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01.12.2005 Berlin Andre Herzberg |
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Konzerte |
Bericht & Foto Lutz |
Pankow |
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9:05 Uhr – Andrè Herzberg betritt im mäßig besetzten Spiegelzelt des Innenhofes der Berliner Synagoge die kleine, schummrige Bühne, um eine Lesung mit Musik darzubieten – Thema: Jüdisches Leben im Scheunenviertel der 20er Jahre. Ich habe ihn lange nicht mehr gesehen, hatte schon Angst, er wäre unter die Räder gekommen – Andrè ist einer, um den man sich Sorgen macht. Beim letzten Mal in Magdeburg war er sehr kühl, fast lustlos…Aber heute: Er war nervös und … er schien wirklich Spaß zu haben. Andrè Herzberg spielte jüdische Lieder, las aus Büchern, die das Leben der Juden in Berlin in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieben – auch eigene Kindheits- und Lebenserfahrungen trug er vor. Dann endlich kamen die Sachen, die ich vom alten Pankow-Helden erwartete: einige Titel seiner Soloplatten, begleitet auf einer Gitarre. Mit dieser Instrumentierung entstanden Versionen seiner Songs, die sehr intensiv und neuartig waren. |
Ich glaube, Herr Herzberg hat im Moment wieder richtig Lust an Musik, und das freut seine Anhänger. Er kündigte im Zugabenteil an, das wir eine neue PANKOW-Platte mit Konzerten im Sommer erwarten dürfen…Mit diesem Konzert und der Freude auf 2006 hätte er mir kein besseres Weihnachtsgeschenk machen können.