|
Hildebrandslied |
||
|
Transit |
Lyrik |
|
|
Komp. Egon Linde |
||
|
Text: Siegfried Scholz |
||
|
Es erzählt die Sage |
| Hildebrandt und Hadubrand |
| standen einst zwischen zwei Heeren |
| in Ritterrüstung und Gewand. |
| Hildebrandt war im Diensten |
| jahrelang beim Gotenkönig. |
| Er musste aus der Heimat fliehen |
| und ließ Weib und Kind zurück. |
|
Nach dreißig Jahren kommt er wieder, |
| und mit ihm tausend Mann. |
| Er trifft auf ein andre `s Heer, |
| ein junger Recke führt es an. |
| Hildebrandt fragt nach dem Namen, |
| der Junge spricht, man nennt mich Hadubrand. |
| Mein Vater fiel einst in der Fremde, |
| es war Hildebrandt, |
| ich hab` ihn nie gekannt. |
| Der Alte weiß nun wer da steht, |
| denn Hadubrand das ist sein Sohn, |
| und er sagt ihm diese Wahrheit, |
| doch er will nichts wissen davon. |
|
Der Jüngling glaubt |
| das ihn der Alte täuschen will |
| den Kampf zu scheuen. |
| Und Geschenke nimmt er nicht an, |
| beleidigt den Vater ungemein. |
| Im Angesicht der beiden Heere |
| spricht der Vater, |
| so muss es dann sein. |
| Musst dich mit dem Schwerte schlagen, |
| oder du wirst mein Mörder sein. |
|
Und die Eschenlanzen fliegen |
| und die Schilde splittern schon, |
| noch sind sie auf ihren Rossen, |
| doch der Vater trifft den Sohn. |
|
Kriegerehre war das damals |
| und so kam es zum tragischen Streit |
| Hildebrandt und Hadubrand |
| wurden Opfer ihrer Zeit. |
|
Kriegerehre war das damals |
| und so kam es zum tragischen Streit |
| Hildebrandt und Hadubrandt |
| wurden Opfer ihrer Zeit. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.