Der Bauch

Renft

Lyrik

Komp. Thomas Schoppe

Text: Thomas Schoppe

  Oh, was für ein Bauch, der Fleisch und Korn begehrt,
der unter Knochengemurmel aus Urzeiten jeden Muskel beschwört.
Das jegliches Leben nach einem alten Brauch
sich im Kampf verschlingt, anvisiert vom zielenden Aug `.
 

So hast du beizeiten schon deinem Mund verspürt,

der noch voll von Murmeln, innig heiß, einen Bauch begehrt,
und erst wenn du später flehst nach Liebe für deinen Bauch.
Ja, dann lacht dir aus Gnade, im Effet von Würfeln, Gottes Aug `,
und dann siehst du am Ende, in dieser Welt, Gottes Aug `.
 

Oh, was für ein Bauch, der anderes Leben verlacht,

der von Götzen flankiert seine Lenden nährt durch Macht.
Und dessen Stärke wird zum Knebel eig` ner Sicht,
wächst um den Mund zu einem zweiten Gesicht.
 

So marschierst du beizeiten schon, blind, in goldenem Wahn,

in der Enge von Garden, seltsam leicht, befreit von Scham.
Und erst wenn du später flehst um dein Leben,
vor `nem anderen Schlund.
Ja, dann lacht dir aus Gnade, im Effet von Kugeln, Gottes Mund.
Und dann siehst du am Ende, im Bauch der Welt, Gottes Mund ...

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.