Goldene Brücken

V.Fischer

Lyrik

Komp. Franz Bartsch

Text: Kurt Demmler

 

Wenn wir zur Nacht uns in vier Wände verdrücken

so ein jeder, in seinem Zuhaus
Träume ich manchmal von ganz goldenen Brücken
und die ziehn aus dem Fenster hinaus.
 

Und ihr Geländer ist wie von Kaiserpalästen

und da schreitest du selbst wie ein Fürst
hoch über Straßenschlucht und Neubaukästen,
ja nur fort, das du wirst, was du wirst.
 

Und ein Strom von Menschen zieht wie du

über goldne Brücken dem Andern zu.
Menschen, die am Tag sich nie gesehn
können nun am Abend zusammengehn.
 

Brücken der Begegnung, schön und reich

links und rechts Laternen, sternengleich
und ein jeder, der die Sehnsucht hat
geht auf goldnen Brücken hoch über der Stadt.
 

Guten Tag, gute Nacht

was hast du heut gemacht und gedacht.
Gute Nacht, guten Tag,
wünsch ich dem, den ich mag und sag:
 

Geh mit mir

Wege von Haus zu Haus,
von Fenster zu Fenster
himmelhoch durch die glasklare Nacht.
Die Einsamkeit entlässt ihre Gespenster
und die Freundlichkeit nähert sich sacht.
 

Brücken der Begegnung, schön und reich

links und rechts Laternen, sternengleich
und ein jeder, der die Sehnsucht hat
geht auf goldnen Brücken
hoch über der Stadt.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.