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Kneipenleben |
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Diestelmann |
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Lyrik |
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| Zwanzig Uhr in der Biergärtnerei, |
| man setzt sich zusammen und säuft sich frei. |
| Man redet von Elend und von Einsamkeit |
| und wie oft man das eine wie das andere bereut. |
| Man träumt sich voll Sehnsucht |
| in die Kindheit zurück |
| und sucht ein Mittel zum ewigen Glück. |
| Man rauft sich zusammen, |
| wühlt gemeinsam im Dreck, |
| so verbringt man den Abend in der Kneipe am Eck. |
| Wo die Fliegen den Schweiß aus den Wänden ziehn, |
| wo die Menschen das Hell statt das Dunkel fliehn, |
| wo alle Weisheit steckt im Portemonnaie. |
| Wo das Nikotin dir die Haut zerfrisst, |
| wo die Leber die weiße Fahne hisst, |
| wo du vergisst, tut der Alltag nicht weh. |
| Man redet von Arbeit und redet vom Geld |
| und redet wie man sich schadlos hält. |
| Man redet von Weibern und wie man sie biegt |
| und wie man sie am schnellsten ins Bettchen kriegt. |
| Man redet von Fußball und Sport allgemein |
| und schlürft dabei Bier, zum Wohle solls sein. |
| Man redet vom Nachbarn, die Tochter sei reif, |
| da würden ein`m nicht nur die Haare steif. |
| Ein jeder redet um sich zu berfrei`n, |
| um für ein paar Stunden wichtig zu sein. |
| Zwischen Bierdunst und Smog man sich Witze erzählt |
| und so manches müde Lachen erquält. |
| So geht `s jeden Abend bis man nichts mehr spürt |
| und einer den andern nach draußen führt. |
| Man sucht nach dem Leben, |
| nach dem tieferen Zweck |
| und findet halt nur die Kneipe am Eck. |
| Wo die Fliegen den Schweiß aus den Wänden ziehn, |
| wo die Menschen das Hell statt das Dunkel fliehn, |
| wo alle Weisheit steckt im Portemonnaie. |
| Wo das Nikotin dir die Haut zerfrisst, |
| wo die Leber die weiße Fahne hisst, |
| wo du vergisst, tut der Alltag nicht weh. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.