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Die Zeit der Irren und Idioten |
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Wenzel |
Lyrik |
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Komp. Hans-Eckardt Wenzel |
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Text: Hans-Eckardt Wenzel |
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| Es ist wie Sommer heut im Mai. |
| Die Nutten haben Hitzefrei. |
| Die Polizei putzt ihre Scheiben. |
| Die Heiratsschwindler übertreiben. |
| Die Stadt riecht schweißig und nach Äther. |
| Es kichert leis der Attentäter. |
| Noch unentdeckt sind all die Toten. |
| Das ist die Zeit der Irren und Idioten. |
| Betrogne Männer gehen mit Strick |
| Zum Stadtwald, kommen nicht zurück. |
| Die Nonnen lutschen an Lakritzen. |
| Die Mönche untern Kutten schwitzen. |
| Ein Onanist stiert vom Balkon. |
| Ein BMW fährt durch Beton. |
| Es sterben zwanzig Fahrradboten. |
| Das ist die Zeit der Irren und Idioten. |
| Ein Ex-Minister lacht verstört. |
| Der Mittelstand ist höchst empört. |
| Die Spanner liegen auf der Lauer. |
| Die Hochdruckzone bleibt von Dauer. |
| Der Asphalt hat sich hochgebogen. |
| Der Fliederduft setzt unter Drogen |
| Und jede Logik ist verboten. |
| Das ist die Zeit der Irren und Idioten. |
| Ein Säufer hat sich stumm gegrölt. |
| Die Hausfrau hat sich eingeölt. |
| Selbst nachts bleibt diese Affenhitze |
| Über die Stadt wie eine Mütze. |
| Es wird verrückt selbst der Solide. |
| Dann häufen sich die Suizide. |
| Touristen kotzen von den Boten. |
| Das ist die Zeit der Irren und Idioten. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.