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LVZ 26.11.2009 |
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IC |
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Zöllner |
| Wiedervereinigung zweier Hitzköpfe |
| mwö |
| IC Falkenberg und Dirk Zöllner in der Moritzbastei |
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Der Trotz, der Ralf Schmidt und Dirk Zöllner auf dem Foto ins Gesicht geschrieben steht, drückt wohl eine tiefe Wahrheit aus: Die beiden gelten als launige Alphatiere, denen sich alle anderen unterzuordnen haben. Gleichwohl haben die zwei ostdeutschen Rock-Größen der 80er und 90er Jahre erneut den absolut freiwilligen Entschluss gefasst, sich in ein gemeinsames Bett zu legen. Was daraus resultiert, stellen sie morgen unter dem Projektnamen OSTENDE in der Moritzbastei vor. Vor sieben Jahren gingen Schmidt, besser bekannt als IC Falkenberg, und Zöllner schon einmal zusammen auf Konzertreise. Die Unternehmung ist den beteiligten als Martyrium in Erinnerung - als Qual von enormem künstlerischen Wert immerhin. "Reibung erzeugt Hitze", diagnostiziert Tour Manager Kai Suttner, wie so etwas passieren kann. Zum OSTENDE-Programm gehören Ostrock-Klassiker wie Karats "König der Welt", Lifts "Nach Süden" oder Sillys "Asyl im Paradies". Aber auch der ein oder andere Titel aus dem eigenen Schaffen dürfte Berücksichtigung finden. Bevor IC Falkenberg seine Solo-Laufbahn begann, stieß mer Anfang der 80er Jahre 20-jährig zur legendären "Stern Combo Meißen". Dirk Zöllner stand zu DDR-Zeiten der "Chicorée" vor und schritt danach mit der Gruppe "Die Zöllner" in das wiedervereinte Deutschland. Obwohl Schmidt und Zöllner seinerzeit nicht gerade als Anhänger der DDR galten, sind sie mit dem Bild, das heute von dem land gezeichnet wird, überhaupt nicht einig. "Die Mehrheit der Zonenkinder findet sich darin nicht wieder", heißt es in einem gemeinsamen Text. Im gängigen Geschichtsbild fehle ihnen "die Hoffnung auf einen ganz neuen Weg, die bei sehr vielen Menschen in der DDR lebendig war." |