Gewitter

Schubert B.

Lyrik

Komp. Sieghart Schubert

Text: Ingeburg Branoner

Hängt ein Gewitter schwer am Horizont,

wo doch noch eben die Sonne schien.
Und gelber Schwefellast liegt auf der Stadt,
wo sind auf einmal die Vögel hin.
Mir scheint die Stunde hält den Atem an,
Bäume erstarren im Dunkelgrün.
Und tausend Ängste stehn` uns im Gesicht.
Graupel fliegt auf die Dächer hin.
 

Wetter schlagen uns wie das Leben,

Sonne, Regen, das der Lauf..
Wetter schlagen uns wie das Leben,
doch wir richten uns wieder auf.
 

Dann wie aus Ketten reißt der Sturm sich los,

scharf wie ein Tiger, die Menschen fliehn`.
Die Bäume neigen tief vor ihr das Haupt,
Herr ist der Sturm und man fürchtet ihn.
Mit einem Schlage brechen Wolken auf
stürzen sich Wasser auf unsre Stadt.
Sie schwemmen Trümmer, Sand und Stein hervor
die uns der Sturm hinterlassen hat.
 

Wetter schlagen uns wie das Leben,

Sonne, Regen, das ist Lauf.
Wetter schlagen uns wie das Leben,
doch wir richten uns wieder auf.
 

Ganz unerwartet ist der Himmel blau,

Bäume sie schütteln ihr blankes Grün.
Die alten Häuser scheinen nicht mehr grau,
letzte Wolken ziehn` drüber hin.
 

Wetter schlagen uns wie das Leben,

Sonne, Regen, das ist Lauf.
Wetter schlagen uns wie das Leben,
doch wir richten uns wieder auf.
 

Wetter schlagen uns wie das Leben,

Sonne, Regen, das ist Lauf.
Wetter schlagen uns wie das Leben,
doch wir richten uns wieder auf.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.