Der Zocker - Eric Fish

Der Zocker

E. Fish

 

Lyrik

Komp. Eric Fish / Gerit Hecht

Text: Eric Fish

 

Er trägt sein Haar in einem dünnen Zopf
und schleppt sein leben huckepack.
Der Ring in seinem Ohr ist stumpf und grau
 
Doch seine Augen glänzen scheu
die Leute schimpfen ihn verrückt
wenn er sich Zähne putzt
im ersten besten Klo auf der A 9.
 
Und er schüttet sich den Kaffee übers Knie
sieht ein Blinken
lauscht der Melodie - das ist Magie.
 
Und er wirft den letzten Groschen
in den Schlitz der Hoffnung heißt
denn er weiß er wird gewinnen - irgendwann
der Preis ist heiß.
 
Am Bahnhof früh um Elf noch müd und schwach
da tauscht er seine Lieder ein
das Geld in seinem Hut ist stumpf und grau.
 
Er singt von Freiheit und Rebellion
von Träumen die er mal gehabt
doch sind sie alle fast
vergessen schon
 
Und er schüttet sich sein Bier übers Knie
sieht ein Blinken
lauscht der Melodie - das ist Magie.
 
Und er wirft den letzten Groschen
in den Schutz der Hoffnung heißt
denn er weiß er wird gewinnen - irgendwann
der Preis ist heiß!
 
Im Bustop wo er heute Nacht gepennt
schreibt er sein dünnes Testament
die Schrift auf dem Papier ist stumpf und grau
 
Es gibt nichts zu verteilen
ein Wunsch nur zwischen den Zeilen
 
Spielt mir an meinem Grab die Melodie
Sie ist Magie!

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.