Kinder des Sonntags

V.Fischer

 

Lyrik

Komp. Franz Bartsch

Text: Kurt Demmler

 

Kinder des Sonntags so sind

weder noch Kind
so wie sie sind.
Artig in Seide und Samt
gehn` sie daher,
so wie Mama und Papa,
und wer sie sah sagt -
ei sieh da,
das sind die Kinder von dem
und die von der.
 

Ei wie artig, ei wie fad

Vater Mutters Puppenstaat.
 

Kinder des Sonntags gehn` arg,

steif durch den Park.
Für eine Mark
kriegen sie jedes ein Eis´,
worauf man spricht:
Macht euch aufs Hemd keinen Fleck,
das geht schwer weg.
Auch auf den Rutschelefanten
darf man heute nicht.
 

Ei wie artig, ei wie fad

Vater Mutters Puppenstaat.
 

Kinder des Sonntags

die sehn aus wie der Schwan
gerade so schön,
aber die Flügel sind hin.
Schau sie dir an,
man kann es sehn.
Manchmal nur flattern sie auf,
heben sie ab
fallen zurück
von Vaters Blick
 und Mutters Hand
rückt am Schlips ein Stück ...
 

Und ich seh` so gern

die Schwäne in der Fern.
Die ziehen durch den Himmel
und von Stern zu Stern.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.