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Kasernierte Herzen |
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P.Volkmann |
Lyrik |
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Wir tragen schwer an unsern Wünschen, |
| wir tragen Fleisch und Bier nach Haus. |
| Wir tragen Geld auf unsre Banken |
| und brüten Autoträume aus. |
| Wir tragen Uniforme Mode |
| auf der eingecremten Haut, |
| wir tragen Lieder auf den Lippen, |
| die sind schon nach paar Wochen out. |
| Unsre kasernierten Herzen |
| glauben dennoch frei zu sein. |
| Unsre kasernierten Herzen |
| laufen uns im Gleichschritt ein. |
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Wir tragen Ämter und Plaketten |
| für unerträglich hohen Fleiß. |
| Wir tragen uns mit den Gedanken |
| die man vom Hörensagen weiß. |
| Wir tragen schweigend und mit Steuern |
| bis zum Wohlgedeih`n des Staats, |
| ertragen tapfer die Revolten |
| des Verdauungsapparats. |
| Unsre kasernierten Herzen ... |
| Wir tragen Kinder aus und Kämpfe, |
| zur Fußballehre der Nation. |
| Wir tragen was wir sind mit Fassung, |
| so sehr bescheiden sind wir schon. |
| Wir tragen die paar Jahre Leben |
| wie einen alten Mantel ab. |
| Der Lauf der Welt scheint gottgegeben |
| und die Ketzer werden knapp. |
| Unsre kasernierten Herzen |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.