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Es gibt kein fremdes Leid |
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Ziegler |
Lyrik |
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| Gestern abend, da fragte die Kleine: |
| Schlafen jetzt alle Kinder der Welt? |
| Nein, nur die , wo´s jetzt dunkel ist |
| auf unsrer Hälfte der Welt. |
| Hinterher, da fragte sie mich, |
| ob alle ein Bettchen haben |
| und ob die Eltern ihnen |
| genug zum Abendbrot gaben? |
| Und sie fragte: Papa, |
| nächstes Jahr, hab ich dann einen Zopf? |
| Warum tragen die Mammis in Afrika |
| das Wasser auf dem Kopf? |
| Dann fragte sie mich: Mamma, was ist Krieg? |
| Und es kam, daß ich plötzlich schwieg. |
| Und ich sagte ihr, |
| daß dies das größte Unglück für die Menschen sei. |
| Und wenn alle Menschen dagegen sind, |
| geht die Gefahr vorbei. |
| Noch zu klein – nicht zu klein! |
| Um zu wissen von den Dingen der Welt, |
| wenn sie schon danach fragt, |
| wie kann ich schweigen, |
| wenn sich mein Kind zurechtfinden will. |
| Wenn es um sein Leben geht, |
| schweigt eine Mutter nicht still. |
| Für jedes Kind |
| soll auf der Welt |
| immer Brot und Frieden sein, Frieden sein, Frieden sein... |
| Es gibt für mich kein fremdes Leid. |
| Wo es geschieht, ist es nicht weit. |
| Es gibt für mich kein fremdes Leid, |
| es traf mich gestern, trifft mich heut. |
| Im Fernsehen sah sie Bilder |
| aus dem Libanon, |
| ja sie kam in die Küche |
| und erzählte mir davon. |
| Mit großen Augen fragte sie plötzlich: |
| Was machen die Kinder im Krieg? |
| Vielleicht spielen sie im Keller noch, |
| wenn die Rakete schon fliegt. |
| Für jedes Kind |
| soll auf der Welt |
| immer Brot und Frieden sein, Frieden sein, Frieden sein... |
| Es gibt für mich kein fremdes Leid... |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.