|
|
|
Ich steh an leeren
Gleisen |
|
vor einer Wartehalle |
|
und das Signal steht noch auf „grün“. |
|
Der Zug ist abgefahren |
|
ich stehe hier und merke, |
|
dass ich zu spät gekommen bin. |
|
Der Wind streicht übern
Bahnsteig |
|
ein Blatt weht welk vorüber, |
|
ich fühl mich ähnlich, ganz tief drin. |
|
Der Zug ist abgefahren |
|
und mir wird zur Gewissheit, |
|
dass ich zu spät gekommen bin. |
|
Und ich fühlte mich so sicher, |
|
hab nie daran gedacht, |
|
dass das mit uns banal und hart zu Ende
geht. |
|
In der Liebe gibt es keine Garantie, |
|
das weiß ich jetzt. |
|
Wo unser Abschied aus dem Nichts
entsteht. |
|
Ich steh an leeren Gleisen, |
|
der Wind streicht übern Bahnsteig |
|
und das Signal steht noch auf „grün“. |
|
Der Zug ist abgefahren, |
|
Ich stehe hier und merke, |
|
dass ich zu spät gekommen bin. |
|
Ich steh an leeren Gleisen, |
|
hör noch die Räder rollen. |
|
Das Licht entschwindet in die Nacht. |
|
Der Zug ist abgefahren |
|
und mir bleibt die Erkenntnis: |
|
Ich hab’s wohl wieder falsch gemacht. |
|
Der Zug ist abgefahren, |
|
ich stehe hier und merke, |
|
dass ich zu spät gekommen bin. |