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Die Kinder der Nacht |
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Thalheim |
Lyrik |
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Komp. Barbara Thalheim |
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Text: Fritz-Jochen Kopka |
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Einer kommt von` ner Notbehandlung, |
| einer hat einen Freund zur Bahn gebracht. |
| Einige können sich nicht trennen, |
| einem fiel die Zimmerdecke aufs Haupt. |
| Einer flieht vor der Glotze, |
| einer bildet sich ein er hat Dienst. |
| Einer ist eben einfach nicht müde |
| und einer sucht irgendwas. |
| Es sind die Nächte Cabirias, |
| der Unschuldshure des ärmsten Rom, |
| in diesen Nächten verdient sie ihr Geld, |
| mit diesen Nächten erfährt sie die Welt. |
| In diesen Nächten geschehen Wunder, |
| die Reichsten der Armen, die Ärmsten der Reichen, |
| sie staunen die Welt des andern an, |
| die keiner mit keinem teilen kann. |
| Nur einen Moment sind sie zu vergleichen, |
| am Morgen sind alle Wunder vorbei, |
| und jeder macht nur Miese dabei. |
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Die Kinder der Nacht |
| sind Glühlampen, |
| einfach nicht ausgemacht, |
| die hören nicht auf zu brennen, |
| die hören nicht auf zu rennen, |
| die denken sie sterben wenn sie sich betten, |
| und nur der Tag, nur der Tag, |
| nur der Tag kann sie retten. |
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Einer muss die Frau fürs Leben finden, |
| bei Tag sind alle Weiber grau. |
| Er könnte dich tagsüber nicht so ergründen, |
| erst Nachts sind alle Seelen grau. |
| Er will ein bisschen Bewusstsein verlieren, |
| und noch ein bisschen, dann tut nichts mehr weh. |
| Jetzt schwebt er geschafft in höheren Sphären, |
| sind seine gesammelten Leiden passe. |
| Er raucht so viele Zigaretten, |
| das er nur noch weiter rauchen kann. |
| Er hatte schon immer so viele Manschetten, |
| jetzt fängt er nicht mehr mit der Tapferkeit an. |
| Er kennt sein betrunkenes, triefendes Grinsen, |
| wenn er so eine Frau anspricht, |
| die Sätze, die nie ein Ende finden, |
| die Frau und ihr endlos verstörtes Gesicht. |
| Er ist geflohen, er läßt alles liegen, |
| das ist ihm schon immer im Leben passiert, |
| er ist für sich selbst nicht mehr einzukriegen, |
| jetzt steht er da draußen da, |
| friert er und friert. |
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Die Kinder der Nacht sind Glühlampen, |
| einfach nicht ausgemacht, |
| die hören nicht auf zu brennen, |
| die hören nicht auf zu rennen, |
| die denken, sie sterben, wenn sie sich betten, |
| und nur der Tag, nur der Tag, |
| nur der Tag kann sie retten. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.