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„Wenn ich Lust
habe, mache ich ein Album“
Ihr
populärstes und meist verkauftes Album ist „Weihnachten in Familie“. Auch
heute noch kaufen junge Eltern zum Weihnachtsfest diese Platte, weil sie
diese schon aus ihrer Kindheit kennen. Ist es in Ordnung, dass gerade dieses
Werk ihr erfolgreichstes ist, oder liegt dieser Erfolg wie ein Fluch auf
ihnen?
Frank: Die
gleiche Frage hat man mir auch schon zur Platte „Wie ein Stern“ und „ Komm
wir malen eine Sonne“ gestellt. Wenn man solche Treffer „landet“ freut man
sich einfach nur.
Verdienen
Sie wenigstens noch etwas an diesem Album? Oder bekommt alles die
Plattenfirma, wie es bei so vielen Veröffentlichungen von DDR-Musik ist?
Frank: Vor
allem bei den Filmen, da „sacken“ die „Rechtsnachfolger“ alles ein, ` ne
Frechheit wie man mit den Schauspielern umgeht. Als Komponist und Sänger ist
man heute an der CD beteiligt, aber die „Ausschüttung“ wird immer weniger,
weil die GEMA das `wer weiß wie…´ abrechnet. Ich muss als Komponist zum
Glück nicht davon Leben.
Ein neues,
offizielles Album haben Sie länger nicht mehr gemacht. Andere Schlagersänger
gönnen ihren Fans keine Pause, sie beglücken diese jedes Jahr mit einem
neuen Album. Ist bei Ihnen etwas Neues geplant? Und wieso lassen Sie sich so
lange Zeit?
Frank: Ein
Album „kennst du ein Lied, kennst du sie alle“ will ich nicht. Es muss schon
was an Themen zusammen kommen. Wenn ich dazu Lust habe und die Zeit reif
ist, mache ich wieder eins.
Darf man
Sie überhaupt als Schlagersänger bezeichnen? Würden Sie lieber einen anderen
Begriff wählen?
Frank: Ja,
bitte. In meinen Berufsausweis steht Sänger. Es kann auch jeder andere
zutreffende moderne Begriff sein.
Auf ihrer
jetzigen Tour ist ihre Tochter dabei. Was wird sie den Zuschauern
präsentieren?
Frank: Meine
Tochter war viel in der Welt unterwegs und hat schöne Eindrücke gesammelt.
Daraus sind neue Lieder entstanden. Die wird sie vorstellen. Außerdem singen
wir unser bekanntes Duett „Spiegelbild“ von der letzten CD.
Sollten
die Besucher textsicher sein? Kommen auch die ewigen Hits zu neuen Ehren?
Frank: Na
klar. Es wird eine musikalische Zeitreise geben, meine Hits aus den 60er
Jahren bis heute, dazwischen Geschichten. Z.B. flötet mein Musiker Ali Kirfe
die 1. Invention von Bach, während ich die 2. Stimme pfeife und das alles -
hautnah. Was haben wir schon gelacht…
Sie haben
viel erlebt, haben mit berühmten Kollegen gesungen und mit diesen auf der
Bühne gestanden. Gibt es trotzdem noch einen Musiker, mit dem Sie unbedingt
noch singen wollen? Welcher Wunsch soll bei ihnen noch in Erfüllung gehen?
Frank: Nein,
da habe ich keine Wünsche. Eher würde ich mich über einen neuen Film freuen.
Da ist auch was im Busch, aber ich habe gelernt vorher nicht darüber zu
reden.
Wie halten
Sie sich zwischen den Konzerten fit? Spielen Sie noch Fußball?
Frank: Ja
zweimal in der Woche ist Training, danach geht’s ins Fitness Studio. Im
Winter mache ich Langlauf, gerne auch 20 – 30 km.
In Gotha
waren Sie schon lange nicht mehr. Werden Sie überhaupt Zeit haben, sich das
Städtchen näher anzusehen?
Frank:
Ehrlich gesagt: nein. Ich fahre ja auch noch einen Teil der Musiker, komme
an, probe, schreibe Autogramme vor, dann ist die Show und anschließend
Autogrammstunde. Danach geht’s mit dem Auto weiter.
Gibt es in
ihrem Leben etwas, was Sie bereuen?
Frank: Nein,
ich habe großes Glück gehabt. |