Kneipenleben

Diestelmann

 

Lyrik

 
Komp. Stefan Diestelmann
Text: Stefan Diestelmann
 
 
Zwanzig Uhr in der Biergärtnerei,
man setzt sich zusammen und säuft sich frei.
Man redet von Elend und von Einsamkeit
und wie oft man das eine wie das andere bereut.
Man träumt sich voll Sehnsucht
in die Kindheit zurück
und sucht ein Mittel zum ewigen Glück.
Man rauft sich zusammen,
wühlt gemeinsam im Dreck,
so verbringt man den Abend in der Kneipe am Eck.
 
Wo die Fliegen den Schweiß aus den Wänden ziehn,
wo die Menschen das Hell statt das Dunkel fliehn,
wo alle Weisheit steckt im Portemonnaie.
Wo das Nikotin dir die Haut zerfrisst,
wo die Leber die weiße Fahne hisst,
wo du vergisst, tut der Alltag nicht weh.
 
Man redet von Arbeit und redet vom Geld
und redet wie man sich schadlos hält.
Man redet von Weibern und wie man sie biegt
und wie man sie am schnellsten ins Bettchen kriegt.
Man redet von Fußball und Sport allgemein
und schlürft dabei Bier, zum Wohle solls sein.
Man redet vom Nachbarn, die Tochter sei reif,
da würden ein`m nicht nur die Haare steif.
 
Ein jeder redet um sich zu berfrei`n,
um für ein paar Stunden wichtig zu sein.
Zwischen Bierdunst und Smog man sich Witze erzählt
und so manches müde Lachen erquält.
So geht `s jeden Abend bis man nichts mehr spürt
und einer den andern nach draußen führt.
Man sucht nach dem Leben,
nach dem tieferen Zweck
und findet halt nur die Kneipe am Eck.
 
Wo die Fliegen den Schweiß aus den Wänden ziehn,
wo die Menschen das Hell statt das Dunkel fliehn,
wo alle Weisheit steckt im Portemonnaie.
Wo das Nikotin dir die Haut zerfrisst,
wo die Leber die weiße Fahne hisst,
wo du vergisst, tut der Alltag nicht weh.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.