Die Flut

Renft

Lyrik

 

Komp. Thomas Schoppe

Text: Thomas Schoppe

 
     
Ich hab geträumt so tief und schwer,
sah Wolken grau über dem Meer.
Das ein Spiegel war des Himmels hell,
der jäh zerbrach, als ein Regen fiel.

Und als der Regen niederschlug,
über Ufer, Meer und Flüsse trug,
ward die Flut zum großen Trunk der Zeit,
den der Himmel hielt der Welt bereit.

Nur wer trunken ward davon, der schwieg,
wie das Nass als Ganzes in ihm stieg
und ihn reif und schwer wie eine Frucht,
in die Tiefe zog, voll von Sehnsucht.

So riss es Tausende fort an einen Zufluchtsort,
nur weil irgendwann nur ein Regen kam,
der Tausendfach das Bild zerbrach, das der Himmel trug.

Viele hat die Flut hinweg gespült,
in Häfen, bleich, mit Schaum gefüllt.
Wo im Gewirre wässert Mord,
als Schlüsselbart für einen Zufluchtsort.

So kamen Tausende schon in den Fluten um,
nur weil sie irgendwann nun nicht mehr den Himmel sahn,
der tausendfach wie ein Spiegel brach - als der Regen kam.

Viele hat die Flut so fortgespült,
die Häfen bleich mit Schaum gefüllt.
Doch ich weiß nicht mehr wer hier ertrank
dabei in das Blut des Himmels sank.

Ich war erwacht so trunken schwer,
sah Wolken grau über dem Meer.
Das ein Spiegel war des Himmel hell,
der jäh zerbrach, als ein Regen fiel.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.