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Kein Anschiss unter dieser Nummer |
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MTS |
Lyrik |
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Komp. Helmut Eggebrecht |
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Text: Thomas Schmitt |
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| Man kannte mich bislang nur als den netten jungen Mann, |
| den man selbst am Montag immer gutgelaunt sehn kann. |
| Ich hab mich nie geprügelt oder Ausdrücke gebraucht, |
| hab immer alles aufgegessen und vor Damen nicht geraucht. |
| Seit gestern ist das anders, ich bin fies zu meiner Frau. |
| Meine Sprache ordinär und mein Charme ist auch zur Sau. |
| Es fing ganz harmlos an: Ich ging zum Telefon |
| und dachte, rufst die Mutti an, ich war ihr bravster Sohn. |
| Ich komme bis zur dritten Zahl, als ich plötzlich höre, |
| wie sich zweie streiten und ich frage, ob ich störe. |
| Daraufhin erklären mich die beiden zum Gericht, |
| soll entscheiden wer denn Schuld hat, wer bekloppt ist und wer nicht. |
| Ich wähle hastig weiter, doch ich habe keine Ruh, |
| denn nach jedem Wählen kommen immer neue Leute zu. |
| Ich denke dass ich jetzt die Kongressschaltung erfand, |
| doch ich werde nicht gelobt, sondern dummes Schwein genannt. |
| Während ich noch sinne, ob es kluge Schweine gibt, |
| wähle ich erneut, bis es ganz unmenschlich fiept, |
| dann hör ich eine Frau und sage freundlich "bonjour", |
| doch grüßt sie nicht zurück und sagt nur dauernd |
| "Siebzehn Uhr siebenundzwanzig". |
| Ich wähle immer wieder, so an die zwanzig Mal, |
| doch meistens meldet sich nur ein berüchtigtes Lokal. |
| Jetzt werd ich langsam weich in den Knien und im Hirn |
| und zum ersten Mal im Leben sag ich: "Himmel, Arsch und Zwirn!" |
| Da meldet sich Herr Wimmer der Bestattungschortenor |
| und liest mir eine Liste seiner besten Titel vor. |
| Er fragt, ob es uns stört, wenn er noch seine Braut mitbringt, |
| und wer denn der beklagenswerte sei für den er singt. |
| Ich jammere nur leicht und "Dachte ich's mir doch, |
| sagen Sie, junger Mann, wie lange machen sie's denn noch?" |
| Ich nehme in meinem Zustand die Gelegenheit gleich wahr |
| und mache vorsichtshalber schon mit ihm die Gage klar. |
| Als am Abend meine Frau so gegen neun nach Hause kam |
| und mich in den Hörer beißen sah, rief sie den Arzt gleich an. |
| Doch der hatte keine Lust, er verstellte sich und sprach: |
| "Hier ist die Mutti deines Mannes, ist mein Bubi denn noch wach?" |
| Da hab ich einfach meiner Frau den Hörer weggefetzt |
| und so laut ich konnte reingebrüllt: "Zugauskunft besetzt!" |
| Seitdem will meine Mutti mich nicht mehr spazierenführ’n |
| dafür hab ich jetzt 'ne Gummizelle zum Telefonier’n. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.