Kommen und gehen

Kommen und gehen

Gundi

Lyrik

Komp. Gerhard Gundermann

Text: Gerhard Gundermann

 

Der Fährmann legt am Ufer an

und auf dem hölzern Landesteg
stehen die bleichen Seelen an,
der Fährmann bringt sie alle weg.
 

Weg vom Hunger, weg vom Durst,

weg vom Schnaps und von der Wurst.
Weg vom Geld und weg vom Salz,
weg vom Fenster und vom Hals.
 

Ihre besten Freunde und Feinde

aus der Mitte der Gemeinde,
aus der Hitze, aus dem Streit,
aus dem Leid und aus der Zeit.
 

Alle die gehen woll`n sollen gehen können,

alle die bleiben woll`n solln bleiben können.
Alle die kommen woll`n solln kommen können.
Alle die gehen woll`n sollen gehen können.
 

Die hier anstehn sind satt vom Leben,

sie haben alles abgegeben,
wollen nur noch ihre Ruh`,
 und stehn da, mit Augen zu.
 

Zurück zu uns wolln sie nicht mehr,

 zwingt sie nicht zur Wiederkehr,
ruft sie nicht und schickt sie leise,
 wenn sie wollen auf die Reise.
 

Lasst sie noch mal die Enkel sehen

und über`m Haus 'ne Wende drehn,
und schüttet ihre Sammeltasse Glück in die Welt zurück.
 

Alle die gehen woll`n sollen gehen können,

alle die bleiben woll`n solln bleiben können.
Alle die kommen woll`n solln kommen können.
Alle die gehen woll`n sollen gehen können.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.