Haus der Kindheit

Bayon

Lyrik

Komp. Christoph Theusner

Text: Heinz Kahlau ( 1957 )

 

Wenn ich durch das Haus

der Kindheit gehe
scheint mir alles seltsam
klein zu sein.
Sehnsucht bringt mich
in des Hauses Nähe
und ich bücke mich
und trete ein.
Sehnsucht bringt mich
in des Hauses Nähe
und ich bücke mich
und trete ein.
 

Ob die Türen damals größer waren,

werden Namen mit den Schildern blind.
Werden Fenster kleiner mit den Jahren,
wie die Stufen schmal geworden sind.
Werden Fenster kleiner mit den Jahren,
wie die Stufen schmal geworden sind.
 

Bis zum Himmel

reichten diese Zäune,
endlich kann ich
in die Gärten schau `n.
Und ich sehe neue frische Bäume,
meine Bäume wurden abgehaun.
Und ich sehe neue frische Bäume,
meine Bäume wurden abgehaun.
 

Warum taste ich mich wie ein Blinder

durch die Kindheit und durch dieses Haus.
Auf der Treppe spielen wieder Kinder
und ich gehe schnell und steif hinaus.
Auf der Treppe spielen wieder Kinder
und ich gehe schnell und steif hinaus.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.