|
Interview mit "Stephan Krawczyk" |
||
|
Interviews |
25.11.2007 - Berlin - Zion |
St.Krawczyk |
|
|
danke Thomas ( keletizene.de ) |
|
Zwanzig Jahre zurück - die Nacht vom 24. auf den 25.November 1987 - was kommt da bei Dir hoch? Kommt da noch etwas hoch?
Sicher, Erinnerungen. Es war nicht nur meine
bewegteste Zeit im Osten, auch die Bedrohung durch die Organe war am stärksten.
Bei den Mahnwachen war ich mit dabei,
Freya hat Brötchen geschmiert, mit den ´´Umweltblättern´´
, die auch ab und an einen meiner Texte veröffentlichten, hatten wir ohnehin
zusammengearbeitet.
Hier, in diesem Gebäude, ging mein Sohn in den Kindergarten, hier im Kiez habe
ich gewohnt - schon allein daher verbinden mich jede Menge Erinnerungen mit
diesem Ort, an dem jedes Mal, wenn ich hier bin, diese Zeit zum Greifen nahe
ist. Stehe ich, wie gerade eben, hier auch auf der Bühne, gehe ich natürlich auf
diese Zeit und die konkrete Situation der Umweltbedrohung ein, brennt letzteres
mir doch nach wie vor auf der Seele. Schon damals in der DDR war das eines
meiner Kernthemen. Und als ich dann im Westen war, habe ich eine
Bürgerinitiative zum Sofort-Verbot der Produktion von
Fluorchlorkohlenwassenstoffen organisiert, war darin ca. ein dreiviertel
Jahr involviert, um u.a. auch die Mechanismen der real existierenden Demokratie
auszuloten und kennen zu lernen. War z. B. meine im Osten durchgeführte
Unterschriftensammlung zur Abschaffung der Wehrpflicht und der Einführung eines
zivilen Wehrersatzdienstes, die es immerhin auf 1.500 Unterzeichner brachte, der
´´Tagessschau´´ eine Meldung wert, so krähte nach der eben erwähnten
Anti-FCKW-Aktion, die über 300.000 Unterstützer fand, kein Hahn. Dadurch wurden
mir auch die Gesetzmäßigkeiten, die Wertungen, bei der Berichterstattung klar -
eine sehr lehrreiche Zeit für mich.
Heute bin ich insofern mündig und künstlerisch gereift, dass ich meine Sicht der
Dinge, meine Sorge darüber, auf der Bühne so gestalten kann, dass sie von den
Zuhörern auch geteilt wird. Das Wesentliche bei meiner künstlerischen Arbeit ist
nach wie vor, einen Raum schaffen zu wollen, in dem die Menschen miteinander
denken, dass ein WIR, ein gemeinsames Problembewusstsein entsteht; nicht nur auf
der emotionalen Ebene von Freude und Trauer, sondern auch im kognitiven
Erkennen, Benennen und Finden von Lösungsansätzen. In diesem Sinne war mir der
Ort heute sehr nah: Ich konnte die Dinge in ihrer Bedeutung darstellen - mehr
als dass ich dies normaler Weise bei meinen Konzerten tue: Wenn du zwei Sunden
lang singst, kannst du dich nicht immer nur auf Problembewusstsein
konzentrieren, sondern musst eine Dramaturgie schaffen, bei der die Leute nicht
abschalten.
Nun sind wir ja alle zwanzig Jahre älter geworden. Haben sich bei Dir während dieser Zeit die inhaltlichen Gewichtungen verschoben?
Zweifelsohne. Es ist mehr nach Innen gegangen, das Menschlich-all-zu-Menschliche ist mehr ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit gerückt. Ich hab´ u.a. ein Lied darüber geschrieben, dass man doch den Augenblick mehr schätzen soll, besteht unser Leben doch aus Augenblicken, was einem meist nur in prägnanten Momenten wie z.B. einem Autounfall bewusst wird - aber jeder Augenblick kann diese Bedeutung haben; und er hat sie auch. Die Schnur des Lebens ist eine Fülle aufgefädelter Augenblicke und so heißt es in diesem Text:
Heute woll´n wir uns verlieben
heute fliegt die Schwalbe hoch
mit den Farben uns´rer Stunden
malen wir ein Bild von Gott
uns´re Ewigkeit ist Heute
weil wir heut´ unsterblich sind
Heute wissen wir, die Zeit
ist für den Augenblick bestimmt.
Eine poetische Ausdrucksweise in einem schönen Lied - die Menschen sind davon berührt - ich denke nicht, dass ich zu solch´ allgemeinen Äußerungen zu DDR-Zeiten in der Lage gewesen wäre. Vor zwanzig Jahren war ich entsprechend jünger, mit mehr Protestgeist beseelt und meine Themen völlig andere, wie eben die Bedrängnis durch den Staat, Bespitzelung und Reiseverbot, die Gleichschaltung der Medien usw. usf., ich hatte gerade mit dem Schreiben begonnen und - aus heutiger Sicht - das gleiche Engagement wie in meiner jetzigen, unmittelbaren Gegenwart, nur halt auf jüngerer Ebene, was nicht heißen soll, das die ältere weniger lebendig ist – wahrscheinlich reifer.
Hattet ihr damals in der DDR, als ihr mit eurem kritischen Impetus an die Öffentlichkeit gegangen seid, eine realistische Einschätzung eures Spielraums, d.h., wusstet ihr, wie weit ihr gehen könnt, ob es euch gelingen würde, überhaupt irgend etwas zu verändern, z. B. hinsichtlich des Schutzes der Umwelt?
Der Künstler als solcher ist ja nun eher selten
in der Position mittels eines von ihm geschaffenen Werkes direkt in die
gesellschaftliche Situation eingreifen oder sie gar verändern zu können. Ich
weiß aber, das der Mensch in seinem Handeln, seinen Ansichten durchaus lernfähig
und veränderbar ist. Wenn du bei einem Konzert bestimmte Konflikte ansprichst
und somit also auch zeigst, dass das öffentlich benannt werden kann - die Kirche
war ja damals öffentlicher Raum, jeder, der wollte, konnte kommen - kann es auch
zu einer Motivierung des Einzelnen kommen, bestimmte Dinge eigenverantwortlich
zu durchschauen, ihn - oder sie - dazu ermutigen, den gesellschaftlichen (Bann-)Kreis
doppelter Moral anzukratzen oder gar zu durchbrechen; sei es mit einem Wort,
einer Bewegung oder einer Geste, die das Gegenüber erstmal verblüfft, die die
eingefleischten Kommunikationsmuster einer Gesellschaft - auf die diese ja auch
zum Betonieren der jeweiligen Strukturen angewiesen ist, (egal um welche
gesellschaftliche Ordnung es sich gerade handelt) - zumindest für einen kurzen
Augenblick außer Kraft setzt. Das ist beeinflussbar durch jeden Einzelnen.
Wir hatten damals sogar einen Brief an
Kurt Hager geschrieben, worin wir ihm vorrechneten, wie viel Hunderttausende
uns bislang zugehört haben, dass deren Belange in den staatlichen
Kulturinstitutionen nicht zur Geltung kommen, der Etat der Kulturhäuser beträgt
so und so viel, und wir nun für unsere Arbeit, die gerade diese Belange
thematisiert - so und so viel Geld von ihm einfordern.
Sicher haben wir auch versucht, in diese Strukturen einzugreifen, was man uns
anfangs nur übel nahm, später dann aber mit der Abschiebung gen Westen via Knast
quittierte. Bei etwas mehr Distanz, sprich weniger Engagement, hätten wir uns
das schon selbst denken müssen, waren wir doch auch ´´gelernte DDR-Bürger´´.
Anderseits entwickelte sich eine gewisse Eigendynamik bei Dingen, die an mich
durch die Organe heran getragen wurden, worauf ich dann wieder mit zunehmender
Schärfe reagierte. Doch ich empfand es als meine Pflicht, den Dingen Sprache zu
verleihen und die Menschen zu vertreten, welche mich auf Grund ähnlich
gelagerter Probleme aufsuchten.
Habt ihr damals eigentlich überrascht auf die Reaktionen, die Übergriffe von Staat & Stasi reagiert?
Ich war schon sehr überrascht, z. b. im Mai 1987, zu Pfingsten beim Rock-Konzert an der Mauer jenseits der Mauer, wo ich ´´Unter den Linden´´ gestanden und gesehen habe, wie auf die Demonstranten und Passanten eingeprügelt wurde - das hatte ich bis dato nicht für möglich gehalten, kannte ich es doch nur aus dem West-Fernsehen und den dortigen Verhältnissen; zudem bin ich ja in eine sozialistische Schule gegangen, war quasi noch von den Stationen Pioniere, FDJ und Partei in meinem Bild von der Gesellschaft und solchen Blödheiten wie ´´Es liegt nur am Menschen, dass die Theorie nicht funktioniert´´ geprägt - vergleichbar dem westlichen ´´Marsch durch die Institutionen´´. Diese nackte Maske der Macht, unter der in diesem Staate ja noch ´ne andere steckte, hat mich schon sehr erschüttert. Ich habe besser von meinem Land gedacht, als es eigentlich war.
Wie habt ihr damals die Protestbewegung im Westen wahrgenommen, die ja teilweise auch eine Massenbewegung war? Ich denke da an die Anti-Atomkraft-Bewegung, die Hausbesetzer-Szene oder die zahlreichen Initiativen gegen die atomare Bedrohung...
Das waren ja alles durchaus vernünftige Ziele,
für die die Menschen im Westen eingetreten sind, insofern konnte ich dies auch
emotional und rational recht gut nachvollziehen, und hätte ich in dieser Zeit
schon dort gelebt, hätte ich mich sicher auch da engagiert, auch wenn man den
Konjunktiv nicht bemühen soll(te).
In gewisser Weise gab es mit Hausbesetzer-Szene in West-Berlin eine
Zusammenarbeit – und zwar über die einzige unabhängige Rundfunksendung, die von
ostdeutschem Boden ausging und an der ich maßgeblich mitgearbeitet hatte. Sie
hieß sinnigerweise „Der schwarze Kanal“. Als ich später auch geographisch auf
der anderen Seite stand, wollte sich der direkte Kontakt zur Szene nicht so
recht ergeben, weil ich für deren Verhältnisse schon ein ´´Promi´´ war - in
diesem Sinne wiederum hat mir das öffentliche Interesse an meiner Person
geschadet.
Dazu kamen andere ´´schöne´´ Begebenheiten wie z. B. mein geplanter Auftritt in
Wackersdorf 1989 zum Festival der Bewegung gegen die
WAA. Ich hatte ein Lied für die Anti-FCKW-Initiative geschrieben - Willst du
durch’s Ozonloch sehn, klettre auf den Butterberg... - wollte das dort vortragen
und die Leute zum Unterschreiben des Aufrufs motivieren. Ich fuhr also hin. Zehn
Minuten vor meinem Auftritt kam Gerald Praschl - heute Journalist bei der ´´Super-IIlu´´,
damals noch Student der Publizistik und bei diesem Festival mein Betreuer – zu
mir und sagte: ´´Du darfst nicht auf die Bühne!´´ Auf mein ungläubiges ´´Hä???´´
sein nochmaliges ´´Du darfst nicht auf die Bühne - demokratischer
Mehrheitsbeschluss!". Meine Entgegnung: ´´Das ist der lange Arm der Stasi´´. Das
wiederum nun konnte er sich nicht vorstellen - ein junger, idealistischer
Student, der nur Gutes wollte und der später in seinen Stasi-Akten nachlesen
konnte, dass es genau so war.
Im Organisationsgremium besagten Festivals waren natürlich auch DKP-Leute, die
abwarteten, bis andere Organisatoren ohne diese Mitgliedschaft anderweitig
beschäftigt waren, riefen dann kurzerhand noch einmal ´ne ´´Vollversammlung
´´ein mit dem entsprechendem Beschluss, dass ich nicht auf die Bühne dürfe.
Unter diesem Aspekt sieht nun auch der westdeutsche Widerstand etwas anders aus
- ideologisch durchsetzt, mitunter bis zur Handlungsunfähigkeit.
Nun haben die westlichen Medien ja auch regelmäßig und sehr umfangreich über eure Aktivitäten in der DDR berichtet. Hat euch das eher genutzt oder geschadet?
Ich denke, es hat uns in der Hinsicht genutzt,
dass ich damals halbwegs unbeschadet davongekommen bin; durchaus möglich, dass
sie mir sonst die Schnauze poliert hätten. Bei der Verhaftung haben sie mir das
Handgelenk fast gebrochen - da ist dann die daraus resultierende relative
Unversehrtheit, mit der man aus solchen Konflikten hervorgeht, schon zu
schätzen.
In anderer Hinsicht haben wir aber auch davon profitiert - wenn es auch
gleichzeitig den Konflikt mit der Macht im Staate weiter verschärft hat .So gab
es beispielsweise nach einem Bericht über mich im ´´Kennzeichen D´´ ein Konzert
in Leipzig, zu dem über vierhundert Leute Zugang kamen - was in dieser
Größenordnung damals 1986 keinesfalls die Regel war. Schutz und Popularität
waren also ein eindeutiger Vorteil. Darüber, dass uns die West-Medien im Rahmen
des ideologischen Kampfes zwischen Ost & West auch benutzt haben, waren wir uns
schon im Klaren. Die Medien dienen dem Machterhalt - egal auf welcher Seite. Am
deutlichsten war es mir in folgendem Fall: mein erstes West-Konzert wurde von
der ARD mitgeschnitten und zu später Stunde an einem Februar-Abend 1989 von
23.00-23.45 Uhr ausgestrahlt. Es war auf die DDR-kritischen Lieder
zurechtgestutzt. Ich war selbst am Schneidetisch anwesend, doch meine Einwände
wurde einfach abgebügelt. Ich vermochte es nicht, den Fachleuten für mediale
Aufbereitung nachdrücklich in die Parade zu fahren, zumal ich mich selbst nicht
als mündig empfand: Wie willst du mündig sein in einer Gesellschaft, die dir
fremd ist, und die du nicht kennst? Auskunftsfähig war ich in Dingen, welche
mich betrafen und die DDR und deren Geschichte zum Thema hatten. Wenn du
irgendwo rausgeschmissen wirst, musst du da, wo du hingeschmissen bist, erstmal
sehen, was Sache ist, und sehen, wie du wo durchkommst, tastest dich eher voran,
als das du gehst.
Diesen unfreiwilligen Ortswechsel mussten ja so einige Personen des öffentlichen Interesses am eigenen Leibe erfahren. Wie empfandst Du diese Umstellung, die Wolf Biermann mit den Worten ´´vom Regen in die Traufe´´ für sich charakterisierte?
Das würde ja bedeuten, dass der Osten der Regen
war - dem würde ich widersprechen, zumal der Regen eine sehr schöne Metapher
ist, die ich allein des geflügelten Wortes wegen nicht derart verballhornt haben
möchte. Ich schließe mich da eher
Nina Hagens ´´Alles so schön bunt hier´´ an und modifiziere wie folgt:
´´Alles so unschön zuviel hier!´´ Es war eine meine einschneidendsten
Erfahrungen als ich in den Stätten des Westens ankam, dass dieser ´´Vorteil der
anwesenden Produkte´´ der Mehrheit ihrer Nutzer ein großes Stück ihrer
natürlichen Lebensfreude absorbiert, diese fertigen Verhältnisse Lebenslust und
Lebensfreude versiegelt haben und den Unterschied zu den so genannten
Entwicklungsländern noch schärfer konturieren, wo die Kinder wenig zu Beißen
haben, aber noch aus reinem Herzen Lachen können.
Da kommt dann so´n Sängerlein wie ich z.B. aus diesem Zwischenland - wir lebten
nicht im Überfluss, mussten aber auch nicht hungern - und sieht etwas genauer,
wie die Dinge auf Dauer den Menschen beschädigen.
Wie sind Deine Konzerte heutzutage besucht, unterscheidet sich der Osten da noch vom Westen?
Das ist schwer zu sagen, hängt es doch auch
immer von den jeweiligen Anlässen ab. Heute waren es so ca. sechzig bis siebzig,
vorige Woche in Meerdorf auch so um die siebzig, es gibt Auftritte vor hundert
wie auch vor dreißig Leuten. Nicht unentscheidend ist auch der Veranstalter,
d.h. welches Publikum der anzieht. So schien es mir, dass sich das Publikum von
meinem letzten Meerdorfer Konzert, welches immerhin schon zehn Jahre zurück
liegt, zum großen Teil auch in der vergangenen Woche dort wieder einfand - eine
relativ lange Konzert-Pause also an diesem Orte; da muss ich dann schon 1997
einen Eindruck hinterlassen haben, der aus der Masse der medialen (Reiz-)Überflutung
hervorsticht, zumal der Buschfunk nicht mehr funktioniert wie einst. Hat früher
jemand etwas Besonderes erlebt, teilte er dies umgehend seinem Nachbarn, Freund
oder Kollegen mit - heute fällst du ohne Pause von einem Angebot ins nächste...
Unterschiede gibt es insofern, als dass ich im Osten mehr aus dem Nähkästchen
plaudern kann, bestimmte Worte bedürfen hier keiner Erklärung. Da ich aber kein
vorgefertigtes Programm habe, mein Repertoire also nicht abspule, sondern es auf
der Bühne gestalte, kann ich flexibel auf die sich ergebende Resonanz seitens
des Publikums reagieren, egal ob Ost oder West, Unterschiede gibt es auch
zwischen den Konzertgängern aus, meinethalben, Leipzig und, sagen wir mal,
Markneukirchen.
Was gibt es bei Dir an konkreten Projekten zu erwarten?
Zur Zeit arbeite ich parallel an drei CDs: eine Hörbuch-Aufnahme, eine CD mit dem Arbeitstitel ´´AllEin´´, die dritte mit Liedern und dann noch ´n viertes Projekt, wo ich mit ´ner Band spiele, das wird in Frankfurt am Main produziert und soll im nächsten Jahr erscheinen.
Wo werden diese Sachen erhältlich sein? Wir sind zwar nicht im Auftrag des Herrn, aber im Auftrag internetter Medien unterwegs- rühr´ also mal ´n bissel die Werbetrommel...
Ich hab ´ne gut geordnete website incl.
online-shop, da gibt es nicht nur meine CDs, sondern auch all meine seit 1996
erschienenen Bücher ´´Das irdische Kind´´ - die Geschichte meiner Kindheit,
´´Der Narr´´ - die Fortsetzung, von der Armeezeit bis hin zur Ausreise 1988,
´´Feurio´´ und ´´Steine hüten´´ - zwei Bände mit Kurzgeschichten, Gedanken und
Essays (´Feurio!´ ist übrigens ein mittelalterlicher Feuer-Warnruf, wenn es
irgendwo brannte, wurde mit diesem Ruf auf die Gefahr aufmerksam gemacht - heute
gibt es jede Menge Gründe, ´Feurio!´ zu rufen) und schließlich ´´Bald´´, ein
Roman über einen jungen Mann und dessen Ansicht, mit Wörtern das sagen zu
können, was man auch meint, und der sich dadurch automatisch am Rand der
Gesellschaft wieder findet.
Fertig ist aber auch schon ein weiteres Buch, von dem ich hoffe, dass es im
nächsten Jahr erscheint. Es beschreibt die Zeit vom Rausschmiss bis zur Wende,
also vom 02.02.´88 bis zum 02.12.´89, jenem Tag, an welchem ich zum ersten Mal
wieder einreisen durfte. Das Motto, das ich diesem Buch vorangestellt habe,
heißt: „Bei der Nennung meines Namens schien es mir, als sei er Geschichte.“
