Der
rote Karl, mein Nachbar, hat
Hat
einen großen Kirschbaum
Der
treibt im Frühling Blüten, die
Leuchten so weiß, wie Bierschaum
Der
rote Karl hat achtzig Jahr
Auf
seinem krummen Rücken
Und
als sie reif warn, wollte ich
Die
Kirschen für ihn pflücken
Nee,
nee, solang ich lebe und
Hab
noch'n Zahn zum Knirschen
Und
noch'n Zahn daneben, Mensch,
Da
pflücke ich die Kirschen
Die
Dinger noch alleene
In
meinem ganzen Leben
Ließ
ich mir keene Kirsche nich
Von
oben runtergeben!
Vom Kirschbaum flogen Spatzen auf
Katzen sahn hinterdrein
Karl keuchte seine Leiter rauf
Klettert in 'n Himmel rein
Und während ich die Leiter hielt
Das er nicht runterfällt
Erzählt der rote Karl mir was
Von sich und von der Welt