Melodie & Rhythmus  4 / 1982

 
 

 

 
 

 NO 55

 
     

 

Ist die jüngste Berliner Rockband. Weniger als zwei Wochen Probezeit mussten die Musiker nutzen, um sich auf ihr Premierenkonzert vorzubereiten, das dann während der Veranstaltung „Rock für den Frieden“ im Palast der Republik stattfand.

Die Publikumsaufmerksamkeit und der Erfolg waren unerwartet groß, zumal das Repertoire der Gruppe auch nahezu unbekannt war. Anders verhielt es sich mit der Popularität der Musiker: Georgi Gogow (bass, Geige, Komposition, Leiter) und Gisbert Piatkowski (Gitarre) waren von der Gruppe „City“ bestens bekannt, Peter Krause saß schon bei „Biebl“ und „Keks“ am Schlagzeug und Sänger Frank Gahler kam von der Bluesband „Monokel“ zu NO 55.

Diese hervorragende Rhythmusbesetzung, das technische Vermögen der Instrumentalisten und die Wandlungsfähigkeit des Showtalents Gahler – der auch als exzellenter Mundharmonikaspieler bekannt ist – garantieren beste Voraussetzungen für eine interessante Musik, in der Rock verschiedenster Spielarten mit der Expressivität des Rhythm & Blues zusammenfließen.

Die Texte schreiben Werner Karma und Jan Witte.  Von letzterem stammt der Titel „Welt in Visionen“, der als Konzert-Auskopplung auch in den Wertungssendungen des Rundfunks vorgestellt wurde. Mit diesem Lied hatte NO 55 auch Fernsehpremiere in der Sendung „rund“, die kürzlich aus Schwedt kam. NO 55 ist übrigens der alten Postleitzahl für einen Berliner Stadtteil im Prenzlauer Berg entlehnt, in dem der musikalische Leiter Georgi Gogow, zu Hause ist.