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Ich weiß nicht, was |
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Thalheim |
Lyrik |
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Komp. Philipp Friedrich Silcher (1838) / Bearbeitung: Jean Pacalet |
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Text: Heinrich Heine (1823) / Neufassung: Barbara Thalheim / Leo Kettler (= Lothar Klünner) |
| Ich weiß nicht was soll es bedeuten |
| dass ich so traurig bin |
| Ein Märchen aus alten Zeiten |
| das kommt mir nicht aus dem Sinn |
| Mein trauriger Heinrich Heine |
| dein Märchen das kannten wir schon |
| aus christlicher Urgemeinde |
| und französischer Revolution |
| Bei uns sollt es Wirklichkeit werden |
| so hofften wir Stück für Stück |
| Erst Friede, dann Freiheit auf Erden |
| und den Menschen ein gleiches Glück |
| Wie liegt dieses Märchen so ferne |
| unserer Realität |
| Was tät ich hier nicht alles gerne |
| dass sie zu Ende geht. |
| Den Himmel auf Erden errichten |
| Mensch Heine, dein rat war so gut |
| Ich würd` mich glatt noch mal verpflichten |
| wenn ich nur wüsst` wie man das tut. |
| Jetzt darf ich sagen und schreiben |
| und anscheißen was mich empört |
| Es wird ohne Folgen bleiben |
| egal wer es auch hört. |
| Auch Gleichgültigkeit kann morden |
| Ein Mitgefühl gibt es nicht mehr |
| Um uns ist es frostig geworden |
| in Freiheit lebt es sich schwer |
| Wie sehr auch die Kälte verpönt ist |
| sie scheint mir manchmal gesund |
| Kam mancher der doch zu verwöhnt ist |
| im warmen Mief auf den Hund |
| Das Leben verrinnt unaufhaltsam |
| sagt Kinderträumen ade |
| Es macht uns erwachsen gewaltsam |
| und weil es so spät ist, tut `s weh |
| Jetzt weiß ich was soll es bedeuten |
| das ich so traurig bin |
| Dem Märchen aus alten Zeiten |
| fehlt heute ein Neubeginn. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.