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Fröhlich soll mein Herze springen |
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Horch |
Lyrik |
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Musik: Johann G. Ebeling, 1666 |
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Text: Paul Gerhardt, 1656 |
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| Fröhlich soll mein Herze springen | ||
| Dieser Zeit, da vor Freud’ | ||
| Alle Engel singen. | ||
| Hört, hört, wie mit vollen Chören | ||
| Alle Luft Laute ruft: | ||
| Christus ist geboren! | ||
| Heute geht aus seiner Kammer | ||
| Gottes Held, der die Welt | ||
| Reißt aus allem Jammer. | ||
| Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute | ||
| Gottes Kind, das verbind’t | ||
| Sich mit unserm Blute. | ||
| Sollt’ uns Gott nin können hassen, | ||
| Der uns gibt, was er liebt | ||
| Über alle Massen? | ||
| Gott gibt, unserm Leid zu wehren, | ||
| Seinen Sohn aus dem Thron | ||
| Seiner Macht und Ehren. | ||
| Sollte von uns sein gekehret, | ||
| Der sein Reich und zugleich | ||
| Sich uns selbst verehret? | ||
| Sollt’ uns Gottes Sohn nicht lieben, | ||
| Der jetzt kömmt, von uns nimmt, | ||
| Was uns will betrüben? | ||
| Hätte vor der Menschen Orden | ||
| Unser Heil einen Greu’l, | ||
| Wär’er nicht Mensch worden. | ||
| Hätt’ er Lust zu unserm Schaden, | ||
| Ei, so würd’ unsre Bürd’ | ||
| Er nicht auf sich laden. | ||
| Er nimmt auf sich, was auf Erden | ||
| Wir getan, gibt sich an, | ||
| Unser Lamm zu werden, | ||
| Unser Lamm, das für uns stirbet | ||
| Und bei Gott für den Tod | ||
| Gnad’ und Fried’ erwirbet. | ||
| Nun, er liegt in seiner Krippen, | ||
| Ruft zu sich mich und dich, | ||
| Spricht mit süßen Lippen: | ||
| Lasset fahr’n, o liebe Brüder, | ||
| Was euch quält, was euch fehlt, | ||
| Ich bring’ alles wieder. | ||
| Ei, so kommt und lasst uns laufen! | ||
| Stellt euch ein, groß und klein, | ||
| Eilt mit grossem Haufen! | ||
| Liebt den, der vor Liebe brennet; | ||
| Schaut den Stern, der uns gern | ||
| Licht und Labsal goennet. | ||
| Die ihr schwebt in großen Leiden, | ||
| Sehet, hier ist die Tür | ||
| Zu den wahren Freuden. | ||
| Fasst ihn wohl, er wird euch führen | ||
| An den Ort, da hinfort | ||
| Euch kein Kreuz wird rühren. | ||
| Wer sich fühlt beschwert im Herzen, | ||
| Wer empfind’t seine Sünd’ | ||
| Und Gewissensschmerzen, | ||
| Sei getrost, hier wird gefunden, | ||
| Der in Eil’ machet heil | ||
| Die vergift’ten Wunden. | ||
| Die ihr arm seid und elende, | ||
| Kommt herbei, füllet frei | ||
| Eures Glaubens Hände! | ||
| Hier sind alle guten Gaben | ||
| Und das Gold da ihr sollt | ||
| Euer Herz mit laben. | ||
| Süßes Heil, lass dich umfangen, | ||
| Lass mich dir, meine Zier, | ||
| Unverrückt anhangen! | ||
| Du bist meines Lebens Leben; | ||
| Nun kann ich mich durch dich | ||
| Wohl zufrieden geben. | ||
| Meine Schuld kann mich nicht drücken, | ||
| Denn du hast meine Last | ||
| All’ auf deinem Rücken. | ||
| Kein Fleck ist an mir zu finden, | ||
| Ich bin gar rein und klar | ||
| Aller meiner Sünden. | ||
| Ich bin rein um deinetwillen; | ||
| Du gibst g’nug Ehr’ und Schmuck, | ||
| Mich darein zu hüllen. | ||
| Ich will dich ins Herze schließen; | ||
| O mein Ruhm, Edle Blum’, | ||
| Lass dich recht genießen! | ||
| Ich will dich mit Fleiß bewahren, | ||
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Ich will dir Leben hier, |
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| Dir will ich abfahren; | ||
| Mit dir will ich endlich schweben | ||
| Voller Freud’ Ohne Zeit | ||
| Dort im andern Leben. | ||
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.