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Die dicke Irmtraud |
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Thalheim |
Lyrik |
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Komp. Jürgen Ecke / Barbara Thalheim |
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Text: Fritz-Jochen Kopka |
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Hoch die Tassen, Irmtraud, |
| wir trinken auf das Trinken, Mädel. |
| Du hast den größten Represitationsfonds im Land |
| und trotzdem Kumpel geblieben. |
| Und immer zwei Schnäpse voraus, |
| und immer edel im Saufen |
| und in der Sache konsequent. |
| Kein Freund der Musen, der dich kennt, |
| hast noch nie `n volles Glas, `n vollen Freund verlassen, |
| findest kein Ende, hoch die Tassen, |
| denn Ende heißt: |
| Die andern machen weiter in den Betten, |
| und du füllst jedes Bett allein aus. |
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Hoch die Tassen, Irmtraud, |
| wir trinken auf die bess` re Welt im Schädel., |
| alle Menschen dieser selbst erdachten Welt sind gleich, |
| gleich wert, geleibt zu werden. |
| Ob klein, ob schön oder fett, |
| zu den dicksten Frauen ist man nicht nur höchstens nett, |
| kein Mann jener Welt, der dich nicht gern hätt. |
| Aber noch gibts diese Welt nur im Schädel, |
| hoch die Tassen, Irmtraud, Mädel. |
| Solang die Sessel stöhnen und die Schönen dich missachten, |
| da nutz` deine ungeliebte Zeit. |
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Alles umarmt sich und du umarmst dich. |
| Und noch mal Prost, kein besserer Trost |
| dieser Stunden zwischen Nacht und Nichts, |
| darin ist kein Mensch allein |
| zwischen Kunst und Hochprozenten |
| lässt sich jedes Schicksal wenden. |
| Keine Frau ist mehr verschmäht, |
| erst, wenn es um Liebe geht, bist du allein. |
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Hoch die Tassen, Irmtraud, |
| wir trinken aufs Vergehen, Mädel. |
| Du bist der größte Steher in unserm Verein, |
| unsere kommenden Krisen |
| hast du lange hinter dir. |
| In deiner ungeliebten Zeit hast du gestrebt, |
| Wissen ist Macht. |
| So leicht kommt heut keiner, der über dich lacht. |
| Wenn alle längst am Ende sein werden |
| mit Herzinfarkten und Altersbeschwerden, |
| dann trefft ihr euch wieder mit gleichen Chancen, |
| die Früchte des Sommers sind verfault. |
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Alles verzehrt sich, du aber nicht. |
| Du wirst `ne schöne alte Frau sein, |
| die keinen Frühling, keinen Sommer vermisst. |
| Dein ist der schwere Wein. |
| Du bist nie geliebt worden, |
| das wird keiner mehr wissen, |
| keine Frau ist mehr verschmäht, |
| wenn die Hitze erst vergeht, |
| erst am Ende bist du nicht - allein. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.