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Der Alte und die Kneipe |
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Diestelmann |
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Lyrik |
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| Schon jeden früh um sieben |
| steigt der Alte aus seinem Bett |
| und er denkt an `ne menge Sachen, |
| die er gern und wieder hätt`. |
| Und er denkt an seine Frau, |
| die ihm gestorben schon vor Jahr`n |
| und er denkt besonders daran, |
| wie stark sie zusammen war `n. |
| Nun steht er am off `nen Fenster |
| und guckt müde in den Hof, |
| und drüben an der Hauswand |
| steht noch immer: Wilhelm ist doof. |
| Und dann friert`s ihn am offenen Fenster |
| und er macht sich den Ofen warm, |
| dabei murmelt er vor sich er: |
| `s `ìs kalt dass Gott erbarm. |
| Und mittags geht er in die Kneipe |
| weil er Hunger hat und Durst |
| und er bestellt sich was er halt immer isst, |
| `n Bier und `ne Brühe mit Wurst. |
| Denn früher hat seine Frau gekocht |
| und die konnt` das verdammt noch mal gut |
| und jetzt steht er allein in der Kneipe rum, |
| bei Brühe, Mantel und Hut. |
| Und nachmittags brüllt sich in die Kneipe, |
| was Säufernachwuchs ist, |
| an schiebt den Alten beiseite: |
| Mensch hau ab und mach keinen Mist! |
| Dann steht er auf der Straße |
| und denkt: warum seit ihr nicht fair, |
| und er sagt sich schon zum hundertsten Mal: |
| hier gehst`e nie wieder her! |
| Und am nächsten Tag da kommt er wieder, |
| weil die Einsamkeit ihn dazu treibt, |
| und da er nichts anderes hat, |
| tut er das was ihm noch bleibt. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.