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Das Narrenschiff |
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Karat |
Lyrik |
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Komp. Ulrich Swillms |
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Text: Norbert Kaiser |
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Es fährt ein Schiff schon seit vielen Hundert Jahren |
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durch diese Welt mit List und Hochmut. |
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Er hält den Kurs durch die Riffe und Gefahren, |
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am Steuer steht die Eitelkeit. |
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An seinem Mast weht die Fahne nach dem Winde. |
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Der Horizont versinkt im Fieber. |
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In wilder Hast tanzen Narren in der Runde, |
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wo der Betrug vor Tugend steht. |
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Sie fahren endlos, sie fahren zeitlos, |
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sie fahren traumlos dahin. |
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Sie halten fest an verstaubtem Aberglauben. |
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Es schillert bunt die Maskerade. |
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Sie feiern laut, mit maskierten blinden Augen |
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das trübe Fest der Unterwelt. |
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Es liegen schon neue Gäste auf der Lauer. |
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Und Dir wird kalt, wenn sie dir winken. |
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Und wie zum Hohn jagen Winde, treiben Schauer, |
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das Narrenschiff, das nie versinkt. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.