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...so sangen die Puhdys u.a. in ihrem
grandiosen Konzert anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens. Ich war sprachlos
und gerührt zugleich ob dieses Textes, der ungekünstelt und glaubhaft von
Maschine gesungen wurde. Hier erübrigt sich jeder Kommentar, denn die Fans
in der ausverkauften O2 World wollten auch nicht erwachsen sein und waren
total aus dem Häuschen.
Doch der Reihe nach: Das Programm wurde um 20:00 Uhr eröffnet durch den
"Steuerprüfer" (dessen Name mir leider nicht einfällt), der mit flotten
Sprüchen und tollen Witzen allgemeine Heiterkeit auslöste und ungeteilten
Zuspruch erhielt. Anschließend sahen wir Video-Botschaften von
Persönlichkeiten aus Kultur und Politik und dann sangen wir alle gemeinsam
"Happy Birthday" und die Puhdys, die bis dahin das Geschehen von Sitzplätzen
im oberen Rang aus verfolgt hatten, betraten unter dem lauten Jubel ihrer
Fans die Bühne. Es folgte ein Feuerwerk von alten und neuen Hits und die
Stimmung steigerte sich mit jedem Titel.
Die ersten Geburtstagsgäste des Abends waren die Jungs von City, die ihren
Überhit "Am Fenster" zum besten gaben und damit die Halle endgültig zum
Kochen brachten. Die Puhdys hatten anschließend nicht die geringste Mühe,
diese unglaubliche Stimmung aufrechtzuerhalten und jeder der bekannten Titel
wurde von einem textsicheren Publikum mitgesungen.
Weitere Gratulanten und somit musikalische Gäste waren Konrad Oleak, Andi
Birr und Nick Scharfschwerdt sowie die kleine Tochter von Quaster, Rainer Oleak, das mit frenetischem Applaus begrüßte Filmorchester Babelsberg unter
der Leitung von Bernd Wefelmeyer, Jan Josef Liefers, Michael Hirte, de
Randfichten und KARAT.
Als die Puhdys gemeinsam mit Jan Josef und dem Filmorchester Babelsberg
"Lebenszeit" sangen und spielten, hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz.
Das wundervolle Orchester war die große Überraschung des Abends, mit der
wohl niemand wirklich gerechnet hatte. Das Orchester begleitete die Puhdys
noch bei "Wenn Träume sterben" und "Alt wie ein Baum" und am Schluss des
Konzertes bei "Das Buch".
Die Puhdys haben es wiedermal geschafft, ein großartiges und beeindruckendes
Konzert zu bieten. Sie wirken auf mich so ungekünstelt und authentisch wie
kaum eine andere Band. Maschine führte souverän und gewohnt sympathisch
durch das Programm. Es war ein aufregender und aufwühlender Konzert-Abend.
Die Puhdys können aus einem riesigen Fundus von Titeln schöpfen, die mich
seit meinem ersten Puhdys-Konzert (1973 in Berlin "Hallo BABYLON") durch
mein Leben begleiten. Einige ihrer Lieder sind zu Hymnen geworden. Bleibt
nur zu wünschen, dass sie sich mit der Rocker-Rente noch lange lange Zeit
lassen, damit wir sie und unsere Hymnen auch weiterhin live erleben können.
Die Konserven haben wir sowieso zu Hause in den Regalen. Und die nächste
gesellt sich demnächst hinzu.
Eine Frage an die Musiker stellt sich mir dennoch: Warum habt ihr der
tobenden Menge nicht öfter mal ein Lächeln geschenkt, sondern größtenteils
so unglaublich ernste Gesichter gemacht?
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