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Der Irrgärtner |
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Scheselong |
Lyrik |
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Komp. Scheselong |
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Text: Scheselong |
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| "Ich hab ein kleines Häuschen mit `nem großen Garten, |
| davor ein hohes Tor, da müssen alle warten, |
| und wenn mal einer kommt, |
| der will, was mir missfällt, |
| ich mein, |
| von mir was haben will, |
| zum Beispiel Geld, |
| dann führ ich ihn direkt vom Tor in mein geheimes Reich, |
| Sie wollen doch wissen, was das ist, |
| ich zeig es Ihnen gleich." |
| "Sie können ruhig warten in meinem Irrgarten, |
| Sie brauchen gar nicht schwitzen, bleiben Sie ruhig sitzen, |
| und sparen Sie ihren Proviant, |
| der Ausgang ist nur mir bekannt, |
| Sie brauchen auch nicht laut zu schreien, |
| denn ich wohn hier ganz allein." |
| "Früher kamen dauern Leute, die was wollten hier, |
| und auch lästige Verwandte, so was stört doch sehr, |
| Sie kennen die Kassierer für Miete, gas und Licht, |
| seien Sie ehrlich, zahlen Sie gerne, |
| sehen Sie, ich auch nicht. |
| Und wird es mir heut mal zu viel, |
| schließ ich einfach zu, |
| genieße meinen Garten in schöner Friedhofsruh." |
| "Sie können ruhig warten in meinem Irrgarten, |
| wozu die vielen Skizzen, die werden doch nichts nützen, |
| versuchen Sie sich durchzuzwängen, |
| Sie bleiben doch in Dornen hängen, |
| und wenn sich jemand wundert, |
| ich hab noch Platz für hundert." |
| "Mich hat die Leidenschaft gepackt, ich plane hoch hinaus, |
| die schöne Ecke breitet sich schon immer weiter aus, |
| das Grundstück, rings um meinem Haus, |
| ist schon voller hecken, |
| doch irgendwie kam alles raus, |
| nun muss ich mich verstecken. |
| Der ganze Garten ist umstellt von Leuten mit Pistolen, |
| doch traut sich keiner zu mir rein, |
| um mich heraus zu holen. |
| "Nun muss ich selber warten in meinem Irrgarten, |
| darf nun selbst nicht mehr hinaus, |
| ich glaub, jetzt ist es mit mir aus, |
| kann den ganzen Plan vergessen, |
| hab auch gar nichts mehr zu essen |
| seh, beim ruhelosen Wandern, |
| all die Knaben vor mir an, |
| bleibe in der Hecke hängen, |
| beim Versuch mich durchzuzwängen, |
| zwecklos ist mein Hilfeschreien, |
| keiner traut sich zu mir rein. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.