10.05.2007 - Budapest - Tibor Tátrai & Gabor Szücs

Konzerte Fotos / Bericht Thomas - vielen Dank Skorpio
     
Budapest , old man´s music pub

Ein Auftakt zum ersten Ungarn-Aufenthalt in diesem Jahr, wie man ihn besser sich kaum vorstellen kann. Durch die Erfahrung vom Dezember um einiges ´´klüger´´ waren wir dann auch bereits eine Stunde vor Konzertbeginn am Orte des Geschehens und konnten so auch eine kleine Zeitreise mittels des in den Pub integrierten (ungarischen) Rockmuseums ausführlich und ungestört unternehmen. Während sich der Laden langsam füllte - um dann buchstäblich aus allen Nähten zu platzen - hatten wir noch die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch mit der sehr freundlichen und  aufgeschlossenen Managerin Margit ´Hugi´ Kersák bezüglich der Konditionen für ein oder mehrere Auftritte der beiden Ausnahme-Gitarristen in deutschen Landen ...
Gegen 21.15 hatten die beiden sich dann in ihrem öffentlichen Wohnzimmer akklimatisiert und starteten für zweimal fünfundvierzig Minuten in eine andere Dimension. Szücs dabei zumeist introvertiert und geschlossenen Auges agierend, während es bei Tátrai nicht wunder genommen hätte, wenn er samt Stuhl für die Dauer des Konzerts einige Zentimeter über dem Boden geschwebt wäre; wobei ´´geschwebt´´ eine höchst ungenaue, diminutive Benennung ist, wird sie der Power und der nach außen geleiteten Energie des Mannes nur ansatzweise gerecht. Es swingt , es groovt - und es rockt und rollt auch auf den Nebengeleisen. Ein permanente Reizüberflutung nicht allein für die Ohren und es wäre so abwegig nicht, wenn bei beiden anstatt Blut, wie bei Normalsterblichen, Musik durch die Adern flösse.
Der Unterschied zwischen den Weltstars Paco de Lucia & Al di Meola und Tátrai/Szücs liegt einzig und allein darin begründet, dass letztere ihre Friday Night(s) eben nicht in San Francisco sondern überwiegend in Budapest verbringen, also auf der falschen Seite des Eisernen Vorhangs ihre Kunst erlernten und zelebrieren konnten . Die im Bereich des Möglichen liegenden Deutschland-Auftritte wären ein erster Schritt, dieses Manko - wenn auch arg verspätet - etwas abzubauen...