also nochmals von mir meine allerhöchste Wertschätzung, und mach weiter so.

Es grüßt Dich sehr herzlich

Frank, der zwangsbaderer Sachse

Riaka am 15.08.2008

 

Hallo Peter! (Ich hoffe, dass du mir das Du verzeihst!)
 

Womit eigentlich anfangen? Am besten am Anfang…
 

Ich bin Jahrgang 65 – natürlich 1965. Bin also ein echtes DDR Kind und auch noch stolz darauf!!! Schlimm, oder? Mittlerweile bin ich geschieden, aber immer noch Mutter zweier Kinder. Und ich lebe – mit ganz wenigen Unterbrechungen – seit meiner Geburt in Nordhausen.
 

Ich hatte eine ganz normale DDR Biografie: Kindergarten, POS, erst Lehre, dann Studium. War zunächst Jung – und später Thälmannpionier, dann FDJler.
 

Schon zu DDR Zeiten habe ich in allen möglichen Berufen gearbeitet…zunächst in meinem erlernten, später als (Hilfs)Kindergärtnerin und Verkäuferin.
 

Nach der Wende habe ich eine Umschulung gemacht und arbeite seit einigen Jahren in der Seniorenbetreuung. Im Augenblick in einer Tagespflege für Senioren, was mir sehr viel Spaß macht. Es geht dort nämlich hauptsächlich um die Betreuung und nicht in erster Linie um die Pflege. Auch das Wort Senioren ist in diesem Zusammenhang  nicht ganz zutreffend, weil die zwei jüngsten Tagesgäste gerade mal 54 und 55 Jahre alt sind.
 

Warum ich Dir das alles schreibe? Weil ich eigentlich genau wegen dieser Arbeit auf Deine Seite gestoßen bin!!!
 

Eine unserer wöchentlichen Beschäftigungen ist das Gedächtnistraining. Es ist nicht immer einfach ein Thema zu finden, dass nicht nur alle interessiert, sondern bei dem auch wirklich jeder mitreden kann. Neulich nun hatten wir das Thema DDR.
 

Ich habe mich mit Feuereifer auf dieses Thema gestürzt…mit allem was dazu gehört! Verstehe mich bitte nicht falsch: ich habe nie vergessen wo ich hergekommen bin! Ganz im Gegenteil…
 

Schlage ich die Zeitung auf, stelle das Radio oder Fernsehgerät an, finde ich mich nicht wieder.
 

Ich habe es selten erlebt, wie jemand mir mit einem Satz so aus der Seele spricht. Dem ist nichts hinzuzufügen…
 

Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich zu den ewig Gestrigen gehöre oder mir die DDR verkläre…aber mir fallen größtenteils die schönen Dinge ein.
 

Der Zusammenhalt, das freundliche Miteinander, das Sich auf einander verlassen können…aus heutiger Sicht soll das alles staatlich verordnet gewesen sein…
 

Ich bin sehr froh, dass ich diese Zeit miterlebt habe und mal ganz ehrlich: wenn ich die Möglichkeit hätte…ob ich sie nicht doch wieder zurück haben wollte?
 

Bei unserem Gedächtnistraining haben die Leute berichtet, wie sie nach dem Krieg neu anfangen und aufbauen mussten – Nordhausen war eine der am meisten zerstörten Städte Deutschlands – wie sie geheiratet und ihre Kinder großgezogen haben. Nicht einer von ihnen wäre jemals auf die Idee gekommen, seinem Kind etwas anzutun…im Gegenteil. Nicht jeder hatte einen geraden Weg, aber wer hat den schon…
 

Es gab zu allen Zeiten Mängel, Dinge die ihnen nicht gefielen oder die sie gerne anders gehabt hätten. Aber keiner von ihnen war verbittert. Eben weil es die kleinen Dinge waren, an welche sie sich besonders gern erinnern! Ist das falsch?
 

Was ich damit sagen will: ohne verklären zu wollen…gibt es nicht doch Dinge die es wert waren bzw. wert sind gerettet zu werden oder wieder neu zu leben?
 

Also habe ich noch einmal recherchiert was das Zeug hält! Über jede kleine Erinnerung habe ich mich gefreut, so viele Dinge, welche man doch eigentlich schon fast vergessen hatte!!!
 

Sei es DDR Literatur, alte DDR oder sagt man besser DFF Serien, DEFA Filme, Erinnerungsstücke egal welcher Art…wie leichtfertig man doch alles aufgegeben hat!!!
 

Nur mal eine kurze Episode:
 

Zur Zeit der Wende arbeitete ich gerade als Verkäuferin in einem Laden für Lacke, Farben und Renovierungsartikel aller Art. Unsere Stadt liegt ja im grünen Herzen Deutschlands – in Thüringen. Bekannter weise produziert man dort ja mit die beste (Brat)Wurst. Aber während dieser Zeit stürzte sich alles auf eine Fleischerkette aus dem goldenen Westen. Manchmal verirrte sich auch ein Kunde aus der damaligen BRD in unseren Laden. Man redete dann über Gott und die Welt…manche waren recht überheblich, aber es gab auch andere. Sie erkannten neidlos an, dass auch wir ein Recht auf Stolz für das Geleistete haben und uns nicht unter Wert schlagen sollten. Einer von eben diesen sagte einen Satz, der mir in letzter Zeit wieder sehr oft ins Bewusstsein dringt: Ich verstehe euch nicht. Ihr Thüringer macht doch die beste Wurst, warum in aller Welt gebt ihr das auf. Eines Tages wird euch das verdammt leid tun! Recht hat er!!!
 

Ich denke, du weißt was ich meine!
 

Ich will dir einfach danke sagen. Ein ganz liebes und nettes Dankeschön!
 

Es sind Leute wie du: denen es Leute wie ich zu verdanken haben, dass sie – nicht nur, aber auch – ein schönes großes Stück Erinnerung mehr,  vielleicht aber auch ein großes Stück Gegenwart und Zukunft haben.
 

Danke! Danke! Danke!
 

Danke für die Zeit die du inventierst, danke für den Fleiß und die Liebe die man deiner Homepage sehr deutlich anmerkt, danke für dein Engagement! Danke!!!
 

Denn all die Schätze sind es wert, dass man sie bewahrt!
 

Da fragt man sich dann auch, sind die Bürger für die Medien da, oder müsste es nicht umgedreht sein? Recht hast du!!!
 

Meine Tochter Julia wird 20, mein Sohn Christian wird 16 Jahre. Nur aus den Medien heraus…sie würden von Ostrock null Ahnung haben!!!
 

Mittlerweile kennen sie viele Titel, die sie richtig gut finden. Klar gehört KARAT dazu, Jugendliebe von Ute Freudenberg, Dirk Michaelis‘ Als ich fortging, Petra Ziegers Der Himmel schweigt, die PUHDYS sowieso, ELECTRA, City… jetzt entdecken wir gerade Stern Meißen und Holger Biege…Robinson und Sagte mal ein alter Dichter haben es nicht nur ihnen angetan. Mittlerweile entdeckt auch ihr Freundeskreis diese Art von Musik!
 

Und sie setzten sich damit auseinander, dass gute Musik gute Texte nicht ausschließen muss. Vielleicht finden sie manches etwas nostalgisch. Aber zum größten Teil können sie mit dieser Musik etwas anfangen.
 

Aber, man muss sie ihnen doch wenigstens präsentieren!!!
 

Vor ein paar Wochen waren wir gemeinsam bei einem Auftritt der PUHDYS und auch da stimme ich dir vollkommen zu: Ein "Puhdys" Konzert z.B. ist immer wie ein Volksfest, da kommt jung und alt, da fühlt man sich zu Hause. Genau!!!
 

Zum diesjährigen Rolandsfest trat Petra Zieger auf. Sie hat einen Auftritt hingelegt, eine Power…und hat die Herzen im Sturm erobert!
 

Mein „drittes Kind“ Daniel – der beste Freund meines Sohnes und schon fast zur Familie gehörend – moderiert in unregelmäßigen Abständen beim OKN Offener Kanal Nordhausen. Jetzt wird dort des Öfteren Ostmusik gespielt!
 

Unser kleiner bescheidener Beitrag.
 

Vielleicht kann ich ja irgendwann einen noch größeren leisten!
 

Jetzt noch etwas anderes, was mich wirklich sehr beschäftigt.
 

Als ich deine Homepage durchforstet habe, bin ich auch auf Sabines aufmerksam geworden. Seitdem beschäftigt mich die Sache doch sehr…
 

Ich weiß nicht warum Das geschehen ist, aber das Wie und Warum es geschah… Wenn ein so junger Mensch stirbt, fühlt man sich betrogen. Besonders wegen der Umstände unter denen es geschah…
 

Welche Gründe zur Haft geführt haben, darüber will ich mir kein Urteil bilden, dafür weiß ich zu wenig… Doch seit ich mich damit beschäftige, habe ich Eindrücke gewonnen, die so nicht zugelassen werden dürfen!!!
 

Sabine hat alles Recht der Welt zu erfahren wie ihr Mann gestorben ist!!! Wer andere Menschen in die Pflicht nimmt, hat auch die verdammte Pflicht die seinige zu erfüllen!!!
 

Entschuldige bitte, dass ich diesen Weg gewählt habe, aber für das Gästebuch war es mir doch etwas zu viel…


 

Liebe Grüße! Riaka

Micha am 04.08 2008

Hallo Peter, 

Überhaupt möchte ich Dir erst mal ein Riesenkompliment machen. Ja, es ist mega, dass Du diese Musikschätze hütest und nicht verstauben lässt. 

Klar, ich oute mich wirklich als Petra Zieger Fan und bin der festen Meinung, dass Ihr Hit 1989/90 „ Das Eis taut“ mit dem gleichnamigen Clip ( siehe YouTube) auf den 1. Platz gehört. Hit und Clip geben in drastischen Bildern die Stimmung / Aufbruchstimmung  in der Wendezeit wieder. Outfit und Musik entsprachen dem Zeitgeist und stellten eben nicht eine dröge, hässliche DDR dar, sondern Zerrissenheit, Fragezeichen und jugendlichen Optimismus. Es hat mich fast umgehauen, als ich am Wochenende im MELLOWPARK, Berlin beim German Open 2008 den Clip von Petra gesehen und gehört habe und das nachts mit tausenden Jugendlichen – das war Gänsehaut pur..... 

Was mich an Petra Zieger besonders fasziniert ist, dass sie konsequent ihren rockigen, deutschsprachigen Stil weiterverfolgt, sich eben nicht nach der Wende angebiedert und auf „Verfolgte des SED Regimes“ gemacht hat, sondern durch sich selber überzeugt. Siehe neues Album „Nimm mich“ www.petra-zieger.de

Dazu gehören auch andere Bands, wie LIFT, Stern Combo Meissen............ 

Ich lese und höre gern wieder von Dir. 

Sei herzlich gegrüsst  Micha

Uwe aus Leipzig am 14.06.2008

Hallo Peter

Ich verfolge deine Seite schon einige Zeit, echt klasse. Vor allem deine Philosophie und Musikseiten finde ich hervorragend und stimme Dir voll zu. Ich bin Baujahr 62 und eingefleischter Ossi, zum 2. mal Arbeitslos seit dem "neu Anfang" und finde nichts an den heutigen Stars und Sternchen.
Leider weis man nicht so genau wie vielen der ehemals 17Millionen es genau so geht. Ich habe einen Traum von einem Woodstock des Ostens. "Power
from the Eastside" das ich wohl niemals zustande kriegen würde, aber mit DIR und deinen Kontakten vielleicht möglich würde. Vielleicht würden ja viele der Totgeschwiegenen Bands kommen zu einem großen Medienwirksamen Event des Protestes, der Rückbesinnung und der Hoffnung.
Schreib doch mal was Du davon hälst.

Viele Grüße aus Leipzig, Uwe

Steffen am 05.06.2008

Hallo Peter,

heute möchte ich nun endlich die Gelegenheit ergreifen, um meinen schon lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen. Ich möchte Ihnen hiermit meine tiefste Bewunderung und uneingeschränkte Anerkennung für Ihren Fleiß und Ihre Mühe zollen. Ihre Seite ist mit so viel Liebe und Herzblut recherchiert und umgesetzt, was sie zu etwas ganz Besonderen und Einzigartigem macht. Da auch ich in der DDR groß geworden bin, interessiere ich mich als musikbegeisterter Mensch natürlich für unsere Musik von damals. Besonders die Musik der Puhdys machte mich zu ihrem Fan.

Wunderschöne Konzertbesuche unter anderem in der Freilichtbühne "Junge Garde", Speedway-Arena Meißen, oder auf der Hutbergbühne in Kamenz werden in Erinnerung bleiben. Um so schmerzhafter der Auftritt, nach der so genannten "Wende" in Borthen. Die Puhdys spielten zwischen Obstkisten vor nicht mal mehr als 300 geschätzten Besuchern. Damals dachte ich, es ist alles vorbei. Glücklicherweise aber bleibt Qualität bestehen. Heute beschäftige ich mich intensiver mit den Produktionen auch der anderen Künstler. Besonders die weniger publizierten Lieder, welche außerhalb der x-ten "Good bye DDR" CD zu hören sind, haben es mir angetan.

Bei der Suche nach Hintergrundwissen bin ich dann auf Ihre HP gestoßen. Zuerst glaubte ich das nicht, was ich da sah. Bei diesem gigantischem Umfang fürchtete ich um die Präzision der Angaben. Doch je öfter ich Ihre Seite besuchte, umso deutlicher wurde mir klar, das meine Bedenken vollkommen unbegründet waren. Für mich sind Sie mit Ihrer Seite die unangefochtene Nummer 1 auf diesem Gebiet im Netz. Ich möchte Ihnen helfen, Ihre Seite weiter zu vervollständigen und schicke im Anhang eine Datei "Lyrics.rar", welche ein paar Liedtexte, die ich noch nicht auf Ihrer Seite finden konnte, enthält. Abschließend noch einmal Danke für Ihre Mühe und machen Sie weiter so!

Anna am 27.04.2008


Hallo Peter! (darf ich du sagen?!)

besuche nun schon seit einiger zeit deine seite die wie ich betonen muss einfach genial ist. Bin erst junge 20 aber seit ca 6 jahren in "unsere" musik verliebt. bzw überhaupt alles was damals in der ddr gut gewesen ist.und lese das neue deutschland;-) bin baujahr 88 also hab ich davon nich soo viel mitbekommen bin aber stolz drauf ein ossi zu sein.

wir veranstalten auch regelmäßig unsere sog. Ossi Abende.(ein kollektiv von ca 10 leuten).da lassen wir die DDR mit sachen wie der olsen bande,erich, wunschbriefkasten mit musik beiträgen von Veronika fischer, Jürgen walter, monika herz oder auch rockhaus und city wieder auferstehen (langer satz gä;-))

das nur mal so nebenbei. Und deine seite bietet viele infos die uns sehr helfen und die einfach spass machen zu lesen und vielleicht mal die alten platten rauszukramen.

Liebe Grüße Anna

Kristin am 29.01.2008

Hallo,

ich wollte mich eigentlich nur mal bedanken für diese tolle Seite!!!

Ach ja, um wieder mal ein bisschen Mut zu machen, dass so super Musik nicht vergessen ist ... wollt ich nur anmerken, dass ich 16 Jahre bin und besonders Musik von City und Silly liebe!! Mein Idol ist schon seit einiger Zeit Tamara Danz. Ich bewundere sie einfach für alles, was sie getan hat ... wie sie ihre Meinung frei heraus gesagt hat und dann auch tatsächlich dahinter stand (was ja heutzutage eher mit Mangel glänzt - da wird dauernd geleugnet, was man eigentlich selbst gesagt hat). Sie war so eine bewundernswerte, starke Frau, die leider viel zu früh gestorben ist. Doch durch ihre Musik wird sie garantiert nie vergessen!! Auch gerade wegen den klasse Texten .... besonders die, die sie selbst geschrieben hat. Ich liebe zum Beispiel "Traumpaar" ... wie genial hat sie doch die Wiedervereinigung beschrieben (dass es in dem Song darum geht, hab ich erst laaaaange nach dem ersten Hören herausgefunden). Ich hab dauernd überlegt, was für eine Hochzeit denn 1989 war, die so großartig gewesen sein muss, dass Tamara darüber schreibt :-) Na ja, irgendwann is` mir dann ein Licht aufgegangen und plötzlich klang auch alles total logisch ... so is das eben. Schade nur, dass ich nicht mehr die Chance habe, sie mal persönlich kennen zulernen ... ich würde einfach nur mal gerne mit ihr über alles mögliche reden ... fragen, wie sie über einige Dinge denkt oder ihr einfach sagen, dass sie für mich die großartigste Sängerin ist (und auch generell die großartigste Person, soweit man das sagen kann, wenn man sie nur aus'm Fernsehen und so kennt).

Okay, ich bedanke mich herzlich für die Aufmerksamkeit :-) ... ich wollte das einfach mal an jemanden loswerden, der genauso begeistert ist von Ostmusik wie ich. (Obwohl das bei Leuten meines Alters wahrscheinlich eher selten is, dass da nicht nur die Charts auf und ab gehört werden, sondern auch gute deutsche Rockmusik aus den Boxen dröhnt)

Viel Glück für die Zukunft und für die Familie weiterhin ... nochmals ein großes DANKE und ein dickes LOB!!!!

LG

Reinhard am 23.11.2007

Lieber Peter,

vielleicht weißt Du nicht, wie oft unbemerkt Leute auf Deiner Seite sind. Ich jedenfalls bin sehr oft dort. Und bin dankbar, daß es jemanden gibt, der die Erinnerungen bewahrt, Erinnerungen an eine Zeit und an etwas, das nur unter widrigen Umständen in einem Land entstehen konnte, das "DDR" genannt wurde. Nicht das Land möchte ich preisen, sondern das, was trotzdem in diesem Land entstand. Denn es hat seine besondere Prägung, lebte nie mit dem Verdacht des Kommerzes, sondern fand Wege, Botschaften so zu verschlüsseln, daß diese eine Zensur passierten und dennoch verstanden wurden. Eine wunderbare, eigene Form der Kunst war das. Und Du bist einer der Bewahrer und Chronisten dieser Zeit und dieser Kunst. Dafür ein großes Dankeschön!

Meine Liebe galt Gruppen, wie Renft (Du hast freundlicherweise meinen Bericht aus Medingen veröffentlicht), Reform, Stern-Combo-Meißen, Magdeburg, Panta Rhei usw. Das war alles Teil meines Lebens.
 

Ich bin froh, daß es Deine Seite gibt.   Liebe Grüße - Reinhard

Claudia & Axel am 09.08.2007 aus Mutterstadt

Hallo Peter,

wir waren diesen Sommer als gestandene ehemalige DDR-Bürger das erste Mal (!!!) in Ungarn. Warum schreibe ich Dir das? Nicht, weil ich auch ca. 48 (Jg. 1960) bin.

Sondern, weil wir auf unseren Touren durch Ungarn so viel Oldies von Hungaria, Illés, Fonográf, Omega etc. im Radio gehört haben, dass ich zu Hause sofort den Plattenspieler angeworfen und die alten LP's herausgesucht und durchgehört habe. Auf der begleitenden Recherche im www bin ich dann auch auf Deine http://www.ostmusik.de/ gestoßen und lese seit dem (fast) jeden Abend, wenn meine Claudia bereits ihre müden Augen pflegt.

Mich überwältigte sofort die Informationsflut und die aktuellen Recherchen, die dies bestimmt erst alles möglich machten und machen.
- alle Achtung und Hut ab!
Traurig stimmt mich auch der Tod von Matthias Schramm, auf den Du - natürlich - aktuell verweist.

Wir (Claudia u. ich) haben auch eine simple priv. Homepage (www.balko-fieberg.de) und werden - wenn Du das möchtest - gern auch auf Deine Seiten verlinken. Im Rahmen unserer "Urlaubsberichte und -fotos" möchte ich - aus gegebenem Anlass Ungarnurlaub - auch mal meine (bescheidene) Plattensammlung von Pepita & Co. präsentieren und dabei auch auf "www.ostmusik.de/ungarnindex.htm" verweisen.

Gruß

Axel und Claudia
aus Mutterstadt

Søren am 25.07.07 aus Kopenhagen

Hallo Peter,

 
Ein Ostrock-Fan aus Copenhagen, Dänemark grüsst Sie.
Ich habe schon seit einigen Jahren ihre Homepage verfolgt und finde, dass "Ostmusik" die beste "Update" zum Thema Rock aus dem Osten ist.
Sehr interessant vor allem die Pressetexte aus damals und jetzt, sowie die ausführlichen Bandbiographien.
 
Ich bin 37 Jahre alt, kenne die Ostrock erst seit dem Jahre 2000, wo ich wegen einer Arbeit an der Universität auf Renfts "Wer die Rose ehrt" gestoßen bin. Seitdem habe ich im Internet gesucht, Platten gesammelt, Bücher gelesen und auch zweimal Konzerte besucht, Renft auf Rügen 2003 und Jonathan Blues Band 2004 bei einen privaten Geburtstagfeier in Berlin.
 
Ich habe ein Bild von einer Karatsingle beigefügt, ich glaube die fehlt noch unter den BRD-Singles.
Man kann schon Ostrockplatten hier in Dänemark finden, sowohl Amiga als Pool-Ausgaben.
Wenn man sehr viel Glück hat findet man zum Beispiel eine voll autographierte "Bataillon d'Amour" :-)  ... darauf bin ich natürlich sehr stolz.
 
Alles Gute,
 
Søren P. Hansen
Carsten am 24. Mai 2007
Hallo Peter,
 
hab deine Seite durch Internetstöberei gefunden.
unglaublich, wie viel Herzblut, Mühe und Recherche drin steckt.
Besuche deine Seite mehrmals in der Woche um selber interessantes zu erfahren und musikalische Lücken zu schließen.
Bin mehr oder weniger damit groß geworden, was man so mitbekommt wenn man erst 1973 geboren ist.
Für mich verkörpert diese Musik noch Ehrlichkeit und künstlerische Überzeugung ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund. Es steht noch eine gewisse Aussagekraft und auch Feuer dahinter ,was man heute definitiv nicht mehr findet (mir eitern die Ohren wenn ich das Radio anmach!).
Wenn man nur als Beispiel Liselotte Reznicek aufführt, mit welcher Inbrunst und Leidenschaft sie sich zur Musik äußert. Sowas sucht man unter den Newcommern.
 
Komme aus Sachsen-Anhalt und wohn dort heut noch.
Beim gelegentlichen hören meiner ostalgischen Sammlung ist meistens parallel dazu deine Seite offen um mein musikalisches Wissen zu erweitern.
Ich denk mal, mir geht's so wie vielen tausend anderen auch: Augen kurz zu und der Ritt in der Zeitmaschine beginnt.
Habe beim stöbern in meiner DDR-Musik-Sammlung einen Uwe Kolberg gefunden zu dem ich aber in deiner überaus umfangreichen Listung nix finde.
Soll das kein Künstler der "alten Garde" sein ?
 
Wie schon erwähnt bin ich auch etwas zu jung um mit musikalischer Erinnerung daher zu kommen, jedoch sind Größen wie Karat ,Puhdys, Silly ..usw. schon am "Erwachsenwerden" maßgeblich beteiligt gewesen.
Klar hat man Mitte der 80er auch PetShopBoys, Michael Jackson, Kim Wild und Depeche Mode usw. gehört.
Nur muß es ja einen Grund geben, warum diese nicht mit so einer Nachhaltigkeit aufwarten. Kommerz kann die Ursache sein oder auch die mangelnde regionale Verbundenheit ... wer weiß.
 
Jedenfalls werd ich Dich an alle Gleichgesinnten weiter empfehlen, da deine Arbeit eine Bereicherung für die
Deutsch-Musik-Interessierten ist.
Ich wüßte nicht das was ich heut weiß ,ohne deine Seite. so.. über alles Informative dankbar ,verbleibt:
Carsten
Norbert am 31.01.2007

Hallo Peter,

ich bin sehr froh und glücklich, dass es rockradio.de und deine Internet-Seite zur Ostmusik gibt. Die kommerziellen Radiosender kann man wirklich bald nicht mehr hören. Das gleiche gilt auch für das Fernsehen. Die reinste Verblödung, seit es den Menschen gibt. Mir leuchtet auch nicht ein, das westdeutsche Importe als mdr-Intendanten und Programmchefs ostdeutsche Anliegen vertreten, die die Leute hier mit ihren alltäglichen Problemen zu kämpfen haben interessieren.

Einfach Sendungen zu machen über Menschen, die hier im Osten geboren sind, Kindheit, Schule (da gab es noch kein PISA ), Lehre ( da gab es auch keine Ausbildungsverweigerung von Betrieben, da wurde noch ausgebildet und den Jugendlichen eine faire Chance zum Leben und eine Zukunft gegeben und junge Leute konnten Familien gründen und auch Kinder haben) verbracht haben. Leute, die hier im Osten gelebt, gearbeitet haben und auch im Osten geblieben sind, und welch ein Wunder auch Arbeit hatten, werden heute durch zunehmender Arbeitslosigkeit immer mehr vom Leben ausgegrenzt und es wird ihnen kaum noch ein Chance zum Leben gegeben! Das merke ich immer mehr an der eignen Haut und hätte das niemals gedacht, das dies im 21.Jahrhundert möglich ist und das in einem der reichsten Industriestaat!!!!!!!!

Und die Lebensgefühle von Menschen die an den Osten, ihrer Heimat hängen und sehr mit ihr verbunden sind, zu ignorieren und erst gar kein eigenständiges Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen im Osten entstehen zu lassen, sogar zu verhindern, das denke ich ist die Aufgabe dieser sehr hoch bezahlten Medien-Macher. Auch aus diesem Grund könnte ich mir vorstellen, das der Beitrag über dich nicht im mdr gesendet wurde. Wenn ich da an die Thüringer CDU-Regierung denke, ist mir klar welche Interesse ein ehemaliger Wirtschaftsminister aus Bayern vertreten hat. Auf keinen Fall die Interessen von Thüringen - natürlich nur Wirtschaftsinteressen von bayerischen Firmen und Konzerne (siehe Müller-Milch ). Eine Regierung (und da sind alle Parteien und Politiker gleich ), die zuschaut, wie Betriebe reihenweise geschlossen werden, die Jugend davon läuft, weil sie hier keine Perspektive haben (keine Lehrstelle und danach keine Arbeit) und ihre Eltern teils beide ohne Arbeit sind und sich hier in ihrer Heimat  aus Ostzeiten etwas geschaffen haben und nun durch Hartz IV wie Verbrecher im offenen Strafvollzug hingestellt werden, da kommt mir alles hoch und ich könnte pausenlos speien!!!!!

Den City-Song "Schwestern und Brüder " habe ich in keinen kommerziellen Radiosender gehört und im Fernsehen erst recht Fehlanzeige. Deshalb bin ich dir sehr dankbar und man muss in der heutigen Zeit auch sagen, das du den Mut hattest ihn zu spielen - Nochmals Danke dafür.

Viele liebe Grüße und Ausdauer für dich und den Wunsch, sowie die Hoffnung, das du niemals aufgibst.

Norbert

Regina aus Potsdam am 22.01.2007
 
Hallo Peter,
 
gestatte, dass ich dich duze, denn immerhin sind wir fast gleich alt. Ich bin durch einen Riesenartikel aus dem "Neuen Deutschland" (jaaaaaa...das gibt es immer noch, aber heute in einem weitaus komfortableren Format und mit interessanteren Artikeln  ;-)) vom Wochenende auf dich und dein Wirken in Sachen "Ostmusik" gestoßen und war einfach begeistert. Es ist gut, dass es Leute wie dich gibt, die mit sehr viel Engagement dafür sorgen, dass die DDR-Musik und damit ein Stück unseres Lebens nicht in Vergessenheit gerät. Mit großem Interesse habe ich schon einen Teil deiner Homepage gelesen und kann dir in vielem nur zustimmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass man uns unsere Geschichte nimmt. Und dazu gehört auch unsere Musik.
Gern erinnere ich mich daran, wie ich dazu kam, diese Musik zu mögen. Bis zu meiner Pubertät saß ich zusammen mit meinen Eltern vor dem Radio und hörte nur Schlager, vornehmlich die einschlägigen Schlagerparaden vom NDR, den wir ja in meiner Heimat Mecklenburg gut empfangen konnten. Aber dann kam die Zeit, in der man lieber mit sich und seiner Musik allein war. Und da ich nur eine richtig alte "Russenhuddel" von Kofferradio hatte, verzog ich mich damit in der schönen Jahreszeit oft in den Garten. Aber mit Entsetzen musste ich feststellen, dass ich die bisher konsumierten Sender nicht aus diesem Gerät hören konnte, sondern nur so was wie "Stimme der DDR", "DT-64 Berliner Rundfunk" u. ä. mit Sendungen wie "Metronom" und "Beatkiste". Ich fand diese Musik grauenhaft...!!! Aber ich hielt durch ;-)) und hörte weiter....bis ich mich eines Tages nicht nur daran gewöhnt hatte, sondern auch viele Titel richtig mochte und gern hörte. Und dann kamen die X. Weltfestspiele in Berlin, in deren Vorfeld viele Gruppen entsprechende Titel raus brachten. Auch die Sendung "Rund" im Fernsehen spielte viel davon, und es war inzwischen ein Muss geworden, die Puhdys, Renft und andere zu sehen und zu hören.
Na, und heute ist man wirklich froh, wenn man im Radio mal was aus den alten Zeiten zu hören bekommt. Aber ich habe noch viele Schallplatten mit Karat, den Puhdys, Ute Freudenberg, Elektra und anderen, die ich immer wieder mal auflege. Auch Omega ist dabei mit dem wunderschönen Titel "Mädchen mit Perlen im Haar". In meinem Freundeskreis sind die Ostrock-CD sehr beliebt, und wenn irgendwo die "Jugendliebe" erklingt, bleibt niemand ruhig, sondern singt lauthals mit. Ein besonderes Ereignis waren die Auftritte des "Sachsendreiers" und von City zu den Stadtwerkefesten hier in Potsdam.
 
Oh je, so viel wollte ich nun gar nicht schreiben, aber wenn man mal ins Schwärmen gerät...;-))
Nur noch eines: ich wollte dir gern den Artikel aus dem "ND" schicken, nur ist er so groß, dass ich ihn nicht im ganzen Stück scannen kann. Und zerpflücken möchte ich ihn auch nicht, da  ein großes Bild mit "Maschine" drauf ist. Falls du ihn gern haben möchtest und anderweitig keine Möglichkeit hast, ihn dir zu besorgen, würde ich ihn auch per Post schicken. Dazu bräuchte ich aber deine Adresse.
 
So, bevor dies jetzt doch noch ein Roman wird, möchte ich dir nur noch alles Gute und weiterhin viel Elan bei deinem Projekt "Ostmusik" wünschen.
 
Liebe Grüße
 
Regina aus Potsdam
Norbert am, 12.12.2006

Hallo Peter,

Mein Musikwunsch zur Silvester-Sendung ist das:

" Liebeslied " von der Klaus Renft Combo

Nun fallen mir natürlich noch einige mehr Songs ein, die genauso auf diese Linie passen, wie z.Bsp. diese:

Wenn ein Mensch lebt - Puhdys / Geht es dir gut  -  Cäsar / Flieg ich durch die Welt  -  City / Abendstimmung  -  Karat / Melanie  -  Puhdys / deutsch, russisch, englisch  -  City / Kein Paradies  -  Puhdys / Und ich sehn mich nach dir  -  Metropol

ich denke die Songs passen gut zu einer Silvester Sendung und man kann dazu ganz gut tanzen und sie bringen durch ihre Power und Dynamik auch jede Menge "Gute-Laune-Stimmung" in jede Party. Und ein guter Omega-Song passt genau so rein wie ein langsamer Song von Lift, Electra, Karussell und von der Stern Combo Meißen.

Nun noch ein paar Gedanken, die einen so in dieser Situation durch den Kopf gehen und die man auch  manchmal loswerden muß.

Du hast schon recht, daß dafür nicht die normalen DDR-Bürgern 1989 auf die Straße gegangen sind. Die Leute zur Wendezeit wollten eigentlich nur eine bessere DDR und nicht den geldgierigen Westmüll, der über Leichen geht (siehe Mordfall Rohwedder von der Treuhand ).  Das eigentliche Enttäuschende ist, daß die heutigen Wirtschaftsbosse und ihre Hampelmänner und Marionetten in der Politik, genau das Bild erfüllen, was wir damals in der DDR über den menschenverachtenden Kapitalismus gelernt haben. Eigentlich stimmt in diesem Lande gar nichts mehr: Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheitswesen, Rente ab 67 und jetzt schon arbeitslos und junge Leute kommen immer schwieriger oder fast gar nicht mehr ins Berufleben rein - das ist das schlimmste Verbrechen was eine verantwortungslose Politik je tun konnte.

Riesige Geldverschwendungen durch eine total falsche Steuer- und Finanzpolitik, durch eine ungerechte Besteuerung des gemeinen Volkes, skandalöse Urteile in der Rechtssprechung, die Liste der Bundeswehreinsätze im Ausland wird immer länger, aber für Arbeitsplätze und für die Ausbildung von jungen Leute ist kein Geld da. Auch die Rolle der Medien ist mehr als nur ein Übel. Mich wundert, das niemanden mehr den Mut hat den Mund aufzumachen und zu schaut, wie die Situation immer schlechter wird und den Ostdeutschen immer mehr die Existenzgrundlage zum Leben unter den Füßen weggezogen wird. Und alle schauen zu und schweigen! - die Kirchen, die Gewerkschaften, die Sozialverbände usw. halten still.

Schon solche Begriffe wie: Hartz IV, Ein Euro-Jobber, Langzeitarbeitsloser, Unterschicht und nicht zu vergessen die " Buschzulage " als Geldzuwendungen für Westdeutsche die bereit sind in den Osten zugehen, also in den Busch - dieses Wort sagt eigentlich schon alles aus, was die Herrn Politiker und die Wirtschaft von uns halten und wie sie über uns denken.

Ich finde die gemeinsame Sendung mit Sabine aus den Odenwald und von dir eine gelungene Idee, die Vorurteile zwischen Ost und West abzubauen und zwar durch Musik und dem Austauschen vom täglichen Leben.

Das dies immer wichtiger ist, machen die täglichen Pressemitteilungen über das Ausspielen von Gruppen durch die Politik immer deutlicher:

da werden West gegen Ost ausgespielt, Alt gegen Jung, Kranke gegen Gesunde, Arbeitslose gegen die, die noch welche haben usw. Da fällt mir die Textzeile eines Renftsongs: " Und Ernst packt aus seinen Lebenslauf... ", sowie der City - Song: " Schwestern und Brüder " ein. Ja die ganze City-CD: Silberstreif am Horizont spiegelt die ganze Gegenwarts-Realität wieder.

Die Euphorie und die Motivation von 17 Millionen Menschen von 1989 völlig zu zerstören, da gehört auch einiges dazu, an Egoismus und Angst vor drohende Konkurrenz. Man bekommt den Eindruck nicht los, das sie nur das Land wollten, aber nicht die Menschen dazu. Denn diese Menschen wollten nicht arbeitslos werden und Hartz IV bekommen - nein sie wollten sich einbringen. 

Nun will ich endlich zum Schluß kommen und sage tschüß.

Viele Grüße Norbert

Jörg aus Weißensee am 16.07.2006

Guten Abend Peter,

Für Deine Seiten www.ostmusik.de wirst Du ja völlig zurecht sehr gelobt. Ich will mich hier einmal von ganzem Herzen anschließen! Deine Arbeit hat ja nun schon Dimensionen angenommen, die glatt als wissenschaftlicher Beitrag zur kulturhistorischen Aufarbeitung einer künstlerischen Epoche angesehen werden können! Also, Du hast meinen allergrößten Respekt! Ich selbst bin Baujahr 1959 und höre seit dem 13. Lebensjahr den Ostrockern zu, die ja damals noch Beatmusik gemacht haben. City (zum Beispiel) habe ich 1974 zum ersten mal live gehört. Sie nannten sich damals noch „CityRockBand“ und spielten im „Hotel Stadt Berlin“ (am Alex) für uns TeilnehmerInnen am Schülersommer Songs wie „Der Spatz“. Wir waren natürlich komplett verzückt und so wie diese Erinnerungen gibt es bei mir einen ganzen Sack voller angenehmer Konzertrückblicke. Und wenn meine Idole von damals auch heute noch ehrliche Qualitätsarbeit abliefern, ist das für mich ein prächtiges Gefühl! Letztlich beweisen diese Künstler damit auch, dass musikalische Qualität nicht von der Herkunft abhängt! Das gilt für Jochen Kowalsky oder Peter Schreier und eben auch für Karat oder Silly. 

Aber auch Pepita-Scheiben von Skorpio bis Omega habe ich seit damals in mein Herz geschlossen. Der Laden im ungarischen Kulturzentrum lag direkt vor meiner Haustür (1 Minute Fußweg) und die Versuchung zu Plattenkäufen schon deshalb nahe. 

Na und heute mache ich als DJ www.dicotheke.de  gelegentlich reine Ostdiscos, die mir immer besonders am Herzen liegen! Aber auch bei anderen Veranstaltungen sind die Songs unserer Altvorderen Deutschen Demokratischen Rocker gut nachgefragt! 

So, nun freue ich mich auf das Konzert „A Tribute To Tamara Danz“ am  22. Juli 2006. Die Freilichtbühne am Weißensee liegt ja quasi vor meiner Haustür. Der Konzertbesuch ist schon deshalb ein MUSS! Wir sehen uns!

Meine Zeilen sollen in erster Linie ein Dank an Dich sein – für die viele geopferte Freizeit und mehr! Gleichzeitig richte bitte einen herzlichen Gruß an Deine Partnerin aus. Sie muss ein großes Herz haben – bei den vielen Stunden die sie Dich nicht sieht! J   

In diesem Sinne, die herzlichsten Grüße aus Weißensee

von Jörg

Andreas aus Luzern am 14.04.2006

Hallo Peter,

seit ca. 6 Wochen kenne ich nun Deine Site www.ostmusik.de  - grosses Kompliment. Ich stöbere seither mit grossem Vergnügen durch die einzelnen Kapitel, habe Altbekanntes, fast Vergessenes und auch viel Neues erfahren. Ich habe die Musik Ende der 70 iger bis Anfang der 90 iger miterlebt. Ich erinnere mich heute noch ganz deutlich an mein erstes Konzert von damals noch "Familie" Silly - für mich als damals 15 jährigen total beeindruckend. In der Folge habe ich fast alle DDR-Bands gesehen: Magdeburg, City, NO 55, Stern Meissen, Pankow, Jürgen Kerth, Hansi Biebl, Engerling, Reform, Neumis Rockzirkus, Rockhaus, Puhdys, Karat, Karussell, Zöllner....
 
Unvergessen für mich einige Episoden und Spots:
 
- Familie Silly 1979 - die Erkenntnis, dass die Band schon damals gut war, dass Thomas Fritzsching einen guten Job an der Gitarre gemacht hat, auch wenn Hassbecker später immer im Vordergrund war. Tamara Danz - die Musik spricht für sich.
 
- Die Leipziger  Amateurband Morgentau mit ihrem absolut geilen Sound
 
- Ein schlichtweg excellenter Gitarrist aus Leipzig - Hans Graf (Ruck-Zuck, später Graaf), der mit Cäsar einen Gig zusammen gemacht hat, Cäsar ohne Mühe hàtte "an die Wand spielen können" und es doch nicht getan hat. (Natürlich ist Cäsar eine Persönlichkeit mit vielen Facetten)
 
- Die Puhdys, die ca. 82/83 bei einem open air in Leipzig nach dem Auftritt von Kult-Band Karussell einen schweren Stand hatten und dies dennoch professionell gemeistert haben.
 
- Hassbecker und Piatkowski, deren Gitarrenspiel mich bis heute immer noch pägt.
 
Ich habe Leipzig 1997 den Rücken in Richtung Schweiz gekehrt. Grund wie bei vielen: Ein sinnvolle berufliche und private Zukunft. Ich habe beides gefunden.
 
Wenn ich mir  heute die musikalische Landschaft anschaue, so sehe ich viel schwarz - weiss. Ich möchte versuchen, dem aus der Perspektive einige "Grautöne" hinzuzufügen, welche die eine oder andere Ansicht ggf. relativieren helfen.
 
Es stimmt, dass viele gute ostdeutsche Bands seit den 90 iger Jahren vergessen, nicht mehr in den Medien gespielt und boykottiert wurden. Dies fällt besonders im Osten sehr stark auf, da die Identität einiger Generationen über Bord gegangen zu sein scheint. Wenn man sieht, wie die Medienlandschaft im Ganzen funktioniert, dann ist Ostdeutschland jedoch nur eine Teilmenge.
 
Das marktwirtschaftlich geprägte System hat sich in den letzten Jahrzehnten immer auf das konzentriert, was kurzfristig den maximalen Gewinn einspielt. Das Gesetz des Kapitalismus.
 
Wieviele Bands aus dem Westen gibt es, die von der Musikindustrie genau so keine Chance bekommen haben - wir wissen es nicht, weil wir von ihnen - abseits des Mainstreams und der "neuen deutschen wellen" nie gehört haben.
 
Es sieht in der grossteils deutschsprachigen Schweiz nicht wirklich viel besser aus. Wir hören alles an Musik, was man im grossen nördlichen Kanton (so heisst Deutschland hier) auch so hört + die eigenen Schweizer Bands, die hier ihre CD's herausbringen. Export der Schweizer nach Deutschland - zum grössten Teil Fehlanzeige - ausser vielleicht DJ. Bobo oder Patrick Nuo.
 
Kleiner Test  - Welche Bands kennst Du: Lovebugs, Dada ante Portas, Gölä, Stiller Haas, Lunik, Polo Hofer, Coal? - Wahrscheinlich Fehlanzeige.
Zlatko Perica - in Deutschland wohl total unbekannter Gitarrist - wahrscheinlich einer der besten in der Schweiz und Europa, der mit den verschiedensten Bands tourt. Sein Können kann man bei DJ. Bobo live bzw. ansatzweise bei einigen neueren DJ. Bobo Songs hören (ich bin übrigens kein Fan von DJ. Bobo).
 
Die meisten Schweizer, die Rock-Musik beruflich machen, können nur knapp davon leben, da die Möglichkeiten begrenzt sind.
 
Ich habe das Glück, Musik als Hobby im Umfeld guter Leute zu machen. www.proud-lions.com (Schau doch mal auf unserer Site vorbei, wenn Du Lust hast).
 
Wenn ich in Deutschland bin, kaufe ich mir alle CD´s mit Musik von damals zusammen, die mich interessiert. Dank dem kleinen Laden in der Friedrichstrasse in Berlin, schräg gegenüber vom Friedrichstadtpalast - eine wahre Fundgrube.
 
 
Ich wünsche Dir Alles Gute und
Deiner Familie weiterhin viel Geduld und Verständnis für Dein Lebenswerk
 
Viele Grüsse aus Luzern von
 
Andreas
Gassi aus Lübeck am 17.03.2006
 
Moin Peter,
erstmal ein dickes Lob für Deine Seite. Lutz aus Wolfenbüttel hat mich drauf hingewiesen und nachdem es Anfangs nur um die Resonanzen zur Rockhaus-Tour ging, hab ich mir letztends mal Deine Seite in Ruhe angesehen. Ist schon beeindruckend was Du da alles zusammengetragen hast. Und das Du es nicht nur bei der Musik belassen hast, sondern auch auf pol. Themen eingehst, ist aller Ehren wert. Ist einfach schön mal wieder positiv an Damals erinnert zu werden und so manches Aha-Erlebnis dabei zu haben. Ich bin damals in Trebbin (wie Lutz) aufgewachsen und hab da Hauptsächlich mit der Metel-Scene zu tun gehabt. Habe noch Regenbogen mit Ralle erlebt, Count Down mit Grinse und Locke gesehen, mich mit Norbert Schmidt von Formel 1 geschrieben, als sie bei Amiga keine Scheibe machen durften. Habe mit Metall '88 eine kleine Thüringen/Harz-Tour mitgemacht, was unvergessen bleibt. Später hab ich dann bei Viper (später Screamz) gesungen, und war dann 5 Jahre bei 'ner relativ unbekannten Band aus Luckenwalde namens Cash For Chaos. War echt ne spitzen Zeit.
Jetzt leb ich in der Nähe von Lübeck, weil zu Hause einfach kaum noch 'ne Chance auf einen halbwegs vernünftigen Job bestand. Sind jetzt gut 2 Jahre hier im Feindesland, aber zu Hause werden wir hier nie werden. Ein paar Jehre Geld verdienen, solange es noch geht und dann, wenn sich der Westen dem Osten angeglichen hat geht's wieder in die Heimat.
 

Bye und viele Grüße

GASSI !
Kerstin und Frank aus Schlotheim am 26.03.2006
 
Lieber Peter,
recht herzlichen Dank für die äußerst informative Website. So etwas braucht die Fan-Seele!
Heute hatte ich endlich mal Zeit und Gelegenheit gehabt, mich ausgiebig deiner umfangreichen Arbeit zu widmen. Es sind ja sagenhaft umfangreiche Fakten, die du zusammengetragen hast. Besonders die Songtexte erleichtern mir die Arbeit an der gleichen Idee.
 
Besonders beeindruckt sind wir (mein Mann und ich) von deinen Konzertauswertungen.
Wir wohnen in Nordthüringen und fahren auch zu allen uns möglichen Konzerten im Umkreis von zwei bis drei Autostunden.
Besonders liegen uns eben auch IC, Stern-Combo, Lift, electra, Sachsendreier, aber auch Karat (K...!), City, Keimzeit, Silly natürlich, Rockhaus oder Cäsar und Renft usw. am Herzen. Hier durfte natürlich im vergangenen Jahr Omega nicht fehlen!
 
Ich habe versucht, angeregt von deinen Erfahrungen, im Nachhinein zu jedem unserer seit 1997 besuchten 46 Konzerte unsere privaten Eindrücke zu notieren, die meisten waren wirklich positiv.
 
Unbegreiflich ist für uns die bundesdeutsche Medienpolitik. Warum kommt dieser Teil der Musik sowohl in Zeitungen wie auch in Rundfunk und Fernsehanstalten nicht vor? Da gibt es mal großangelegte Aktionen, die, wenn man sich kritisch äußert, im Nichts verlaufen. Na ja, es gibt ja noch das Internet und hier Gleichgesinnte.
 
Kleine Episode zu meinem Lieblingssänger IC:
Wir fahren am 10. März (freitags!) nach Erfurt zu seinem Solokonzert. Ganze elf (in Zahlen:11) Zuschauer hatten den Weg nach Erfurt gefunden. Die Lokalität, ein kleiner Saal, eiskalt.
Und IC - überlegt kurz, schimpft in sich hinein, grinnst, geht ans Klavier und spielt eine ganze Stunde lang.
Hochachtung - aber eben auch typisch für ihn. Seit dem kennt meine Sympathie keine Grenzen mehr!
 
Na und in diesem Jahr stehen auch bei uns noch einige musikalische Highlites an, wenn nur immer die Schichtarbeit meines Mannes mitspielen würde!
 
Noch einmal: großes Lob für deine Arbeit. (Findest du da nebenbei noch Freizeit?)
 
Recht herzliche Grüße Frank und Kerstin aus Schlotheim.

 

Bettina am 16.01.2006

Halloele,

habe gerade auf der Suche nach einem Text von Gerhard Schöne Deine Seite entdeckt. Für mich ist das ein wahres Freudenfest, mal eine Seite zu finden, auf der soviel Information so kompakt zu finden ist. Komme nämlich nicht aus dem Osten, sondern man mag es kaum glauben aus dem "Westen" @:o) Natürlich sind einem die Puhdys und Karat auch hier schon vor Jahren begegnet (ich bin inzwischen 27), aber meine Liebe zu "Ost"-Musikern gründet sich auf Konzertbesuchen bei Eric Fish-Konzerten. Zwischen eigenen Kreationen spielen sie auch immer mal wieder Lieder wie z.B. das "Unterwegs" von Gerhard Schöne oder machen gemeinsame Lieder mit Pascal von Wroblewsky. In all diesen Liedern finde ich genau das, was mir genauso wie dir in der regulären Radio-Landschaft fehlt. Da ich Eric Fish aber weder in Deiner Auflistung noch sonst irgendwo auf Deiner Seite gefunden habe, wollte ich doch mal nachfragen, woran das liegt! Kennst Du Eric Fish (sprich Eric, Rainer, Uwe und Gerrit) nicht? Oder gibts es hier doch eine Auswahl nach Geschmack? Da sie alle aus dem Osten kommen, kann es auch nicht daran liegen... Falls sie Dir noch nicht bekannt sein sollten, empfehle ich Dir in jedem Fall mal auf eines ihrer Konzerte zu gehen - ein Abend voll Ehrlichkeit, Mut, Gefühl und traum,haften Liedern und Stimmung sind garantiert! Man sollte sich zur Sicherheit den Tag danach nicht zu viel vornehmen, da sie manchmal bis in die frühen Morgenstunden spielen @:o)
Werde mich demnächst mal wieder Deiner Seite widmen - dann allerdings mit mehr Zeit im Rücken und in aller Ruhe nach neuen Interpreten für mich suchen.
Vielen Dank, daß Du Deine Zeit und Energie in eine solche Seite steckst - davon haben alle was (egal ob Ost oder West @:o)
Liebe Grüße
Bettina
Frank am 07.11.2005 aus Berlin

hallo!

mein name ist frank und ich schreibe dir aus berlin. ich bin ja total geplättet! da bin ich auf der suche nach entsprechenden seiten, und finde doch endlich das richtige!!! und dann steht da noch niesky drunter. ich bin in see b. niesky aufgewachsen und kenne sogar die kontakt-disco noch. ich war ein guter freund von herrn jannasch und habe gelegentlich bei seiner disco 2000 mitgewirkt. ich bin ebenfalls 47 und habe somit den ostrock von beginn an erleben dürfen. ich bezeichne mich scherzhaft als "selbsternannter kulturhistoriker". der hang zur ostmusik hat mir bei den kumpels damals manchen lächler eingebracht. in berlin dann noch mehr. aber egal, ich habe durchgehalten und bin nun selbst musiker.

ich hatte das glück mit renft 3 jahre durchs land zu touren. zwar nur als mearching-dysing fachkraft, aber habe dadurch alle meine helden kennengelernt. zu den meisten hat sich eine gute freundschaft entwickelt. ich bin von den seiten total begeistert. vielleicht kannst du ja mal anrufen oder zurück schreiben .ich dachte immer, außer mir kennt niemand mehr peter holten, panta rhei usw. auf deinen seiten bin ich endlich richtig.

 

Klaus am 28.02.2005

Hallo Peter,

nach einem erneuten Besuch auf Deiner Seite muss ich mir mal etwas mehr Zeit nehmen.

Das Interview mit Kurt Demmler. Ich habe mich sehr gefreut und war gleichzeitig etwas benommen !
Durch den Link auf www.demmlersong.de für mich endlich mal gemerkt, dass sich hinter dem Pseudonym "Kowarski" von "Puhdys - Neue Helden" Kurt Demmler verbirgt. Aber das nur nebenbei.
Erstaunt war ich, dass es um dem von mir für Deine Seite mal beigesteuerten Text zu "Weißes Gold" Streitereien gab. Und auch sonst ist ja wahrscheinlich nicht immer alles klar gegangen zwischen dem "Texter" und den Musikern.
Es spricht sehr viel Verbitterung aus Demmlers Worten und Du hast Dir ja unter "Was Soll das ? (Gedanken zur Gegenwart)" ja auch schon sehr viel Frust von der Seele geschrieben. Ich könnte nun noch was drauf packen, doch würden dann andere auch wieder sagen "Was soll das ?" nur mit 'nem anderen Unterton ...
Drum will ich's mal anders versuchen:
Sicher wurden die Ost-Rocker von der Zensur zu DDR-Zeiten behindert / schikaniert. Doch unter den "Zwang" deutsch zu singen, entstanden Meisterwerke, Balladen vom Feinsten, unvergessene Melodien, wahre Kunstwerke über die sich keiner schämen muss. Die entstandenen Texte sind ja zum Großteil heute noch aktuell, z.B. eben "Neue Helden". Und darauf sollten alle Ost-Rocker stolz sein und sich nicht immer nur als Opfer darstellen !
Hätte es den DDR-Rock als solchen nicht gegeben, eine "Neue Deutsche Welle" hätte es im Westen nie gegeben !!
Ich will die "Alten DDR-Zeiten" nicht schön reden, doch hinter dem Spruch "Marx war die Theorie und Murks die Praxis !" verbirgt sich mehr als nur bittere Ironie.
Das es so wie im Osten nicht weitergehen konnte, habe ich für mich viel zu spät gemerkt. Doch das der Westen nicht die Lösung der Probleme ist, war mir gleich klar.
Und das im Westen die Rock-Musik schon immer Geschäft war, hätten die Rocker auch schon früher merken können ...
Viele sind zu DDR-Zeiten rüber, warum auch immer. Doch wer konnte seine Karriere schon nahtlos fortsetzen ? Denn das Publikum, ihre Fans von denen sie verstanden worden, blieben in der Mehrzahl zurück.
Klar, der von Demmler beschriebene Auftritt in Meiningen ist bitter und darf nie vergessen werden. Auch nicht die anderen Hässlichkeiten !
Doch von der jetzigen Musikindustrie können Ost-Rocker nicht erwarten ...
Ein Beispiel:
In Sachsen ist ja Radio PSR und deren Ableger RSH sehr verbreitet. Vor nicht allzulanger Zeit "gedachten" beide irgend einem Jahrestag des Verbots von "Renft". Klaus Renft kam sogar selbst zu Wort in einem "Eineminutebeitrag". Und zum Schluss des Beitrages kam nicht mal ein Renft-Song, sonder nur was aus der Zufallsschleife.
Ich dachte mir so, da hamm'se den Renft wieder verarscht und der merkt's nich' mal !

Das musste ich mal los werden und ich hoffe, Du weißt wie ich das meine.

Ich werde Deine Seite gern wieder besuchen, und wenn ich was interessantes habe, dies auch gern beisteuern.

Bis wieder mal - Kopf hoch !

Klaus
 

Hartmut aus Dresden am 28.02.2005

Hallo Guenther,

ich besuche Deine Seite bereits seit einigen Monaten regelmäßig. Es ist mit Abstand die beste die sich mit dem Thema beschäftigt, aber das weißt Du sicher selber. Ich interessiere mich für Texte. Besonders gut das Interview mit Kurt Demmler!

Weshalb ich schreibe: gerade habe ich die Rezension der Reform LP "Löwenzahn" gelesen. Der anmaßende Tonfall mit dem der Rezensent hier über eine Musik schreibt, von der er offenbar nicht viel Ahnung hat, ist eigentlich gut. Da weiß man doch gleich was los ist. Die LP war sicherlich eine der besten je in der DDR erschienenen - aber das wusste dieser klein karierte Kopfmensch damals nicht zu erkennen.

Viel Grüße aus Dresden und besten Danke für den professionellen Webauftritt.

Hartmut Wauer
Dresden

Bernd am 18.01.2005

Hallo Peter,

war im Inet auf der Suche nach Material für einen Film (eher eine Dokumentation in Bild und Ton), den ich für den 50. Geburtstag meines Bruder machen will. Und da der mit Beispielen aus der DDR-Rockmusik untermalt werden soll, bin ich auf Deine Seite gestoßen. Und dort hänge ich nun schon seit über 4 Stunden fest, obwohl ich eigentlich nicht soviel Zeit habe. Aber das hier ist einfach sensationell. Nicht nur wegen der Vielfalt der Fakten und der Informationsfülle und der Darstellung sondern vor allem deshalb, weil Du viel eigene Gedanken, die Dich bewegen, mit eingebracht hast. Hier kann man sich wieder finden, hier fühlt man sich wohl, hier schau ich sicherlich des öfteren vorbei. Das wollte ich Dir nur mal auf die Schnelle sagen und Dir Mut zum Weitermachen wünschen

Grüße
Bernd

Nora am 12.09.2004


Hallo Peter!
Ich bin Nora und komme aus der nähe von Leipzig. Ich hoffe dich wundert es nicht, dass sich erst 15 Jahre jung bin. Ich dachte mir ich schreibe dir mal, weil mich deine Page sehr berührt. Mit meinen 15 kann ich nicht sehr viel darüber aussagen, was damals zu Zeiten der DDR und des Ostrockes los wahr - sondern weiß einiges (um nicht zu sagen alles) nur vom Erzählen. Dies zu beurteilen tue ich auch ungern, da ich es nicht bewusst mit erlebt habe, aber ich bin dennoch der Meinung, das Ostrock sehr schön und lehrreich ist.

Ich selbst bin im letzten Jahr ein riesen Puhdys-Fan geworden.... Ich bin derzeit ständig auf der Suche nach "Gleichgesinnten"... falls du verstehst was ich meine! Sicherlich! :- )
Ich bin seit April selbst Mitglied im Fanclub von "Stamping feet" (den Drummern), von denen Sveni und Nick Puhdys- Söhne sind.... hast du bestimmt auch schon von gehört..... und sicher gesehen! Oder? Denen entkommt man ja schließlicn bei fast keinem Puhdys Konzert, wenn sie mit dabei sind! Ich habe sie im Dezember letzten Jahres das erste Mal (wie auch die Puhdys) in Halle auf dem Weihnachtskonzert getroffen. Das war wie gesagt mein erstes Puhdys Konzert. Meine Eltern hatten kostenlos Karten von T-mobile bekommen und sie meinten, weil mich das schon lange interessiere, dass wir am Wochenende nichts vorhaben und einfach mal hingehen! So war es auch! Es war so eine tolle Stimmung! Umwerfend! Da ich "Alt wie ein Baum" und andere Hits nur aus dem Radio kannte, war das wie ein Traum. Endlich live! Der Tag war für mich so erlebnisreich. Ich wusste nicht mehr wo oben und unten war. Zum anderen, dass dann auch noch Bell, Book & Candle auf der Bühne standen und dann die Jungs von "Stamping Feet" - ich brauchte ein paar Tage um das zu verdauen.

So geht es mir auf jedem Konzert, bei dem ich die Möglichkeit habe, teil zu nehmen. Als die Olympia- Entscheidung in Leipzig fiel (leider nicht zu unseren Gunsten) im Mai, waren die Puhdys auch mit der Sippe da und ich habe mir so die Seele ausgeschrien, dass die Leute mich total verwundert angeschaut hatten. In dem Moment war mir das aber egal! Ich "lasse" mich sonst immer gerne durch andere beeinflussen -DA nicht! Nach der Show, waren wir dann noch mit dem Club hinter der Bühne um unsere Jungs zu begrüßen und mit Maschine hatte ich auch kurz gesprochen und ein Autogramm bekommen! Das Gefühl war sowas von irre!

Ich liebe es solche Auftritte zu sehen und zu wissen, dass man unter Gleichgesinnten ist. Man kann sich einfach nur fallenlassen und wohlfühlen. Ganz anders als in der Schule, wo man ständig gemobbt wird, weil man anders ist. Die Musik spielt da mit die größte Rolle. Wobei ich mir denke, dass die anderen dumm sind. Die haben keine Ahnung und singen eh den ganzen Tag nur "F*** you" vor sich her, ohne sich dessen bewusst zu sein!! Schon, wenn die das Wort "Puhys" hören, stönen die rum oder runzeln sie die Stirn und schütten einen mit Vorurteilen zu "Ach die ollen Kamellen, wer hört denn so ein Scheiß?" Um nur einiges harmloses zu nennen!
In den Situationen stimme ich deiner Aussage "Ein Puhdys-Konzert ist immer wie ein Volkfest, da kommt jung und alt, da fühlt man sich zu Hause" ..... mehr als zu. Das ist der Schlagsatz der mich voll getroffen hat!!! Jedesmal, wenn wir uns treffen mit den Feets, ist es als, wenn man in eine andere Welt taucht..... damit erst mal genug!

Vielleicht hast du Lust mir mal zu schreiben! Ich freue mich immer über eine Mail!

Viele, liebe Grüße aus Leipzig!!

Nora :- )

Von Brita am 04.06.2004


zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihren Webseiten "Ostmusik.de" - ich schmökere seit einiger Zeit immer wieder gern :-))).

Mit großem Interesse verfolge ich auch Ihre Beiträge zu oben genannten Künstlern, da ich seit 1989 ein großer Bewunderer/Fan von deren Musik bin.
Gerade die "gnadenlose" Offenheit der Texte und deren gelungene musikalische Umsetzung zogen mich von Anfang an in den Bann und verliehen gerade 1989 meinem
Vater ungeahnte sportliche Fähigkeiten.
Um Arno Schmidt wurde es zwischenzeitlich leider sehr ruhig (ich sage jetzt einfach mal künstlerische Schaffenspause), wenn man von den offiziellen Programmen bzw.
CD's wie "Keine Zeit" und "Gnadenlos fröhlich" absieht.

Im vergangenen Jahr fand in Würzburg im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zum Abschluß ein Konzert der "nebenberuflichen" Musiker statt, bei welchem auch Ed Stuhler, der Autor, mit anwesend war.
Das Konzert war ein, so finde ich, großer Erfolg, denn die anwesenden Menschen aus West lauschten genauso wie die Menschen aus Ost der wirklich anspruchsvollen Musik, schade einfach nur, dass weniger kamen, als gedacht, denn wenn einen die Musikfreunde nicht kennen, warum sollten sie dann zum Konzert kommen?
Ich denke aber, dass die Künstler bei den Anwesenden einen völlig anderen Stellenwert eingenommen haben, zumindest sprach der jeweilige Applaus, inklusive Zugaben dafür... :)))
Um so erfreuter bin ich, dass am 02. - und 03.07.2004 je ein Konzert in der Nähe von Rostock, in Kückenshagen (Scheune) um 20.00 Uhr stattfindet. Beides habe ich persönlich fest eingeplant und freue mich sehr darauf, auch wenn die Anreise gute 8 Stunden betragen wird... ;)
Ich wollte Ihnen einfach nur mitteilen: jawohl - da sind sie wieder aktiv und vielleicht lohnt es sich ja auch für Sie zu "lauschen".
So, nun habe ich "gepetzt", aber ich denke, das ist in Ordnung, und auch die Künstler haben nichts dagegen einzuwenden.

Mit freundlichen Grüßen, Brita Duwe

Olaf aus Suhl  am 28.05.2004

Hallo Peter,
ich bin heute auf der Suche nach Reform-Texten u.a. auch auf Deiner (Ich darf doch Du sagen?) Homepage gelandet. Tja, und das war dann auch die einzige Seite, die ich gefunden hatte, die so eine Wahnsinnsmenge an Infos liefert. Also, bärenstark.


Habe mal in der Besucherpost geschmökert und festgestellt, daß es doch auch Leute in den "alten" Bundesländern gibt, die sich mit der Musik der ehem. DDR beschäftigen. Ich beziehe mich auf die Mail von Tomas aus Würzburg vom 10.10.03. Mich freut, daß seine Kritik recht konstruktiv ist und nicht nur in "plumpes Meckern" ausartet, wie man es gelegentlich von so manchem Zeitgenossen (hier wie dort) hört. Wenn man tiefer gräbt merkt man jedoch bald, daß sich die meisten Meckerer gar nicht mit DDR-Musik beschäftigten. Kurz und Gut: weiter so mit diesen Seiten !!!!!!!! Nun zu ein paar Ergänzungen, speziell zu den Reformtexten. Ich gehe mal davon aus, das Fragezeichen in den Texten bedeuten, daß Du diese Textteile akustisch nicht verstehst. Da dies bei den Texten nur ein paar Worte sind, schreibe ich nur den Titel und das Wort bzw. die Wörter, die die Fragezeichen ersetzen sollen:

Drachentöter: ...und wächst er ihm auf's neu',...

Schöner Traum: ...Lust...

Stehaufmännchen: ...kunterbunter Hinlegweiber... (Du verstehst den Wortwitz: Stehaufmännchen - Hinlegweiber
einfach nur das Gegenteil.)

Nun, das war's auch schon, hoffe ich konnte Dir damit etwas helfen.

Viele Grüße aus Suhl,
sendet Olaf Siewert!

Frank am 07.02.2004

 Sehr geehrter Herr Niesky,

die Entdeckung Ihrer Homepage hat mich sehr bewegt. Ich bin froh, das es noch Menschen gibt die die ostdeutsche Musikkultur insbesondere die Rock und Popmusik als das sehen was sie wirklich war, eine absolut professionelle und "handwerklich" HAMMERMÄSSIGE Musik. Beim betrachten Ihrer Page wurde ich an meine Jugendzeit erinnert, wo ich das absolute Glück hatte Konzerte mit Silly und City (als meine persönlichen Favoriten!) zu sehen. Aber ein Highlight war ein live Konzert mit den Gitarreros. 

Kürzlich konnte ich auf einem Flohmarkt ein Juwel der ostdeutschen Musik für 2,00 EURO(!) erwerben. Der Typ mit dem Wühltisch hatte offensichtlich keine Ahnung was er da so hatte. 

Beim näheren betrachten und genauem anhören der LP war ich absolut begeistert und ich denke das diese LP es verdient hätte auch bei Ihnen erwähnt zu werden. "Amor und die Kids-no more Bockwurst". Ich habe Ihnen dieser EMail alle relevanten Details als ZIP-Archiv beigelegt. 

Übrigens, ich finde Das Lied "Komm doch mit" (LP S. 2 Titel 2) absolute Spitze. Vor allem wenn man bedenkt das da ein nicht geringfügiger "Die Prinzen" Anteil darinsteckt. 

Mit freundlichen Grüßen 

Frank Busch

Ulrich am 09.01.2004

vielen dank für deine tolle homepage. sie hat in mir längst verloren geglaubtes wieder wachgerüttelt. ich bin 49 jahre alt und habe mit verlassen der ddr 1984 meine plattensammlung und somit auch meine ganze musikalische jugend zurück lassen müssen. aber so richtig vergessen konnte ich die zum teil phantastischen lieder besonders der gruppen electra, lift und veronika fischer nie. die harmonie von romantischen texten mit einfühlsamen melodien ist für mich bis heute unerreicht. mein lieblingskomponist war damals franz bartsch, welcher aber bei dir leider keine besondere erwähnung findet. nun will ich dich nicht weiter langweilen.
p.s. Ich bin beim nostalgischen stöbern in den texten der gruppe anawa auf unterschiede zu meinem gedächtnis gestoßen. ich habe mal als anhang meine 30 jahre alten erinnerungen aufgeschrieben, so wie ich damals die worte verstand.
also nochmals vielen dank für die reise in die doch auch schöne vergangenheit.

ulrich schlimper

Ralf am 01.01.2004

hallo guenther, 

vorab meinen respekt für dein engagement. ich bin fast in deinem alter und beim scrollen durch deine konzertbesuchs-liste wurden wieder einmal einige erinnerungen an die gute alte zeit wach .ich habe es zwar 1989 vorgezogen die "seiten zu wechseln" und bin in die eifel "emigriert" (:-), aber ich konnte dann nach dem großen knall meine alten, bei freunden eingelagerten, amiga's nachholen.

da ich mich hier inzwischen seit jahren für gute, handgemachte und ehrliche musik engagiere und in dem zusammenhang sowohl einen konzertveranstalter (www.eifel-events.de)

als auch einen einer förderverein (www.eifel-kultur.de) bei der programmierung ihrer websiten helfe, und die layout für plakate, flyer und eintrittskarten erstelle, kann ich gut abschätzen wieviel zeit man für eine so schön gemachte homepage, wie du sie ins netz gestellt hast, aufbringen muß.

ich finde es sehr erfreulich, daß nach jahrelangem einsatz nun endlich auch bands aus dem osten auf uns aufmerksam wurden. (es ist natürlich auch ein verdammt weiter weg bis in die eifel), so hat zum beispiel vor einigen tagen MONOKEL zu uns kontakt aufgenommen, und ein termin auf dem ich mich besonders freue ist der 27.02.2004.

da wird der wdr-rockpalast bei uns das konzert von MITCH RIDER aufzeichnen und der hat ja bekanntlich die ( für mich ) beste bluesband des osten als vorband unter vertrag - ENGERLING. es freut mich immer gleichgesinnte leute zu treffen, die nicht alles aus der alten zeit niedermachen, es gäbe sicherlich reichlich negatives aus dieser zeit zu berichten, was aber für mich nie ein grund war meine herkunft zu verleugnen, ganz im gegenteil. das seit jahren mit einer unglaublichen ignoranz alles aus dem osten, was auch nur im entferntesten besser gewesen sein könnte, schlechtgeredet wird,

hat zum teil schon schizophrene ausmaße. und mir dreht sich regelmäßig der magen um, wenn im radio herr maffey mit "seinem" titel über sieben brücken ... angesagt wird. frechheit !!! die krönung der peinlichkeiten stellen für mich die ostalgieshows im tv da, wo sich privilegierte ostbürger, denen es an nichts fehlte, über den alltag in der ddr lustig machen, über ostprodukte wie karo, schlagersüsstafel oder fit herziehen, denen offensichtlich nichts zu peinlich ist um einen lacher vom publikum zu erschleimen. 

gut, hab ich dich lange genug augfgehalten, sorry 

eine kleiner hinweis noch auf einen bug auf deiner seite (oder ist das so gewollt )wenn man auf der nav - leiste auf den button  STARTSEITE  klickt, wird man nicht wieder zurückverlinkt, sonder es öffnet sich ein neues browserfenster.

nicht weiter dramatisch, war mir halt nur aufgefallen. 

die besten wünsche für das vor uns stehende jahr, gruß aus der eifel 

ralf krahlisch

www.krahlisch.net

Keity am 23.11.2003

 

Hallo Leute
Habe seid einiger Zeit Eure Seite als Favorit abgespeichert.
Eigentlich bin ich ein Mc Cartney Fan. Doch ich stamme aus Brandenburg/Havel und bin Baujahr 1963. Sprich, ich bin absoluter Fan von PANKOW, LIFT, ENGERLING, KEIMZEIT, REFORM, PENSION VOLKMANN u.s.w.! Ich danke Euch für Eure informative Seite. Mir tut es unheimlich weh, daß die Band `s von uns hier im Westen Deutschlands überhaupt nicht wahrgenommen werden. Ohne unseren westlichen Mitbürgern nahezutreten liegt es wohl daran, daß Ihrer Meinung nach nur Scheiße aus dem Osten kommen kann. Auch allzuwissende Rockkenner aus der Westrockszene kennen sich offentsichtlich in Punkto Ostrock nicht aus bzw. ignorieren diesen einfach.
Ob ich mit dieser E-mail was bewege oder nicht, für mich ist der OSTROCK gleich nach MC CARTNEY das Wichtigste in meinem Leben in Sachen Musik. Ich liebe diese Musik egal von wann und wem sie stammt, weil es ein Teil meines Lebens ist und bleibt! Denn gleich nach ABBEY ROAD von den BEATLES und THE PROS AND CONS OF HITCHHIKING von ROGER WATERS kommt AUFRUHR IN DEN AUGEN von PANKOW und in dem Sinne "AUF DIE DAUER HILFT NUR POWER" wünsche ich Euch alles Gute, bis demnächst
KEITY
Thomas aus Würzburg am 10.10.2003

Lieber Peter,

ich habe Deine Seite schön längere Zeit besucht und finde sie sehr interessant und inhaltlich gut gemacht. Ich selbst - obwohl Wessi ;-) - beschäftige mich auch mit Musik aus der ehemaligen DDR - und das mit Genuss. Vieles von dem, was in der DDR auf dem Plattenteller lag, war gut und ist es auch heute noch.

Dennoch möchte ich Deine Philosophie nicht unkritisch und unkommentiert stehen lassen. Ich bitte meine Kommentare nicht als Besserwesserei oder dergleichen zu deuten. Vielmehr ziehen wir in vielen Punkten am gleichen Seil.

>Warum dieses Thema?< Die Frage zu stellen, ist nicht unberechtigt. Die Antwort kann einmal eine persönliche sein - und diese gibst Du zunächst - oder aber eine gesellschaftliche - und auch dieser Ansatz wird von Dir verfolgt.

Was die persönliche Antwort betrifft, so teilt jeder Deine Empfindungen, der mit einer Musik aufgewachsen ist - sei es in Ost, sei es in West. Für mich (Jahrgang 1963) z.B. ist das der Hard Rock der 1970er und 1980er Jahre (z.B. Deep Purple), aber auch die sogenannten Oldies (z.B. Beatles) und jede Menge langsamer Nummern. Von der DDR-Musik habe ich wenig mitbekommen außer Karat (na klar: Über sieben Brücken, Jede Stunde, Der blaue Planet) und City (Am Fenster), Biermann und dann Krawczyk. Das ist recht wenig, aber einfach erklärbar. Anders als viele DDR-Bürger, die das "dritte" Programm sahen oder Westradio hörten, gab es für die meisten Westdeutschen keinen Anlass ostdeutsche Programme zu hören oder zu sehen. Außerdem war unter uns Jugendlichen damals deutsche Musik - sieht man von der Neuen deutschen Welle ab - immer mit Schlager verbunden und alles andere als angesagt. Bei Dir ist das natürlich anders. Weil Du mit der Ostmusik aufgewachsen bist, bist und bleibst Du mit ihr verbunden. Und - wie gesagt - sie ist qualitativ bestimmt nicht schlechter als westdeutsche Musik, eher im Gegenteil.

Was nun die gesellschaftliche Dimension betrifft, so denke ich, dass das Problem der Ostmusik heute etwas umfassender diskutiert werden müsste.

1. So wahr es ist, dass sie kaum in die Medien kam (zur Zeit ist es ja anders, aber ist es besser, immer nur dieselben Sachen zu hören?), so wahr ist auch, dass deutsche Musik in aller Regel Nischenmusik ist. Welcher deutsche Musiker hätte schon ein Millionenpublikum? Sind nicht Grönemeyer, Westernhagen und Lindenberg, Die Toten Hosen, Die Ärzte und Scorpions schon im Westen absolute Ausnahmen? Und die sind lange eingeführt. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass Westsender kaum Ostmusik spielten. Antenne Thüringen z.B. macht das ja ganz anders.

2. Ich sehe noch ein anderes Problem bei der Ostmusik. Sie war zwar künstlerisch hochwertig, aber sie war in gewisser Hinsicht auch nicht mehr modern. Das ist bitte nicht misszuverstehen. Auch ältere Musik ist und bleibt ja gut, aber wenn man die 1980er Jahre anschaut, dann waren die etablierten Bands der Rockmusik in der DDR alles andere als innovativ. Sie vertraten einen melodischen und häufig mit klassischen oder Folk-Elementen versetzten Stil, während im Westen schon ganz andere Musikrichtungen angesagt waren. Natürlich gab es Ausnahmen: Silly z.B. ist einfach grandios, aber nach Tamara Danz' zu frühem Tod (auch der von Gundermann!) ist von Silly auch nichts mehr zu hören. Das Elend der DDR-Kulturpolitik im Musikbereich war aber doch, dass sie Innovationen entweder behinderte und in den Untergrund abdrängte oder aber erst viel zu spät und dann in der Regel "gezähmt" zuließ.

3. Kritische Musik (z.B. von Liedermachern) hat normalerweise nie ein breites Publikum, sondern wird - leider - häufig nur von Insidern und "Intellektuellen" gehört. Das ist bedauerlich, und deshalb habe ich ein Konzert mit Arno Schmidt organisiert, den ich sehr schätze und mittlerweile auch persönlich kennen lernen durfte. Dazu unten mehr.

4. Die Medienschelte ist einerseits berechtigt, andererseits aber auch wieder nicht. Man muss sich fragen, was man von welchen Medien erwarten darf. Wenn es um die öffentlich-rechtlichen geht, dann haben sie einen anderen Zuschnitt als die privaten. Private Medien sind gewinnorientiert. Das führt zu Sex and Crime. Aber es kann auch nützlich sein, weil es z.B. zur Zeit der Ostboom befördert, der ja hoffentlich auch etwas mehr Informiertheit hinterlässt und nicht nur ein - sorry - "Disneyland-Gefühl". Öffentlich-rechtliche Sender sollten eine Grundversorgung der Bevölkerung garantieren - mit Information und hochwertiger Unterhaltung. Ich denke, das leisten sie auch einigermaßen hinreichend. Und schließlich ist es der Bürger, der ein-, um- oder ausschaltet.

5. Die Gerechtigkeitsfrage ist die am schwersten zu beantwortende - und das ist auch gut so. Denn wenn einer behauptet, er wüsste "die" Lösung, dann garantiere ich, dass diese Lösung nur mit Gewalt gegen den "bekehrungsunwilligen" Rest der Bevölkerung durchgesetzt werden würde. Es gibt keine gesellschaftlichen Patentlösungen, da es keine Naturgesetze der geschichtlichen und politischen Entwicklung hin zu einem (utopischen) Endziel der Geschichte gibt. Wer daran aber wirklich glaubt, der glaubt auch berechtigt zu sein, alle Mittel zur Erreichung desselben einsetzen zu dürfen. Nur Diktaturen versprechen "perfekte" Gesellschaften. Von Diktaturen gleich welcher Art sollten wir aber doch wohl in Deutschland so langsam geheilt sein. Das heißt nicht, dass man nicht die Missstände der Gegenwart beim Namen nennen soll und muss - im Gegenteil: Jeder, der das tut, trägt zur Demokratisierung der Gesellschaft genauso bei wie zur inneren Einheit Deutschlands. Und damit schließt man auch eine Kluft zwischen den Menschen - egal wo in Deutschland. Was könnte das besser leisten als Musik?

Deshalb und um der verbreiteten Unwissenheit über die DDR entgegen zu treten habe ich am 07.11.2003 an der Universität Würzburg eine Tagung mit dem Titel "Lied und Politik - Das Beispiel DDR" organisiert (http://www.uni-wuerzburg.de/polwiss2/symposium2003.htm). Für die an Musik Interessierten sind vor allem der Nachmittag und der Abend interessant:

Am Nachmittag gibt es ein Podiumsgespräch zur Musik in der DDR, an dem Arno Schmidt und Ed Stuhler teilnehmen (wenn möglich auch Frank Seidlitz).

Am Abend treten Arno Schmidt und Frank Seidlitz mit Liedern aus Vergangenheit und Gegenwart auf.

Jeder Interessierte ist herzlich dazu eingeladen, sich mit Fragen und Antworten am Podiumsgespräch zu beteiligen und natürlich das Konzert (bitte 5 Euro als "Spende" mitbringen) zu besuchen.

Herzliche Grüße und weiterhin viele Besucher auf der Homepage wünscht Thomas Goll

 

Jürgen aus Mühlheim am 20.07.2003
 

Hallo Günter!

Ich möchte Dir mal an dieser Stelle von ganzem Herzen gratulieren zu Deiner Internetseite. Die ist echt super !
Deine Ausführungen in der Rubrik " Philosophie" ,trifft Nägel mit Köpfen. Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich liebe nach wie vor die Ostmusik. Bin bei Ost-web.de und Amiga schon Stammgast. Habe meine alten LP's noch im Schrank und wehe eines der Kinder vergreift sich daran. Ja echt ! Je bekloppter das Westsystem und deren Regierung ,desto mehr vergrabe ich mich in Erinnerungen von 1961-1989.
Da bekam ich neulich einen Witz zu gestellt, der eigentlich gar keiner ist. Sagt ein Ossi zum Wessi: " Gell ,wir sind ein Volk "
darauf der neunmal kluge Wessi: " Ja,ja wir auch ! "
Na im ernst, manchmal weiß ich auch nicht mehr was ich noch sagen soll. Amerikanische Freiheitserziehung der Kids bis hin
zur Ausbeutung der Arbeiter. Ja so ganz unrecht hatten unsere ehemaligen Politiker gar nicht. Wie sagte unser Bezirkschef der SED zur letzten Versammlung ? " Was ? Ihr wollt den Westen ?
Wir können euch nicht hindern, aber Ihr seid die ersten ,die wieder nach dem Osten rufen." Ja ! Sieh Dir doch das Dilemma an hier. An jeder Missere ist der Ossi schuld.
Aber ich will mich hier nicht rein steigern.
Bleiben wir lieber fröhlich und konzentrieren uns auf die Musik.
 

Bis bald mal und viele Grüße aus Mülheim a.d. Ruhr von Jürgen und Familie

 

Thomas am 08.04.2003
 

Hallo Peter,

 
zufällig habe ich vor einigen Tagen deine Seite entdeckt.
 
Den vielfach von anderen gezollten Respekt und Dank für dein Werk teile ich, betroffen bin ich aber vor allem von deiner Sicht der Dinge. Sie ist es, die die gebotenen Informationen über ein Panoptikum der Ostmusik erhebt.
 
Du belebst damit ein Gefühl von Verbundenheit, welches ich in den Jahren zunehmend verloren habe und welches mir zuletzt intensiv nur ein Mensch vermittelt hat, von dem wir in Hoyerswerda Abschied nehmen mussten. "Jeder ist ersetzbar" ist ein dummer Spruch.
 
Ich wünsche dir deshalb vor allem die Kraft, deine Arbeit fortführen zu können, um Gleichgesinnten ein Stück vom "Wir" zu erhalten und Interessierten ein solches zu bieten - ohne Klischees, Ostalgie, links, rechts und dem ganzen anderen Quatsch.
 
Thomas
(Bj. 64, Görlitz; jetzt Berlin)
  
Christian aus Berlin am 09.08.2002

Hallo Peter, 

Schon vor ein paar Tagen hatte ich ihre interessante Homepage entdeckt und nun war endlich einmal Zeit, mich in Ruhe damit zu befassen.

Erstmal muss ich ein grosses Dankeschön für diese hochinteressanten Seiten loswerden. Das ist sicher die beste Plattform zum Thema Rock- und Beatmusik aus osteuropäischen Ländern, die ich bisher im Internet gefunden habe. Besonders gefallen mir die ausführlichen Angaben zu den einzelnen Musikern und die Discografien mit ganz alten ,aber auch den aktuellen Veröffentlichungen. Was das für eine Kleinarbeit ist, das alles zusammenzustellen kenne ich nur ansatzweise, da ich mal für die Homepage von Veronika Fischer die Discografie geschrieben habe. Schön, dass es auch regelmässig Erweiterungen und einen Newsletter gibt, so lohnt es sich, immer mal wieder reinzuschauen.

Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich auch ziemlich intensiv mit dem Thema und bin dabei auf soviel qualitativ gute Musik und Musiker aufmerksam geworden. Aus meiner Kindheit kannte ich schon die Amiga-Platten von Holger Biege, Vroni Fischer, den Puhdys und Karat, da meine Eltern diese Scheiben in ihrer Sammlung hatten. Mein Vater stand als Berufstrompeter mehr auf Manfred Krug/Günther Fischer und diese Jazz/Beat-Schiene. Diese Aufnahmen habe ich eigentlich in den vergangenen Jahren richtig entdeckt und da ich Jahrgang 1969 bin und vieles in den 70ern nicht mitbekommen habe, gibt es da immer noch sehr viel neues für mich zu erkunden.

Auf Ihren Seiten hab ich einige Infos gelesen,die mich echt erstaunt haben, so z.B.dass es von einigen Bands noch unveröffentlichte Aufnahmen gibt, speziell von Panta Rhei und Lift. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich darüber Näheres erfahren könnte. Von Lift habe ich übrigens auch einen ganz tollen Mitschnitt von einem Auftritt im PdR 1978 noch mit Gerhard Zachar und Henry Pacholsky,die im Buch "Sachsendreier" erwähnte "Che Guevara-Suite".

Sehr interessieren würde mich auch, wie sie die Ostende-Versionen der neuaufgelegten Rock-Klassiker von Silly, Renft, Rockhaus, Lift und Stern Meissen finden. Ich hatte letzten Monat das Glück beim Zöllner-Jubiläumskonzert in Weissensee dabei zu sein und danach noch mit einigen Musikern etwas reden zu können. Diese Ostende-Geschichte kommt auch bei Jugendlichen sehr gut an und das find ich nur gut, gerade bei der Qualität, die heute leider oft produziert wird.

Ich würde mich jedenfalls sehr freuen,mal von Ihnen zu hören und wünsche ihen für den Ausbau der Seiten weiterhin gutes Gelingen.

Mit freundlichem Gruss aus Berlin-Treptow

Christian Leinert

 

 

Ralf am 27.07.2002

Hallo Peter,
möchte einfach nur Danke sagen. Endlich hat man auch die Möglichkeit sich mit seinem Lieblingsinterpreten in Verbindung zu setzen. Es ist mehr als nur bedauerlich, das vor allem Interpreten aus dem Ostblock ( z.B. Polen o. Ungarn), bei uns in Funk und Fernsehen totgeschwiegen werden. Wenn schon die Fernsehanstalten in den alten Bundesländern sich mit Händen und Füßen wehren, Sänger und Gruppen aus o.g. Ländern eine Plattform in Ihrem Programm zu geben, ist es um so bedauerlicher, das man sich beim MDR und ORB genauso bedeckt hält.
Mit freundlichen Grüßen Ralf

 

Sven aus Wiesbaden am 18.10.2001

Hallo Günther

und Gratulation zur Ostmusik.de Seite. Ich bin ein Wessie,37, aus Wiesbaden -Soviel vorneweg. Wie habe ich die Ostmusik wahrgenommen? 1980 habe ich zum ersten Mal was aus der DDR gehört : ein Schulfreund verbrachte seine Sommerferien bei Verwandten in Dresden und so bekamen wir dann eine Band mit Namen puhdys auf LP's vorgestellt. In dieser Zeit waren deutsche Texte sehr angesagt wg. NDW usw. und so wurde auch dies angenommen ohne das jetzt einer irgendwelche Vorbehalte gehabt hätte. Etwa ein Jahr später lief bei uns in den Diskos ein Lied 'rauf und 'runter "Am Fenster". 1982 hatte ein lokaler Veranstalter erst "Karat" und dann die "Pudhys" nach Wiesbaden geholt -es war wirklich gute Unterhaltung. Sehr Professionell in allen Bereichen, denke ich damals wie heute. Ich bin selbst Musiker und glaube das beurteilen zu können. Später um die Wendezeit ich jeden Tag vor dem TV gehockt habe um ja nichts zu verpassen was sich im Osten tut - da gabs dann u.a. diese Frau mit der blonden Mähne die sich auch noch richtig artikulierte, viel später habe ich erst ihren Namen erfahren. In dieser Zeit begann ich mich auch mit Lied-Texten zu beschäftigen , und suchte und suchte..

Fündig wurde ich bei vielen Ostbands die mir aus der Seele zu sprechen schienen. Dies gepaart mit oftmals wirklich gut arrangierter Musik ist ein Stil den ich seit dieser Zeit sehr gerne höre. Schade das heut zutage so wenige Musiker/Bands aus dem Osten 'rüber in den Westen kommen In meiner eigenen Band (www.o-ton-web.de) fließen auch Eindrücke /Inspirationen der Ostmusik mit ein. Mittlerweile hören auch Freunde auch mal ostmusik - sie war ihnen einfach vorher nicht bekannt.. wie so vieles aus dem Osten...

Gruß an alle

Sven Hofmann

Stefan  am 27.08.2000

Hallo,

 ein großes "Danke" den Machern dieser Seite. In der heutigen Zeit, wo einen nur Teenie-Pop-Töne aus dem Radio entgegenschreien, denkt man gern an alte DDR-Rock-Zeiten.

Gerade die "Rock für den Frieden"-Seite erinnert mich an 3 ganz verrückte Wochenenden in den Jahren 82-84 (danach bin ich leider von Berlin weggezogen). Ich sitze im Rollstuhl und das hatte wenigstens bei "Rock für den Frieden" ein paar Vorteile. Wir mußten oft Nebeneingänge u.ä. benutzen, wo sonst nur die Musiker Zutritt hatten - und die trafen wir dann auch reichlich zu privaten "Plauderstündchen". So lernten wir manche mal ganz anders kennen. Ein 10-Minuten-Gespräch mit Tamara Danz werde ich nie vergessen. Ehrlich, direkt - wie sehr fehlt diese Frau der heutigen Musikszene in (Ost-)Deutschland!!

Aber vor allem die Musik. Lieder, die von uns handelten, mit denen wir uns (meistens) indentifizieren konnten. Was nicht gesagt bzw. gesungen werden durfte, hörten wir zwischen den Zeilen und da stand einiges. Von ein paar "Agitations-Liedern" abgesehen, kann man die Songs alle auch heute noch hören - wenn man kann. Radio und Fernsehen ??? Außer den Puhdys und Karat in einigen Schlagersendungen (!!) mit Herrn Heck&Co - Fehlanzeige. So habe ich mich riesig gefreut, auf euerer Homepage soviel interessantes zu finden. Bleibt am Ball, macht weiter so...

Schöne Grüße aus dem Harz  Stefan

Sylvia am 11.05.2000
Vielen lieben Dank für ostmusik.de!
Ich finde alles außerordentlich interessant und kann noch was anmerken zur Gruppe "Magdeburg".
 
Nachdem der Auftritt der "Klosterbrüder" am 14.01.2000 im Maritim in Magdeburg ein riesen Erfolg war, wurden weitere Konzerte mit dem Sachsendreier am 07 und 08.04. in Meißen gegeben. (siehe auch www.art-agentur.de)
 
Echter Kritikpunkt ist für mich der von Dir angegebene Grund zur Auflösung: Es hat definitiv nicht an den laufenden Line-up Wechseln gelegen! Man hatte gemeinsam Ausreiseantrag gestellt.
Zitat Bernd Schilanski: "Die ganze Ausreiseaktion war damals als Warnung an die
Kulturbonzen gedacht, die haben aber nicht lange gefackelt und reagierten
sofort mit Medienverbot, Auftrittsverbot und letztendlich mit Inhaftierung."
 
Dietrich Kessler               wurde "weggesperrt"
Hans Joachim Kneis       wurde "weggesperrt"
Gisbert Piatkowski         heute bei Modern Soul Band
Detlev Kessler               wechselte zu Klaus Lenz (Jazz)
Peter Schilanski             der Mann heißt BERND! - heute bei Allemann
Hans-Jürgen Ludwig     Charlie - heute mit Charlie's Crew
Hans Wintoch                heute Solo "Hans Die Geige"
 
Texter waren Burkhard R. Lasch und Jan Witte.
 
Charlie und Bernd spielten danach beim damals neugegründeten Rock`n Roll
Orchester, haben es dort aber nicht lange ausgehalten und gründeten dann im
Sept.83 das Heavy Metal Trio MCB.
MCB sind zur Zeit auf der "allerletzten Tour". Ich werde am 20.05. hoffentlich Gelegenheit haben, die Herren persönlich kennenzulernen. Also falls Du noch 'ne Frage hättest - könnt' ich sie für Dich stellen.
Wo hast Du denn eigentlich Deine Infos über die Band her? Ich bin immer wieder erstaunt, daß man ständig neues erfahren kann. Besitzt Du die Aufnahmen "Oh, oh Otto", "Heißes Land", "Grand Hand", "Fieber" und "Kalif Storch"? Ich suche außerdem noch eine Aufnahme "Untreue Freunde", dem Originaltext von "Gottlose Lieder". Dazu gab es auch eine Textvariante "Schweigt Ihr Propheten".
 
Kennst Du die CD "Eine Legende kehrt zurück" von den Klosterbrüdern? Du erwähnst sie nicht, deshalb weiß ich nicht recht. Sie hat mir zuerst überhaupt nicht gefallen. Das einzige, was nach Klosterbrüder geklungen hat, war die Stimme von Hajo Kneis aber dann habe ich erfahren, daß Didi und Hajo die Platte gemacht hatten, nachdem sie so lange im DDR Knast einsaßen. Und, was soll ich sagen, die Platte klingt unter dem Aspekt gehört, ganz anders.
 
Grüße
Sylvia
 
PS: Nochmals Dank und mach' weiter - schöne Seiten!
Andreas am 08.05.2000

Hallo Peter,

landete heute via Link auf Deinen umfangreichen Ostrockseiten. Meine Welt ist eigentlich Ost-Metal, aber auch in der "Schublade" Rock bietet der Osten feine Sachen. So freue ich mich denn, in Deinen Seiten viele interessante Infos zu bekommen, nach dem ich viel Zeit beim "blättern" verbrachte, muß ich sagen, daß ich wohl noch öfters vorbeischauen muß. Große Klasse. Ich finde es anerkennenswert, daß dieses Stück Ostkulktur einige (oder viele?) Leute interessiert, weiter so!

Kennst Du die DDR-Metal-Band FORMEL1? Weisst Du evtl. was aus denen geworden ist? Oder wo es irgendwelche Infos geben könnte (Biographie, blabla)?

Weiterhin viel Spaß,beste Grüße

Andreas

 

Christian am 01.05.2000

Hallo Günther!

Umwerfend, atemberaubend, unglaublich..... Mir fehlen ein wenig die Worte nach dem Besuch auf Deiner Homepage. Das wohl vollkommenste Ding im ganzen Netz. Wir sollten uns mal unterhalten, da ich selbst großer Musikfan bin und eine Organisation leite, die sich "Musikmafia" nennt. Wir helfen Sammlern ihre Sammlungen komplett zu bekommen. Deine Homepage hilft mir enorm, denn was da alles drinsteht, bekommt man in keinem Buch zu lesen.

Gruß Christian

Dana am 02.04.2000

hallo 

ich hab mir heute noch mal eure seite angeschaut, werde natürlich öfter reinschauen. Heute hab ich mir die Puhdys-Seite vorgenommen und den persönlich-index durchgelesen. Ehrlich gesagt, Peter, da hast du mir richtig aus der Seele geschrieben. Die Jungs sind echt in Ordnung - die ganze Art. So anders als die anderen. wie du schon geschrieben hattest, herzlich eben und natürlich. ich konnte bisher bei einem konzert dabeisein und bei einer fernsehsendung, die aufgezeichnet wurde. Das war der Starclub, wo sie mit bell book & candle dort waren. ich hatte bei einem gewinnspiel bei bb&c gewonnen und konnte nach kassel zum starclub fahren. es war eine schöne sendung. ich muß dazu noch sagen, daß die medien das selbe mit bell book & candle jetzt machen. man hat einen clip von ihnen verboten, andere spielt man erst gar nicht, oder ihre lieder höre ich auch nicht im radio. nach dem motto: fortsetzung folgt... was?
ich hab gerade eine bell book & candle fanpage gemacht.
hey, hast du auch material über rosalili, peter? das würde mich schon brennend interessieren.

liebe grüsse 
tschüss sagt
dana

Bernd aus Berlin am 30.03.2000

Hallo Peter,

habe mir jetzt mal für Deine Homepage etwas mehr Zeit genommen. Sie gefällt mir sehr gut.

Ich stimme mit Dir darin überein, daß es sinnvoller ist, die Homepage übersichtlich und mit einfachen Mitteln zu gestalten und satt dessen mehr Wert auf Inhalt und Systematik zu legen. Das hast Du sehr gut umgesetzt. Nach den gleichen Grundsätzen habe ich ja auch meine Homepage gestaltet.

Es gibt zig tausende von Webseiten, die dadurch, daß sie mit grafischen Elementen vollgestopft sind, nicht gerade gewinnen. Denn 1. verliert man als Leser sehr leicht den Überblick und 2. dauert das Laden einer solchen Seite eine Ewigkeit. Mach weiter so.

Zu Diestelmann:
Mir ist neben den beiden AMIGA-LP's eine CD bekannt, die 1984 bei AMIGA aufgenommen, aber wegen des Seitenwechsels von Diestelmann erst 1990 als CD unter dem Titel "Folk Blues & Boogie" erschienen ist. Falls Du diese CD nicht haben solltest, biete ich Dir an, für Dich ein Foto des CD-Covers zu erstellen und Dir eine Titelliste zu liefern.

Zu City:
In meinen Augen, erst recht 10 Jahre nach der Wiedervereinigung, die beste Rockband der DDR. Ihre Musik war vor allem in den achtziger Jahren und ist heute noch von Songs, die immer zum Nachdenken provozieren, die Mißstände ziemlich schonungslos offenlegen, die aber auch aus den Leuten aus der Seele singen, geprägt. Die meisten Lieder leben wesentlich von den teilweise sehr provokanten Texten. Hervorragende Beispiele hierfür sind "Glastraum", "Was mich trägt", "Noch'n Bier", "Rüdersdorf", "Der alte Klempner". Herrlich auch die Honeckerparodie "Randerscheinung". "Am Fenster" ist eigentlich ein völlig anderer Titel. Der eher seichte Text machte diesen Titel nicht zum Hit, sondern das hervorragende musikalische Thema, das die Violine von Jorro zu einer Rockmusikdelikatesse werden läßt. Ein in dieser Art einmaliger, aber immer wieder bezaubernder Titel.

Was ich über die City-Texte geschrieben habe, trifft sinngemäß auch für die Songs von Silly und Pankow und natürlich für zahlreiche Renft-Titel zu.

An Silly hat mir immer die Gesangsinterpretation von Tamara Danz besonders imponiert. Diese Frau hatte wirklich ein hervorragendes Feeling. Sie wirkte in Ihrem Auftreten in besonderem Maße überzeugend. Sie ist leider viel zu früh von uns gegangen. Silly war übrigens die erste Band, von der ich nach der Wiedervereinigung neues gehört habe. Es war damals "Halloween in Ostberlin", der mir zu 100 % aus der Seele geschrieben war.

Pankow hat mir hingegen - wegen der Musik nie so zugesagt. Sie war mir zu punkig. Natürlich wollte die Band auch damit provozieren, mich hat das allerdings nicht überzeugt.

Na und über Renft braucht man wohl nicht viele Worte verlieren. Sie war, als die DDR-Rockmusik noch in den Kinderschuhen steckte, die überzeugendste Band, weil musikalisch und handwerklich fast perfekt. Sie entzog sich damals als einzige populäre Band schon früh der Vereinnahmung durch die SED. Aber weil sie damals die einzige populäre Band war, die das tat, hat der Staat sie kaputt - und das ist der Treppenwitz dabei - zu d e r Rocklegende der DDR gemacht. In den 80'er Jahren entzogen sich viel mehr Bands der Vereinnahmung - wie z. B. City, Silly, Pankow. Es waren zu viele geworden, die konnte man nicht mehr einfach zerschlagen.

Gruß Bernd

Dana am 30.03.2000

hallo 

deine hp ist toll.

ich hab einen link für die karussell-seite für dich. der dirk michaelis hat nämlich eine homepage:
www.dirk-michaelis.de

liebe grüsse und weiter so,  dana

Uli am 25.03.2000

hallo Peter,

Heute war ich nun endlich mal auf Eurer Homepage. Habt Ihr prima gemacht. Besonders diese Spitzfindigkeiten in Bezug auf die Medien sind gelungen. Aber darüber haben wir ja schon öfter gesprochen. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, mit welcher Zielstrebigkeit und Konsequenz Du dieses Thema verfolgst.

 Es macht ja, nebenbei gesagt, auch ein wenig Arbeit so viele, auf Euren Seiten festgehaltene Daten, zu recherchieren. Dabei habe ich nur mal bei 
den alten Blues - Leuten nachgeschaut. Wie sehen denn die Reaktionen anderer Leute aus? Hat vielleicht auch schon mal jemand von den betroffenen Bands ein Zeichen gegeben? Könnte ja sein, daß Ihr denen aus der Seele sprecht.

Wie gesagt, ich finde diese Seite gelungen und sinnvoll, herzliche Gratulation!

Karin aus Köln  am 18.03.2000


Hallo Günther,
hier ist eine Omegafanin aus Köln. Habe mir Deine interessante Homepage über Omega angesehen und es freut mich immer, wenn ich sehe, dass es doch noch Omegafans gibt.
Ich hatte das grosse Glück gehabt und war am 4.9.1999 im Nepstadion zum größten Omegakonzert!!!
Mein Schwager hat mir 2 Fernsehzusammenschnitte von diesen Konzert auf Video geschickt, welche ich natürlich oft sehe. Das Doppel-CD Album davon habe ich schon. Das 1994er Konzert habe ich nicht live gesehen, aber beim 99er Konzert gab es im Stadion die 2 Kaufvideos davon, welche mein Heiligtum sind. Das 25jährige Jubiläumskonzert habe ich auch als Video. Im Mai wollen wir nach Ungarn und ich hoffe doch, dass es dann auch die Kaufvideos vom 4.9.1999 Konzert gibt. Sonst habe ich Omega am Plattensee mehrmals erlebt und 3 mal in Leipzig, wo ich früher wohnte.
Auf Plattenbörsen hier in Köln suche ich mir nun die englischen Omegaalben zusammen und finde auch ab und zu LP´s oder CD´s. CD´s sind schwieriger zu finden.
Am meisten suche ich das in Ungarn im vergangenen Jahr erschienene Omegabuch. Angeblich war es ruckzuck vergriffen. Aber ich werde alle Buchläden ablaufen.
Ich hoffe auf das grosse Omegakonzert zum 40jährigen Jubiläum, da möchte ich dabei sein. Das ist dann 2002.
Würde mich freuen, von Dir zu hören.
Viele Grüße Karin