Wochenpost Nr.22 / 1989

 
 

 

 

Karthothek - Peter Ludewig

Peter bekam mit neun Jahren ersten Akkordeon Unterricht. Während seiner Mauerlehre spielte er im Akkordeonorchester – als Schlagzeuger.  1961 kaufte er sich ein komplettes Schlagzeug und trommelte zunächst in Amateurbands, bei den „Tanzharmonisten Oberhermsdorf“ und dann im „ Quintett 63“.

Nebenbei nahm er Unterricht in Schlagzeug und Gesang. Von 1966 bis 1968 sang er im Chor des Gerhard-Hauptmann Theaters Görlitz. 1968 ging er an die Hochschule für Musik in Dresden, wo er Bernd Aust und Wolfgang Riedel kennen lernte und 1969 Gründungsmitglied der ELECTRA-COMBO DRESDEN wurde.

Nach einem Unfall musste er 1981 ausscheiden. Von 1982 bis 1984 trommelte er bei SIMPLE SONG. Seit Ende 1985 ist er erfolgreich mit seinem musikalisch – kabarettistischen Solo-Projekt unterwegs:  MAMPE IN SPE. 

Repertoire: Rocksongs – eigene Titel, die ihm Rainer Oleak komponiert, Becker/Wolf ( „Duo Sonnenschein“ ) texten, internationale Hits, vorwiegend in eigenen Text – und Musikfassungen. 

Erfolgstitel: „Der grüne Esel“ ( Ludewig – Uebel/Gellert ), „Hava nagila“ ( trad. ), „Der Opernsänger“ ( Ludewig-Zückmantel/Beckert-Wolf ).

Von 1969 bis 1981 war Peter Ludewig mit ELECTRA an Produktionen, Auslandsgastspielen und Festivals beteiligt. 1989 als Gast an der ELECTRA Gala im Kulturpalast Dresden.

Vorhaben: weiterhin unterwegs mit dem Solo-Projekt, das ständig vervollkommnet wird, zum thematischen Programm ausgebaut werden soll, gelegentlich als gast bei Auftritten von ELECTRA. 

Standpunkt: So lieb mir mein Schlagzeug ist, ich hatte immer auch den Drang nach vorn, wollte mich vielseitig ins Spiel bringen, Eigenes ins Publikum tragen. Im Prinzip: Spaß an der Musik und am Wort mit ein paar Rippenstößen verbinden – gegen Egoismus, Stumpfsinn, Oberflächlichkeit. Ich glaube, die „kleine Form“, mit der man in Klubs, in Diskos, direkt an die Leute herankommt, hat da eine echte Chance – wenn man mit Persönlichkeit und Professionalität überzeugt.