Bootsfahrt

Gaukler R.B.

Lyrik

Komp. André Herzberg

Text: Werner Karma

Unter dem Segel der Eifersucht
schifft meine Freundin sich ein
zur großen Fahrt um ihr Herz herum
und ich darf Bootsjunge sein
darf Planken scheuern und Farbe sprühn
und hab ne Koje für mich
die Wellen plätschern mir übern Bauch
der Kompass geht aufn Strich.
 
Wie weit die Kiste schwimmt
 und welchen Kurs sie nimmt
geht mich nichts an, ich bin ein Mann
der sich noch treiben lassen kann
ich lieb mein Steuerweib
und meinen Zeitvertreib
ich schmiere fleißig den Motor
so kommt uns keine Panne vor
 
In der Kombüse wird schmal gekocht
das meiste Geld schluckt der Kahn
und das verdient er
seitdem er schwimmt kommen wir überall an
Wir fahren runter und wieder rauf
die Welt ist krumm wie ein Fass
mal glotz ich trocken dem Sturm ins Maul
mal macht ein Lüftchen mich nass.
 
Wie weit die Kiste schwimmt
 und welchen Kurs sie nimmt
geht mich nichts an, ich bin ein Mann
der sich noch treiben lassen kann
ich lieb mein Steuerweib
und meinen Zeitvertreib
ich schmiere fleißig den Motor
so kommt uns keine Panne vor
 
Kann sein der Wind trägt uns den Geruch
von fremden Weibern heran
dann bläht das Segel der Eifersucht
sich mächtig über den Kahn
mit voller Fahrt und auf Gegenkurs
lenkt mich die Freundin vorbei
so spür ich gar nichts von der Gefahr
und bin ihr dankbar dabei.
 
Wie weit die Kiste schwimmt
 und welchen Kurs sie nimmt
geht mich nichts an, ich bin ein Mann
der sich noch treiben lassen kann
ich lieb mein Steuerweib
und meinen Zeitvertreib
ich schmiere fleißig den Motor
so kommt uns keine Panne vor

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.