Die Straße, die nach Süden führt

J.Walter

Lyrik

Komp. Arndt Bause

Text: Gisela Steineckert

Die Straße, die nach Süden führt,

auf der such du mich nicht,
nach Norden wär es mir zu kalt.
Der Nebel nimmt die Sicht,
ein bisschen Osten oder West
so zwischen Stadt und Wald.
Dort wo sich’s einfach leben lässt,
dort mach ich einfach halt.
 

Wo jeder laute Reden führt

und pocht aufs eigne Recht.
Wo keins des andern Nöte spürt,
da leb ich auch nur schlecht.
Wo Aufruhr wär und Stillesein
und keins tut stolz und kalt.
Da kehr ich bei den andern ein,
da mach ich erst mal halt.
 

Die Straße, die nach Süden führt,

auf der such du mich nicht,
nach Norden wär es mir zu kalt.
Der Nebel nimmt die Sicht,
ein bisschen Osten oder West
so zwischen Stadt und Wald.
Dort wo sich’s einfach leben lässt,
dort mach ich einfach halt.
 

Wo jeder nur sich selber sucht,

da such mich nicht zuerst.
Ein Herz aus Stein und gut betucht
sag, ob du da gern wärst.
Wo Nähe keine Chance hat
weil alles rafft und hetzt,
das habe ich so gründlich satt,
dort suche mich zuletzt.
 

Die Straße, die nach Süden führt,

auf der such du mich nicht.
nach Norden wär es mir zu kalt.
Der Nebel nimmt die Sicht,
ein bisschen Osten oder West
so zwischen Stadt und Wald.
Dort wo sich’s einfach leben lässt,
dort mach ich einfach halt.
 

Ich find in mir nur wenig

Lust, die zu bezahlen wär,
und hab ich’s früher nicht gewusst,
ich geb’s um Gold nicht her.
Ein bisschen Osten oder West,
so zwischen Stadt und Wald.
Wo jeder jeden Leben lässt,
dort such ich erst mal halt.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.