Black Power

Wir

Lyrik

 

Komp. Wolfgang Ziegler

Text: Jens Gerlach

 
     

  Steh ! Hier ist Golgotha ! Steh ! Deine Zeit ist nah !

 Sie haben euch wie Vieh gefangen. Die Kette rieb die Seele wund.

Sie waren listig wie die Schlangen - und Gott hielt seinen Mund ...

 Steh ! Deine Zeit ist nah ! Steh ! Hier ist Golgatha !

Und sie lehrten euch beten, das der Herr euch liebt und wacht ...

 Doch Jahrhunderte wehten: Immer blieb es Nacht !

Steh ! Hier ist Golgatha ! Steh ! Deine Zeit ist da !

Du trägst die schwarze Haut zu Markte und wurdest härter in der Haft:

In langer Sklaverei erstarkte auch deine Leidenschaft !

Hast im Blick noch die Felder: Frucht aus Fleiß und Schweiß und Blut.

Schwarze Kreuze stehn wie Wälder .....

 

Manchem hart und manchem weich ist das große Himmelreich:

 Hai und Stint in einem Teich ! Sind vor Gott nicht alle gleich?!

Also geh ! Also steh! Geh und steh, steh endlich auf !

Du bist stolz, nicht aus Holz: Wie es ist nimmst du´s  nicht in Kauf !

 Krieg ist Krieg ! Drum betrüg dich nicht selbst: Kämpf um den Sieg !

 Du stehst nicht allein ! Lass sie spein!

Lass sie schrein, schrein, schrein, ja, schrein !

Denn du stößt die Faust in das Licht, jenem Gott ins Gesicht.

 Und das Stadionrund schreit sich wund, denn ihr Gott hält vor Angst seinen Mund !

Und ein jeder weiß: Dort zerreißt auf dem Strom nur das Eis !

 

Und die Sonne glüht, und ein Lied kündet leis, dass die Welt endlich blüht ...

Und der Himmel wird so weit, und die Erde trägt ein Kleid, bunt vor Glück

und Fröhlichkeit - so beginnt die Erntezeit !

 

Hunderttausend stehen um dich her: Hunderttausend Zentner wiegen schwer !

Schwerer aber wird das morgen sein: Goldmedaillen sind nur schöner Schein.

Heute noch als Supermann benutzt, bist du morgen der, der Schuhe putzt.

Oder du liegst irgendwo im Dreck, denn für Muß gibt´s  keinen Blankoscheck.

Vietnam, vielleicht auch Bowery - bloß nach oben lassen sie dich nie !

 

Doch du stehst, ein schwarzer Meilenstein, pfeifst auf Dollars und auf schönen Schein,

stehst, von Wut und Liebe rings umbraust, stehst und reckst ins Morgen deine Faust !

 Steh ! Deine Zeit ist da ! Geh ! Pfeif auf Golgatha !

Noch bleibt auf unsrer Menschenerde für dich und uns zu tun genug,

 damit sie niemals irre werde an ihrem Weltraumflug !

 

Geh ! Yes, Black Brother, go ! Geh ! Tell us, what you know !

Geh ! On Black Brother, go ! Geh ! Tell us, what you know !

 

Nie soll´n die Uhren stehn! Die Zeit soll weitergehn !

Geh ! Yes, Black Brother, go ! Geh ! Tell us, what you know !

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.