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Text: Wolfram Bodag |
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Weiß und weich und sehr verletzlich krumm unser Hinterleib |
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leben wir im Humus und täglich zum Zeitvertreib |
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denken wir permanent an einen Sekt dass ihr kennt |
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und das der Sammler schlicht und einfach Maikäfer nennt. |
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Wir schlüpfen in Gedanken aus unserer Haut heraus |
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wir öffnen unsern Panzer und probieren die Flügel aus |
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und fliegen frei in den herrlichen Mai |
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und denken wohl das da nichts besseres sei. |
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Plötzlich landen wir dann doch auf ´nem Ahornblatt |
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fressen uns mit starkem Kiefer rund und fallen matt |
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auf´ s Ohr die Sammler jubeln im Chor |
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und holen schnell ihr Zigarrenkästchen vor |
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sie fangen uns ein und tun uns dort rein |
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wir lärmen und schrei´ n was kann denn das bloß wieder sein. |
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Dann krabbeln wir wie wild in diesem schummrigen Kästchen umher |
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und schnuppern an den Blättern die behagen uns nicht mehr |
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die Sammler schrei´ n mit euch spielt sich´ s fein |
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und tauschen Müller gegen Bäcker ein. |
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Welke Blätter die Luftlöcher viel zu klein |
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die meisten liegen auf dem Rücken und gehen langsam ein |
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an Maikäferaas hat kein Sammler Spaß |
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man wirft uns auf den Hof den Hühnern hin zum Fraß |
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an Maikäferaas hat kein Sammler Spaß |
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man wirft uns auf den Hof den Hühnern hin zum Fraß. |