Immer einer

Zöllner

 

Lyrik

Komp. Dirk Zöllner / Matthias Lauschus

 

Text: Werner Karma

 
Ich denk an die fernen Inseln des Glücks,
friedlich verstorbene Stunden.
Statt deinem nach Seeluft schmeckenden Fell
lecke ich mir meine Wunden.
Wir sind einander so fremd,
das ich frag,
wieso wir im selben Bett schlafen.
Ich denk mir für dich Gemeinheiten aus
und du dir für mich Strafen.
 

Immer einer öffnet das Fenster

und der andere fängt an zu frier`n.
Immer einer kann`s  locker ertragen
und der and`re  nur auf allen Vier`n.
 

Wir zwei reißen nie mehr` ne Blüte vom Strauch

und zählen die Blütenblätter.
Du atmest deinen, ich meinen Rauch
und keiner hofft noch auf gut Wetter.
Die Liebe ist um, und die Lust ist um,
zwei runtergeblutete Kerzen.
Und jeder des ander`n  Publikum
im Theater der boshaften Herzen.
 

Immer einer öffnet das Fenster

und der andere fängt an zu frier`n.
Immer einer kann`s  locker ertragen
und der and`re  nur auf allen Vier`n.
Immer einer knipst das Licht an,
und der and`re  wird hässlich dabei.
Immer einer macht, das er wegkommt,
und der and`re  kommt um statt frei.
 

Schlag mich lieber tot,

nur tu mir nicht weh.
Sonst werd ich ein Mädchenhasser.
Barmherzig lässt du dich besteigen von mir,
ich schwimm in gefrorenem Wasser.
Das große Gefühl nahm den Weg, den es kam.
Das seltene, wunderbare -
Ich leg meinen Arm um eine Laterne
und kotze sechs Bier und sechs Klare.
 

Immer einer öffnet das Fenster

und der andere fängt an zu frier`n.
Immer einer kann`s  locker ertragen
und der and`re  nur auf allen Vier`n.
Immer einer knipst das Licht an,
und der and`re  wird hässlich dabei.
Immer einer macht, das er wegkommt,
und der and`re  kommt um statt frei.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.