Artikel aus  Neues Leben 11 / 1986

 

Ingeborg Dittmann

 Eine Band aus den Spitzenmusikern der DDR – Rockszene – anlässlich der Aktion „Rock für den Frieden“ wurde diese tolle Idee geboren. Und da die Gitarre nach wie vor wichtigstes Instrument des Rock ist, hatte das Projekt schon bald seinen künstlerisches Konzept und seinen Namen: „ It`s Only Rock `n` Roll – Gitarreros“

Aus dem geplanten einmaligen Auftritt bei „Rock für den Frieden“ im Januar wurden inzwischen Dutzende Konzerte überall im Lande. Im Februar und im August gingen die Gitarreros auf Tournee. Und man konnte sie beim Liedersommer der FDJ in der Lichtenberger Parkaue vor einem begeisterten Publikum erleben, das die Musiker erst nach fünf oder sechs Zugaben von der Bühne ließ.

Welch phantastische Stimmung ! Da knisterte die Luft förmlich vor Spannung. Und das gleichermaßen bei internationalen Standards ( wie „Honky Tonk Woman“, „Johnny B. Goode“, It `s Only Rock `n` Roll“ ) und Titeln aus dem eigenen Repertoire der einzelnen Bands ( Pankows „Freitag“, NO 55`s „Kurzschluss“, Stern Meißens „Taufrisch“ u.a. ).

Da lebten die frühen Rockjahre wieder mit ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Natürlichkeit und Frische. Da gab jeder der Mitwirkenden, was er zu geben imstande ist. Da war neben perfektem Spiel immer noch genügend Freiraum für Phantasie und Spontanität im Zusammenspiel der Akteure.

Jeder spornte jeden an, und das Publikum tat sein übriges, um die Musiker zu Bestleistungen zu inspirieren.

Diese kamen aus sieben führenden Rockbands unseres Landes: die Gitarristen Jürgen Ehle ( Pankow ), Uwe Haßbecker ( Stern Meißen ), Bernd Römer ( Karat ), Gisbert Piatkowski ( NO 55 ); die Solisten Tamara Danz ( Silly ), Toni Krahl ( City ), Herbert Dreilich ( Karat ), Mike Kilian ( Rockhaus ), als rhythmische Verstärkung Jäcki Reznicek ( Bassgitarre bei Pankow ), und Stefan Dohanetz ( Schlagzeug bei Pankow ), sowie Ed Swillms ( Keyboarder bei Karat ).