Brannteweinlied eines Schusters

Horch

 

Lyrik

 

Musik : trad.

 

Text : Christian Friedrich Daniel Schubart   (1782 )

 

 

 

O Fläscherl, hübsch und fein,

Gefüllt mit Branntewein!
Du bist des Wurstels Freude,
Bist seine Schnabelweide,
Gluck gluck, gluck gluck, gluck
Gluck, gluck - - -
O goldner Branntewein,
Wie süß schlüpfst du hinein!
 
O Fläscherl, stärke mich,
Komm her, ich küsse dich.
Sei g'scheit, mein liebes Weiberl,
Ich bring dir's zu, mein Täuberl.
Gluck - - - -
Gluck - - - -
O goldner Branntewein,
Wie süß schlüpfst du hinein!
 
Wenn ich des Morgens trink,
Bin ich zur Arbeit flink;
Kann sohlen, steppen, nähen,
Den Draht im Takte drehen.
 
Schluck, schluck - - -
Schluck - - - -
O goldner Branntewein,
Wie süß schlüpfst du hinein.
 
Macht mich der Gerber toll,
Wenn ich ihn zahlen soll;
So denk ich: hol der Sperber
Den Ledrer samt dem Gerber.
Gluck, gluck - - -
Gluck - - - -
Beim Gläschen Branntewein
Fällt keine Schuld mir ein.
 
Trink ich ein Gläschen Spitz,
Krieg ich Verstand und Witz.
Dann tanz ich nach der Fiedel,
Sing hübsche deutsche Liedel.
Gluck, gluck - - -
Gluck - - - -
O goldner Branntewein,
Wie süß schlüpfst du hinein!
 
O Fläscherl, hübsch und fein,
Mein Schätzerl sollst du sein,
Will dich mit nassen Blicken
Oft an mein Goscherl drücken.
Gluck, gluck, gluck, gluck, gluck,
Gluck, gluck, gluck, gluck, gluck.
Es lebe hübsch und fein
Mein Fläscherl Branntewein!

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.