Die Nacht

Bayon

Lyrik

Komp. Christoph Theusner

Text: Sarah Kirsch

 

Die Nacht streckt ihre Finger aus,

und findet mich in meinem Haus.
Und setzt sich unter meinen Tisch,
sie kriecht und droht, sie windet sich.
Und der Rauch schwimmt durch den Raum
wächst zu einem schönen Baum.
Und sie mich nicht weiter stören kann,
ich brauche einen Neuen.
Dann zähl ich alle meine lieben Freunde an den Fingern ab,
es sind so viele Finger die hab`.
Zu wenig Freunde sind geblieben.
 

Streckt die Nacht die Finger aus

findet mich in meinem Haus,
und der Rauch schwingt durch den leeren Raum
wächst zu einem schönen Baum.
Der ist voll belaubt mit Worten,
Worte die als bald verdorrten.
Wolken schwimmen durch die Zweige,
die ich heut` nicht mehr besteige.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.