Der Ausreißer

Der Ausreisser

Pankow

Lyrik

Komp. Jürgen Ehle

Text: Eckhard Mieder

Jetzt rückt der Zeiger auf die zehn.

Ich werde nie mehr nach Hause gehn`.
Lieber will ich irgendwo verrecken
auf den deutschen Reichsbahnstrecken.
 

Der Zug fährt ein,

die Bremsen schrein`.
Jetzt bin ich endlich mit mir allein,
der Zug fährt los, es knall `n die Tür`n .
Jetzt geht es endlich weit weg von hier.
 

Es gibt kein Zurück,

es ist vorbei.
 

Ich kann die Mutter nicht mehr verstehn,

kann den Alten nicht mehr Saufen sehn.
Und lass mich auch nicht mehr von dem anfassen,
trotzdem hab ich Angst zu hassen.
 

Es gibt kein Zurück,

es ist vorbei.
 

Es gibt kein Zurück,

es ist vorbei.
 

Ich fahre mit und stell mir vor:

ich käm als Toter auf den Korridor
Meine Eltern stehn` stumm in den Tür`n
so früh wollten sie mich nicht verlier`n.
 

Es gibt kein Zurück,

es ist vorbei.
Nein, es gibt ,
es gibt kein zurück,
es ist vorbei.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.