Der rote Karl

Renft

Lyrik

Komp. Christian Kunert
Text: Gerulf Pannach

 

Der rote Karl, mein Nachbar, hat

Hat einen großen Kirschbaum

Der treibt im Frühling Blüten, die

Leuchten so weiß, wie Bierschaum

Der rote Karl hat achtzig Jahr

Auf seinem krummen Rücken

Und als sie reif warn, wollte ich

Die Kirschen für ihn pflücken

 

Nee, nee, solang ich lebe und

Hab noch'n Zahn zum Knirschen

Und noch'n Zahn daneben, Mensch,

Da pflücke ich die Kirschen

Die Dinger noch alleene

In meinem ganzen Leben

Ließ ich mir keene Kirsche nich

Von oben runtergeben!

 

Vom Kirschbaum flogen Spatzen auf

Katzen sahn hinterdrein

Karl keuchte seine Leiter rauf

Klettert in 'n Himmel rein

Und während ich die Leiter hielt

Das er nicht runterfällt

Erzählt der rote Karl mir was

Von sich und von der Welt

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.